Wolf Petersen (* 4. April 1922 in München; † 1980Josef Hilger: Raumpatrouille: die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion, Schwarzkopf & Schwarzkopf 2000, S. 31.; eigentlich: Wolfgang Kupffender) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben Wolf Petersen war ein Sohn des praktischen Arztes Rudolf Kupffender und der Dorothea Wilhelmine Luise Petersen. Nach dem Abitur besuchte er eine Schauspielschule. Von 1939 bis 1946 folgten Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft. Ab dem Jahr 1947 war er an unterschiedlichen Theatern engagiert.

Wolf Petersen wirkte in verschiedenen Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mit.

Er trat in den 1950er Jahren in vielen Heimatfilmen, wie Die Prinzessin von St. Wolfgang von Harald Reinl mit Marianne Hold, Gerhard Riedmann, Annie Rosar und Joe Stöckel, auf. Zudem war Wolf Petersen auch in den Spielfilmen Ein Lied geht um die Welt aus dem Jahr 1958 von Géza von Bolváry mit Hans Reiser, Theo Lingen und Karl Lieffen und Das schwarze Schaf mit Heinz Rühmann, Lina Carstens, Siegfried Lowitz und Fritz Rasp in der Regie von Helmuth Ashley zu sehen.

In den 1960er Jahren erhielt Wolf Petersen verstärkt Rollen in Fernsehproduktionen wie in dem Durbridge–Mehrteiler Es ist soweitEs ist soweit in Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF Hitparade. Goldmann, München, 2005, S. 343–344, ISBN 978-3-442-30124-9 und den Fernsehserien Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger, Raumpatrouille und Kommissar Brahm. Ab dem Jahr 1970 kamen auch einige Auftritte in Sexfilmen wie Schulmädchen-Report: Was Eltern nicht für möglich halten und Erotik im Beruf – Was jeder Personalchef gern verschweigt hinzu.

Er arbeitete auch als Synchronsprecher, meist für kleine Nebenrollen. So konnte man Wolf Petersen unter anderem in der James–Bond–Parodie Casino Royale und in den Spielfilmen Papillon und Der große Eisenbahnraub als deutsche Stimme hören. Eine seiner wenigen Synchron-Hauptrollen hatte er für Dennis Price in dem Gruselfilm Die Nacht der offenen Särge.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl)

Synchronisation (Auswahl) 1967: Casino Royale 1972: Bill McKay – Der Kandidat 1973: Der junge Löwe 1973: Papillon 1975: 700 Meilen westwärts 1975: Lenny 1975: Funny Lady 1976: Mein Name ist Gator 1977: Network 1977: Ich bin der Größte 1978: Der große Eisenbahnraub

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1283.

Weblinks

Wolf Petersen in der Synchrondatenbank von Arne Kaul mit Filmbild

Einzelnachweise

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