mini|hochkant|Kirche St. Oswald
Ehringen ist ein Gemeindeteil des Marktes Wallerstein im Landkreis Donau-Ries (Regierungsbezirk Schwaben, Bayern). Die Gemarkung Ehringen hat eine Fläche von 4,971 km². Sie ist in 953 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5216,39 m² haben.
Geographie Das Kirchdorf liegt auf freier Flur am Goldbach(graben), ein linker Zufluss der Eger. Eine Gemeindeverbindungsstraßen führt zu einem Kreisverkehr der Bundesstraße 25 (0,8 km südlich) bzw. nach Wallerstein (1 km nördlich).
Geschichte Die erste urkundliche Nennung Ehringens datiert aus dem Jahre 1140 im Zusammenhang mit dem damals im Ort ansässigen Rittergeschlecht der Herren von Ehringen, die später Erbschenken der Grafen von Oettingen wurden. Ende des 13. Jahrhunderts zogen sie auf die Burg Stein bei Bopfingen, nach der sie sich später „Schenken von Schenkenstein“ nannten.
Um 1300 erwarb das Kloster Kirchheim durch drei Ankäufe den größten Grundbesitz im Ort einschließlich der Dorfherrschaft. Weitere Grundherren am Ort waren u. a. das Kloster Kaisheim, Stipendiatenpflege und Spital Nördlingen sowie das Kloster Heilsbronn (bzw. nach dessen Auflösung die Markgrafen von Ansbach).Manfred Maletzke, Ehringen wie es war und wie es ist, S. 20–21.
Mit der Säkularisation fielen 1803 die kirchheimischen Anwesen und die Dorfherrschaft über Ehringen an die Fürsten von Oettingen-Wallerstein. Seitdem das Fürstentum Oettingen-Wallerstein seinerseits 1806 mediatisiert wurde, gehört Ehringen zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt der Steuerdistrikt Ehringen. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die Ruralgemeinde Ehringen gebildet. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Wallerstein.
Am 1. Januar 1972 wurde Ehringen nach Wallerstein eingemeindet. Die ehemals selbstständige Gemeinde Ehringen führte ein Wappen. Im Jahre 1988 zählte Ehringen 375 Einwohner.
Baudenkmäler In Ehringen gibt es zwei Baudenkmäler: Im Oberdorf 2: Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Oswald mit Friedhof und Friedhofsmauer Im Oberdorf 5: Stadel
Bodendenkmäler In der Gemarkung Ehringen gibt es 14 Bodendenkmäler.
Religion Kirchlich stand Ehringen ursprünglich im Pfarrverband mit Nördlingen. Nach Einführung der Reformation wurde Ehringen 1566 eine Filiale von Benzenzimmern. 1822 wurde die bis heute bestehende evangelische Kirchengemeinde Ehringen-Wallerstein gegründet.; Manfred Maletzke, Ehringen wie es war und wie es ist, S. 119.
Söhne des Ortes Melchior Meyr (1810–1871), Dichter und Philosoph
Literatur Manfred Maletzke: Ehringen wie es war und wie es ist. Eine Dorfgeschichte. Wallerstein 1988
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Wallerstein Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Donau-Ries) Kategorie:Ersterwähnung 1140 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries