miniatur|rechts|Kapelle von St. Niklausen (14. Jahrhundert) mini|Kapelle (Innenansicht) mini|St. Niklausen: spätgotische Wandmalereien und barocke Deckenmalereien im Chor mini|St. Niklausen: Decke der Kapelle mit barocken Malereien von Heiligen Der Ort St. Niklausen (früher ZubenKarl Imfeld: Obwaldner Mundartwörterbuch. 2. Auflage. Bildfluss, Altdorf 2020, S. 410.) ist Teil der politischen Gemeinde Kerns im Kanton Obwalden und hat 320 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012). auf der Website der Gemeinde Kerns, abgerufen am 20. August 2012

Lage St. Niklausen liegt etwas oberhalb von Kerns auf am Eingang des grossen Melchtals. Vom Ort aus hat man eine gute Rundsicht über den Sarnersee und in die Obwaldner Berge. Der Jakobsweg und der Bruder-Klausen-Weg führen durch den Ort. Es gibt einen Wanderweg in die direkt angrenzende Ranftschlucht, in die sich der Heilige Niklaus von Flüe zurückgezogen hatte. Die Melchtalerstrasse führt von Kerns her durch St. Niklausen und weiter in das Melchtal bis zur Stöckalp, von wo aus mit einer Gondelbahn und im Sommer über eine einspurige Strasse Melchsee-Frutt erreicht werden kann.

Einrichtungen Die Kapelle von St. Niklausen liegt am Ortsrand etwas höher gelegen. Sie ist eine Filialkirche der Kirchgemeinde Kerns und wurde 1357 erstmals erwähnt. Der freistehende Glockenturm im savoyischen Stil mit einem Pyramidendach ist weithin sichtbar und stammt wie auch der Chor aus der Erbauungszeit um 1350. Die Kapelle wurde zunächst nur als Chorraum mit im Freien stehenden Bänken benutzt und erst vor Ende des 14. Jahrhunderts mit einem Kirchenschiff ergänzt. Der Chor ist mit einem mittelalterlichen Freskenzyklus von 1370 gestaltet, die Walmdecken sind mit ländlicher Barockmalerei von 1704 geschmückt. Die Kapelle wurde 1995 restauriert.Kapelle St. Nikolaus in St. Niklausen Webseite der Architekten Felix Schmid Partner mit Details zur Restaurierung im Jahr 1995 Die Orgel der Kapelle wurde 1950 als Opus 1 vom Orgelbaubetrieb Heinrich Pürro erbaut und 1995 mit einem neuen Gehäuse versehen.

In St. Niklausen befindet sich das Kloster BethanienWebsite des Klosters Bethanien, ein Kloster der Dominikanerinnen. Diese betreiben zusammen mit der Gemeinschaft Chemin Neuf das Gästehaus BethanienWebsite des Gästehauses Bethanien, wo Seminare und Tagungen angeboten werden.

Die Dorfschule nahe bei der Kirche wurde nach einigem Widerstand im Jahr 2008St. Niklausen: Bleibt die Schule doch im Dorf?. Artikel der Neuen Obwaldner Zeitung vom 11. Dezember 2008Die Schule St. Niklausen kann weiterbestehen. Artikel der Neuen Obwaldner Zeitung vom 12. Dezember 2008 im Sommer 2010 geschlossen.Die Schule von St. Niklausen ist nun Geschichte. Artikel der Neuen Obwaldner Zeitung vom 2. Juli 2010

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft In dem Ort gibt es neben landwirtschaftlichen Betrieben unter anderem eine Sägerei, eine Käserei und ein Restaurant mit 13 Gault-Millau-Punkten., Artikel der ONZ Obwalden und Nidwalden Zeitung vom 7. Oktober 2010. Archiviert von der originalen Online-Version am 18. März 2012.

Persönlichkeiten Franz Abart (1769–1863), aus dem Südtirol stammender Bildhauer, lebte und arbeitete in St. Niklausen

Literatur Robert Durrer: Die Kapelle St. Niklausen bei Kerns und ihre mittelalterlichen Wandgemälde. In: Der Geschichtsfreund 52 (1897), S. 307–356. .

Eduard Müller: Die Kapelle St. Niklausen bei Kerns. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. 1996, ISBN 3-85782-588-X. Peter Wagner: Kapelle St. Niklausen (PDF), Kulturgeschichtliche Dokumentation, Oktober 2008.

Einzelnachweise

Kategorie:Kerns Kategorie:Ort im Kanton Obwalden