mini|Friedrich Blochmann Friedrich Johann Wilhelm Blochmann (* 21. Januar 1858 in Karlsruhe; † 22. September 1931 in Tübingen) war ein deutscher Zoologe. Er lehrte an den Universitäten Rostock und Tübingen.

Leben und Werk

Friedrich Blochmann, Sohn des gleichnamigen KüblermeistersFriedrich Blochmann, war Enkel des Karlsruher Rechnungsdieners Christoph Blochmann und der Wilhelmine Späth und der Katharina JohKatharina Joh war die Tochter des Karlsruher Schneiders Friedrich Zobel und der Magdalene Meierhöfer. besuchte ein Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte am Polytechnischen Hochschule Karlsruhe und an der Universität Heidelberg. In Karlsruhe wurde er Mitglied der akademischen Verbindung CheruskiaAnschriftenliste des Weinheimer SC. 1928, S. 241., in Heidelberg der Verbindung Rupertia.Verbindung Rupertia in Heidelberg. Gesamt-Adressenverzeichnis vom Juli 1918. Karlsruhe 1918, Nr. 35. Am 3. März 1881 wurde er in Heidelberg als akademischer Schüler von Otto Bütschli zum Doktor der Philosophie promoviert.

Nach seiner Promotion wurde Blochmann Assistent am Institut für Zoologie in Heidelberg. Erneut unter Bütschlis Vorsitz wurde er 1885 habilitiert und fungierte seit dem 28. November als Privatdozent. Die außerordentliche Professur schließlich erhielt er 1888. Am 29. Mai 1891 wurde Blochmann ordentlicher Professor der Zoologie und vergleichenden Anatomie an der Universität Rostock und somit Nachfolger von Max Braun. Außerdem wurde er Direktor der zoologischen Sammlungen sowie des Instituts für Zoologie und Mitglied der Prüfungs-Kommission für Kandidaten zum höheren Lehramt. Im gleichen Jahr vermählte er sich in Heidelberg mit Anna, der Tochter des dortigen Historikers Eduard Winkelmann, welcher Ehe drei Söhne und zwei Töchter entstammen.

Einer Berufung zur ordentlichen Professur an die Universität Tübingen kam Blochmann zu Michaelis 1898 nach. In Rostock wurde sein Nachfolger Oswald Seeliger (1858–1908). In Tübingen verstarb er 1931 im Alter von 73 Jahren.

Blochmann besaß eine Begabung für Morphologie, die sich Hermann Weber unter anderem durch [s]ein wunderbares GedächtnisZitat aus erklärt. Er verfasste ein Werk über die Süßwasserprotozoen und führte Bütschlis Vorlesungen über vergleichende Anatomie weiter.

1925 wurde er Ehrenmitglied des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg..

Schriften

Untersuchungen über den Bau der Brachiopoden (zwei Teile, 1892/1900), doi:10.5962/bhl.title.6814 doi:10.5962/bhl.title.14915 Die mikroskopische Tierwelt des Süßwassers, I: Protozoa (1895), doi:10.5962/bhl.title.3762 Ist die Schutzpockenimpfung mit allen notwendigen Kautelen umgeben? (Tübingen 1904) Die Brachiopoden der schwedischen Südpolarexpedition (Stockholm 1912)

Literatur

Paul Falkenberg: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900

Weblinks

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Zoologe Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock) Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen) Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung) Kategorie:Person (Karlsruhe) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1858 Kategorie:Gestorben 1931 Kategorie:Mann