Ursprung ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Lugau im Erzgebirgskreis.

Geografie Der langgezogene Ort liegt etwa 6 Kilometer südöstlich von Hohenstein-Ernstthal an einer flachen vom Lungwitzbach durchflossenen Bachaue im Erzgebirgischen Becken.

Nachbarorte

Geschichte mini|hochkant|Kirche Ursprung mini|Kirche Ursprung 2017 Bereits 1225 war der Ort als Ourspringen bekannt, vermutlich nach dem Quellgebiet des Lungwitzbaches benannt, das sich in Ursprung befindet.

Obwohl sich das Waldhufendorf im Einzugsbereich des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers befand, nahm es im 19. Jahrhundert nicht wie die südwestlicheren Nachbarorte durch den Steinkohlenbergbau am wirtschaftlichen Wachstum teil. Eine Probebohrung bis 200 m Tiefe der Steinkohlen-Gesellschaft des großen erzgebirgischen Bassins in den Jahren 1846/1847 blieb erfolglos. Ab 1858 führte die Kohlenbahn Wüstenbrand–Lugau durch das Ortsgebiet, eine eigene Bahnstation erhielt Ursprung 1885 mit dem Haltepunkt Ursprung.

Bereits im 16. Jahrhundert ist ein evangelischer Pfarrer in Ursprung nachweisbar. Das alte, fast 250-jährige Kirchengebäude brannte am 23. Oktober 1974 bis auf die Grundmauern nieder. Aus der Sakristei konnte lediglich ein spätgotischer Schnitzaltar von Peter Breuer gerettet werden. Der Wiederaufbau zog sich bis weit in die 1980er hinein.

Am 1. Januar 1999 wurde der Ort mit seinen 612 Einwohnern (Stand 31. Dezember 1998) nach Erlbach-Kirchberg eingemeindet. Durch die Eingliederung der Gemeinde Erlbach-Kirchberg in die Stadt Lugau wurde Ursprung am 1. Januar 2013 ein Ortsteil von Lugau.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerzahlVgl. 1548/51 17 besessene Mann, 9 Häusler und Hausgenossen, 7 Dienstboten, 15 ¾ Hufen1764 17 besessene Mann, 5 Gärtner, 10 Häusler, 15 ¾ Hufen1834 4221871 7521890 637 Jahr Einwohnerzahl1910 8041925 8781939 9091946 10121950 1035 Jahr Einwohnerzahl1964 8371975 7231990 6051998 6122011 6162021 1187

Verkehr Der Bahnhof Ursprung lag an der Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand, die 2003 stillgelegt wurde. Die unter Denkmalschutz stehende Bahnanlage mit Empfangsgebäude und Abort wird seit 2003 vom Verein Haltestelle zu Ursprung museal erhalten.

Literatur

Rolf Schulze: Ursprung: Ortschronik. Erlbach-Kirchberg, 2011.

Weblinks

Einzelnachweise

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