miniatur|Halle der Kommandeure Das Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges () ist ein Museum über den Zweiten Weltkrieg. Es ist neben dem Zentralmuseum der Russischen Streitkräfte und der Roten Armee, das die Rolle der Armee betont, ein Gedenkort an die Ereignisse und die Personen im gesamten Kriegsgeschehen in Moskau.
Eine Filiale befindet sich mit dem Memorialmuseum deutscher Antifaschisten in Krasnogorsk .
Geschichte Nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich der Bestand des Armeemuseums beträchtlich und es erhielt 1951 den Namen Zentralmuseum der Sowjetarmee. Es enthielt eine ständige Ausstellung zum Großen Vaterländischen Krieg. Baubeginn war am 3. März 1986, Eröffnung am 9. Mai 1995. Architekt war Anatoli Trofimowitsch Poljanski.
Sonderausstellungen 2022
Im Museum eröffnete 2022 die Ausstellung „Gewöhnlicher Nationalsozialismus“,Обыкновенный нацизм, Internetauftritt des Museums, abgerufen am 12. November 2022 welche den Russischen Überfall auf die Ukraine rechtfertigen sollte. Zwei Wochen nach der Eröffnung setzte Großbritannien den Museumsdirektor wegen der Verbreitung von Desinformation auf die Sanktionsliste. Die unabhängige Internetzeitung Meduza berichtete über eine „sehr seltsame“ Ausstellung, welche ohne jede Erklärung eines Zusammenhanges Symbole wie Hakenkreuz und Ukrainische Flagge zusammenführe. Unzählige Videos würden ohne jede erkennbaren örtlichen oder zeitlichen Zusammenhang präsentiert, selbst solche vollkommen irrelevanter Youtubekanäle.На Поклонной горе открылась выставка «Обыкновенный нацизм». В программе — рассказы о зверствах бандеровцев, свастики и сравнение гитлеровской Германии с современной Украиной Мы ознакомились с этой (очень странной) экспозицией, Meduza, 25. Mai 2022; der genannte YouTube-Kanal ist https://www.youtube.com/c/kbunews/videos Die Fortsetzungsausstellung «Gewöhnlicher NATOzismus» zeige laut Eigenangabe die „konsequente aggressive Aktivität des (NATO-)Bündnisses“,Обыкновенный NATOцизм Internetauftritt des Museums, abgerufen am 12. November 2022 die Ausstellung präsentiere laut Beschrieb in der NZZ „in aggressiver Verdrehung der Fakten“ einen angeblichen «Nazismus» Europas und der USA.«Wir können zum Schutz vor den Bomben nicht alle Artefakte aus der Ukraine herausschaffen. Doch auch der Mangel an Strom zerstört die Kunstwerke», NZZ, 11. November 2022
Lage Das Museum steht im Siegespark auf dem Poklonnaja-Hügel. Dort befinden sich auch eine Ausstellung von Fahrzeugen aus dem Krieg und die Gedenksynagoge an die Shoah, die Kirche St. Georg, die Gedenkmoschee, ein Triumphbogen und ein Obelisk.
Ausstellung Im Außengelände des Museums sind in einer Landschaft verschiedene Ausstellungsobjekte zu sehen. Weitere Exponate finden sich im Innenbereich. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit:
Geschütze
TM-1-180 Eisenbahngeschütz 76-mm-Gebirgsgeschütz M1938 120-mm-Mörser M1938 122-mm-Kanone M1931 (A-19) (2×) 122-mm-Haubitze M1938 152-mm-Kanone M1935 (Br-2) 152-mm-Haubitze M1943 160-mm-Mörser M1943 203-mm-Haubitze B-4M 37-mm-Flugabwehrkanone M1939 (61-K) 45-mm-Panzerabwehrkanone M1937 (53-K) 42-mm-Panzerabwehrkanone M1942 76-mm-Regimentskanone M1927 76-mm-Regimentskanone M1943 (OB-25) BM-13 Katyusha Type 88 75-mm-Flugabwehrkanone (JP) Type 90 75-mm-Feldkanone 1930 (JP) Type 94 75-mm-Feldkanone 1934 (JP) 57-mm-Panzerabwehrkanone ZIS-2 76-mm-Panzerabwehrkanone ZIS-3 45-mm-Panzerabwehrkanone M1937
Fahrzeuge
T-18 (MS-1) ohne Fahrwerk T-26 Modell 1931 T-26 Modell 1933 BT-7 Modell 1937 T-34 Modell 1941 T-34 Modell 1942 T-34-85 Modell 1944 T-44 KV-1S IS-2 IS-3 T-46 Prototyp ohne Fahrwerk T-55A T-60 T-64 BV T-70 T-72 SU-100 (2×) Matilda II (GB) Sherman M4 A2 (US) Pz.Kpfw. III Ausf. J (D) Pz.Kpfw. III Ausf. L Wrack (D) Pz.Kpfw. IV Ausf. F (D) Pz.Kpfw. 38 (t) Ausf. F (D) Panzerjäger 38 Ausf. M „Marder III“ (D) Sturmgeschütz III (D) OT-810 als Sd.Kfz. 251 (CZ) Type 2 Ka-Mi (JP) Type 4 Ke-Nu (JP) Type 95 Ha-Go (JP) Type 97 Chi-Ha (JP) Type 97 Shinhoto (JP) GAZ M1 Stabwagen Unic-Kegresse P-107 (FR)
Flugzeuge
MIG-15 MIG-17 MIG-21 Sukhoi Su-2 Sukhoi SU-17 JU-88 (Cockpit-Sektion) (D) LaGG-3 YAK-3 Iljuschin Il-2 Iljuschin Il-4 Nakajima Ki-43 (JP) Kochyerigin DI-6 Me Bf-109 (Replika) (D) Me Bf-110 (Heck-Sektion) (D) Bell P-63 Kingcobra (US) Hawker Hurricane IIB (GB) Polikarpow I-15 Polikarpow I-16 Kamov Ka-25 PL Kamov Ka-25 PLO Kamov Ka-26 Mil Mi-24D Mil Mi-8T Mil Mi-24
Sonstiges
Suchscheinwerfer 3-15-4B M1939 Turm des U-Bootes L-3 Lazarett-Eisenbahnwaggon Gedeckter Güterwagen Flachwagen (Eisenbahn) Lokomotive Typ 680-96 Panzerzug Schienenwolf (Bauart?) Reste einer gesprengten Brücke Torpedo 53-39 Patroulienboot Project 1204 (Shmel class) Torpedoboot Project 123 bis U-Boot-Schiffsschraube
Siehe auch Russisches Forschungs- und Bildungszentrum „Holocaust“
Literatur Alla Andrejeuma Prusakowa: Das Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges in Moskau. In: Hans-Martin Hinz (Hrsg.): Der Krieg und seine Museen. Für das Deutsche Historische Museum, Campus, Frankfurt am Main u. a. 1997, ISBN 3-593-35838-7, S. 73 ff.
Weblinks
Homepage (in Russisch) Fotografien (insbesondere der Dioramen; Text in Engl., Links) Museum of the Great Patriotic War bei Google Cultural Institute
Einzelnachweise
Grosser Vaterlaendisch Kategorie:Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Russland Kategorie:Museum über den Zweiten Weltkrieg Kategorie:Militärmuseum in Russland Kategorie:Westlicher Verwaltungsbezirk (Moskau) Kategorie:Erbaut 1995 Kategorie:Museumsgründung 1995