mini|Monarchenhügel – aus südlicher Richtung mini|König Friedrich Wilhelm III. mini|Kaiser Alexander I. (Gemälde von Franz Krüger, 1812) Der Monarchenhügel bei Großgörschen ist ein neolithischer Grabhügel,Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 25.02.2016 Drucksache 6/4829 (KA 6/9061) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. S. 28. auf dem zwei gekrönte Häupter den Verlauf der Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai 1813 beobachteten.

Lage Etwa 2100 Meter südlich des Ortes Großgörschen, zwischen den Dörfern Tornau und Werben, verläuft eine sich von Westen nach Osten erstreckende Geländeerhebung, deren höchster Punkt, ungefähr in der Mitte gelegen, 172 Meter über NN misst. Diese Anhöhe wird seit dem Tage der Schlacht bei Großgörschen als Monarchenhügel bezeichnet; er liegt nur wenige Meter nahe der Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Bedeutung während der Schlacht Im Verlauf der Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai 1813 bezogen auf dieser Anhöhe an jenem Tag sowohl der König von Preußen (Friedrich Wilhelm III.) als auch der Kaiser von Russland (Alexander I.) Stellung und verfolgten von dort aus das Geschehen der Kampfhandlungen. Dies ist zumindest für den Zeitpunkt bei Beginn der Schlacht, gegen 11:30 Uhr, überliefert. Das Schlachtfeld lag beiden in nördlicher Richtung vor Augen.

Ganz in der Nähe des höchsten Punktes, etwa 200 Meter nordöstlich, standen die preußischen Gardeeinheiten unter Generalmajor von Röder, in Front nach Norden.

Im Gegensatz zum Aufenthaltsort der gekrönten Häupter bei Güldengossa am 16. Oktober 1813, als der französische Marschall Murat bis auf wenige hundert Meter mit einer Reiterattacke an den Aufenthaltsort herangekommen war, waren die Monarchen südlich von Großgörschen wahrscheinlich zu keinem Zeitpunkt der Feldschlacht in ernsthafter Gefahr.

Monarchenhügel heute Bereits im Jahre 1815 wurde am Fuße des Monarchenhügels von der einheimischen Bevölkerung ein Huldigungsstein für Friedrich Wilhelm III. von Preußen errichtet, Grund hierfür war die Treueerklärung der Bevölkerung an den neuen Landesherrn, da die Region bis zum Wiener Kongress sächsisch gewesen war. Er ist samt Inschrift bis heute original erhalten. Zum vierten Jahrestag der Schlacht, im Jahre 1817, ließ der preußische König auf dem heutigen Monarchenhügel ein Denkmal für die gefallenen Offiziere und Soldaten seiner Einheiten einweihen, den sogenannten Schinkel-Tabernakel. Die Inschrift lautet:

Diese Eisengusspyramide stand dort bis Anfang der 1980er-Jahre, als man sie wegen erheblicher Korrosionsschäden abtrug. Erhalten blieb lediglich der noch heute bestehende Sockel des Denkmals mit einer neuen Inschrift. Der Schinkel-Tabernakel selbst steht, neu aufgebaut, seit dem Jahre 1985 im Ort Großgörschen, unweit des Scharnhorstdenkmals.

Literatur Maik Reichel: Napoleon vor dem Fall – Großgörschen 1813. Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2013, ISBN 978-3-89923-306-3. Norbert Faust, Siegfried Hoche, Wolfram Seyfert: Die Schlacht bei Großgörschen: la bataille de Lützen, 2. Mai 1813. Verlag Fach-und-Werk-Projektentwicklung, Berlin, ISBN 3-933491-00-2. Reichsamt für Landesaufnahme: Umgebungskarte Naumburg-Weißenfels-Merseburg. Zusammengestellt aus Blättern der Karte des Deutschen Reiches 1:100.000, Berlin 1922.

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360° Luftbildpanorama 100 m über dem Monarchenhügel

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