mini| Arno Friedrich, 2021 Arno Friedrich (* 11. Oktober 1978 in Nürnberg) ist ein deutscher Schauspieler, bildender Künstler und Regisseur.
Leben Arno Friedrich spielte 1998 kurz nach dem Abitur am Gostner Hoftheater in Nürnberg unter anderem unter der Regie von Hans Hirschmüller, bevor er das Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen abbrach und 2001–2004 seine Ausbildung an der Schauspielschule Charlottenburg in Berlin absolvierte.
Er war Ensemblemitglied der Unterfränkischen Landesbühne Theater Schloss Maßbach, spielte u. a. in München im Import/Export, HochX Theater, dem TamS-Theater, theater VIEL LÄRM UM NICHTS, Teamtheater und dem Prinzregententheater / Akademietheater sowie am Staatstheater Augsburg und Tiroler Landestheater Innsbruck. Zusammenarbeit u. a. mit den Regisseuren Hans Hirschmüller, Eos Schopohl, Malte C. Lachmann, Oliver Zahn, Bernadette Sonnenbichler, Philipp Jescheck, Lorenz Seib. Mehrere Arbeiten im Zwischenbereich von Performance und Schauspiel mit dem Münchner Regisseur Burchard Dabinnus. Arno Friedrich arbeitet außerdem als bildender Künstler, Filmemacher und Regisseur.
Nach einigen Kurzfilm-Stop-Motion-Experimenten im Teenageralter drehte Arno Friedrich seinen ersten Film 1998 mit 19 Jahren frei nach einer Theaterstückvorlage. Seither entstanden zahlreiche Kurzfilme und 2020 dann mit „womöglich weltfremd“ erstmals eine konkrete Verbindung von bildender Kunst und Film in einem eigenwilligen collageartigen Filmformat. Seither experimentiert er mit „theatralen“ Filmformen, der Einbindung von Live-Elementen in den Film und die Filmvorführung sowie der Vermischung von digitalen und analogen Mitteln. Beispielhaft dafür steht der Bau von Abrollvorrichtungen von mehreren Metern bemalter Leinwand um Kamerafahrten zu simulieren oder abgefilmter Live-Animation auf lichtstarken Tageslichtprojektoren.
In Zusammenarbeit mit der Münchner Puppenbauerin und -spielerin Tine Hagemann entstanden zahlreiche experimentelle Animationsfilme in Stop-Motion und Legetechnik, u. a. für das Pathos Theater München. Seit der Spielzeit 20/21 ist Arno Friedrich Teil des künstlerischen Leitungsteams des theater VIEL LÄRM UM NICHTS, München. Seit 2025 außerdem Vorstandsmitglied beim Netzwerk Freie Szene München und arbeitet als bildender Künstler, Regisseur, Filmemacher und Schauspieler.
Werkübersicht (Auswahl)
Regie 2024: "PALAIS ROYAL" (Theatermontage nach dem Gesamtwerk von Georg Büchner) am theater VIEL LÄRM UM NICHTS, München 2023: "Briefe an Bäume und Wolken" (von Matei Visniec, DEA) am theater VIEL LÄRM UM NICHTS 2023: "Das Ende von Iflingen" (nach dem Hörspiel von Wolfram Lotz) am theater VIEL LÄRM UM NICHTS, München 2022: "Entfiederung des Schwans" (Spielfilm, 50 min) 2022: "Parzival" (nach Wolfram von Eschenbach, Theaterstückentwicklung) am theater VIEL LÄRM UM NICHTS, München 2022: „Die Marmeladeninsel“ (Musikvideo für "Otto und der Rausch", Wien) 2021: „Klangvolles Seufzen unter Hüten“ (Spielfilm, 50 min) 2021: „Leaving Lamento“ (Theaterstückentwicklung mit Texten von Verena Richter) am theater VIEL LÄRM UM NICHTS, München 2020: „womöglich weltfremd“ (Spiel/Dokumentarfilm) TamS Theater München 2019: „Victor oder die Kinder an der Macht“ von Roger Vitrac am theater VIEL LÄRM UM NICHTS, München 2019: „Agonie 1928“ (Kurzfilm) 2019: „Zum Schutz der Fliegen“ (Kurzfilm) 2019: „welcome to my world“ (Kurzfilm) 2017: „Die Möwe“ (Kurzfilm) 2011: Assistenz bei „Mit der Zeit werden wir fertig – eine demente Hoffnung“, Regie: Burchard Dabinnus, TamS Theater München 2010: Assistenz bei der Theaterproduktion: „Mit tödlichem Ausgang“, Regie: Cornelius Gohlke, TamS Theater München 1999: „Junk Food“ (Kurzfilm)
Schauspiel 2026: "ein gespielter Sturm und ein echtes Gewitter". Nach Der Sturm von William Shakespeare. Inszenierung: Arno Friedrich. Theater Viel Lärm um Nichts 2024: "Die Mühlengeschichte" (Konzept & Regie: Burchard Dabinnus, HochX Theater & Live Art, München) 2023: "Das Ende von Iflingen" (nach dem Hörspiel von Wolfram Lotz) am theater VIEL LÄRM UM NICHTS, München 2022: "Weil du mir gehörst" (Konzept & Regie: Burchard Dabinnus, TamS Theater München) 2021: „Turandot“ (Inszenierung: Andreas Seyferth, theater VIEL LÄRM UM NICHTS München) 2020: „Der Fluch der Souffleuse“ (Inszenierung: Lorenz Seib, TamS Theater München) 2019: „Flüsterzettel“ (Inszenierung: Burchard Dabinnus, Theater HochX München) 2019: „Der letzte Dreck“ (Inszenierung: Lorenz Seib, TamS Theater München) 2019: „Victor oder die Kinder an der Macht“ (Inszenierung: Arno Friedrich, theater VIEL LÄRM UM NICHTS München) 2018: „Hund Frau Mann“ (Inszenierung: Eos Schopohl, Torturmtheater Sommerhausen) 2017: „Das Käthchen von Heilbronn hab ich mir anders vorgestellt“ (Inszenierung: Lorenz Seib, TamS Theater München) 2017: „Der Prozess“ (Inszenierung: Philipp Jescheck, Tiroler Landestheater Innsbruck) 2016: „Tante und ich“ (Inszenierung: Philipp Jescheck, Teamtheater München) 2016: „Seekrank im Schwimmbad“ (Inszenierung: Lorenz Seib, TamS-Theater München) 2015: „Peter Pan“ (Inszenierung: Bernadette Sonnenbichler, Staatstheater Augsburg) 2015–2017: „Reste von gestern“ (Inszenierung: Burchard Dabinnus, Tournee, Staatstheater Augsburg) 2015: „Blues Brothers“, (Inszenierung Manfred Weiß, Freilichtbühne Staatstheater Augsburg) 2015: „Reise ins Exil – Flüchtlingsgespräche“ (Staatstheater Augsburg, Brechtfestival – Inszenierung: Martin de Crignis) 2014: „Der gute Mensch von Sezuan“ (Theater Werkmünchen – Inszenierung: Franziska Kronfoth) 2014: „Brecht hoch 3 – Der Ja-Sager und der Nein-Sager“ (Staatstheater Augsburg, Brechtfestival – Inszenierung: Leonie Pichler) 2013: „Attempts on her Life – Angriffe auf Anne“ (Akademietheater München – Inszenierung: Oliver Zahn) 2012: „Die Schafspelzratten!“ (Import/Export München – Inszenierung: Emre Akal) 2012: „Der Streit“ (Akademietheater München – Inszenierung: Malte Lachmann) 2011: „Mit der Zeit werden wir fertig (eine demente Hoffnung)“ (TamS-Theater München – Inszenierung: Burchard Dabinnus) 2006–2009: Engagement an der Fränkischen Landesbühne, Theater Schloss Maßbach 2004: „Pension Schöller“ (Theater Schalotte, Berlin – Inszenierung: Heidemarie Schneider) 2000–2001: „Triage“ (Gostner Hoftheater, Nürnberg – Inszenierung: Irene Graef) 1998: „Die Schaukel“ (Gostner Hoftheater, Nürnberg – Inszenierung: Hans Hirschmüller)
Filmografie als Schauspieler 2011: Forsthaus Falkenau, Regie: Andreas-Jordan Drost 2010: Polizeiruf 110 – Denn sie wissen nicht, was sie tun, Regie: Hans Steinbichler 2010: SOKO 5113, Regie: Bodo Schwarz 2009: Auf den zweiten Blick (Kurzfilm) Regie: Lorenz Weißfuß 2009: Qualverwandtschaften (Kurzfilm) Regie: Nora-Alice Horlacher 2007: Measure Creek (Kurzfilm) Regie: Jakob Lass 2003: Tschuldigung Laterne (Kurzfilm) Regie: Sebastian Bieniek 2003: Wurstmenschen (ZDF-Serie) Regie: Volkmar Umlauft 1999: Nighttrain (Kurzfilm) Regie: Steffen Hornung
Bildende Kunst offizielle Homepage Yaki Nori
Weblinks
Arno Friedrich offizielle Homepage Filme von Arno Friedrich auf Vimeo
Quellen „Klangvolles Seufzen unter Hüten“, 2021 auf der Seite des theater VIEL LÄRM UM NICHTS „Leaving Lamento“, 2021 auf der Seite des theater VIEL LÄRM UM NICHTS Kritiken zu „Leaving Lamento“, 2021, Abendzeitung, München / Münchner Feuilleton „Der Fluch der Souffleuse“, 2020 im TamS Theater München Kritik zu „womöglich weltfremd“, 2020, www.kultur-extra.de Kritik zu „womöglich weltfremd“, 2020, Süddeutsche Zeitung „Victor oder die Kinder an der Macht“, 2019, theaterkritiken.com „Victor oder die Kinder an der Macht“, 2019 auf der Seite des theater VIEL LÄRM UM NICHTS „Der letzte Dreck“, 2019 im TamS Theater München „Das Käthchen von Heilbronn hab ich mir anders vorgestellt“, 2018 im TamS Theater München
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Mann