Regierungskonsultationen sind Zusammenkünfte von Regierungen zweier Staaten. Sie haben informierende und beratende Funktion. Neben den Regierungschefs beider Länder sind auch alle weiteren Minister des Kabinetts anwesend. Regierungskonsultationen gelten als Ausdruck einer intensiven Zusammenarbeit zwischen zwei Staaten.
Deutsch-Französische Regierungskonsultationen (1963–2003) Die ersten Regierungskonsultationen mit Frankreich fanden 1963 anlässlich der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages (Élysée-Vertrag) statt. Fortan sollten sich die Kabinette beider Länder halbjährlich treffen. Zum 40. Jahrestag des Élysée-Vertrages 2003 trat schließlich erstmals der deutsch-französische Ministerrat zusammen, der die deutsch-französische Zusammenarbeit auf eine neue Ebene stellen soll, so dass man offiziell nicht mehr von Regierungskonsultationen spricht.
Weitere Regierungskonsultationen
Die Bundesrepublik Deutschland pflegt derzeit mit folgenden Staaten Regierungskonsultationen: +LandSeitZuletztAnzahl2026 in Rom332022 in A Coruña252025 in Berlin1719982012 in Moskau1420112024 in Neu-Delhi720082018 in Jerusalem720112023 in Berlin719982026 in Berlin620122018 in Berlin420132023 in Rotterdam420152026 in Hannover320162016 in Berlin120232023 in Tokio1 Mit den Vereinigten Staaten gab es bisher keine offiziellen Regierungskonsultationen. Erstmals reisten im Juni 2011 aber insgesamt fünf Bundesminister mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in die USA, sodass zumindest von inoffiziellen Regierungskonsultationen die Rede war.
Die mit Russland geplanten Regierungskonsultationen 2014 wurden aufgrund der Ukraine-Krise abgesagt. Das Format blieb seitdem ausgesetzt.
Einzelnachweise
Kategorie:Internationale Politik Kategorie:Exekutive