Jack Hamesh (* mutmaßlich 19. März 1920Ingeborg Bachmann: Kriegstagebuch: Mit Briefen von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3 518-73080-5, auf books.google.de , geboren als Jakob Marasch oder Chamischmutmaßlich auch als Jakob FünferKonstanze Fliedl: A Farewell to Words. Zu den englischen Übersetzungen von Ingeborg Bachmanns Abschied von England. In: Vesna Kondrič Horvat et al.: Literarische Freiräume. Festschrift für Neva Šlibar. Znanstvena zalôzba Filosofske fakultete Univerze v Ljubljani, Ljubljana 2019 (= Slovenske Germanistične študije 15), S. 195–215, auf ebooks.uni-lj.si ) war ein Jude aus Wien, mit dem Ingeborg Bachmann eine Beziehung führte.
Jack Hamesh war im Jahr 1938 mit einem Transport jüdischer Kinder gerade noch rechtzeitig nach England entkommen, doch seine Eltern und andere Verwandte entgingen nicht der Deportation und wurden im Holocaust ermordet.
1945 kehrte Hamesh als Angehöriger der britischen Truppen (in der Field Security Section der Achten Britischen ArmeeKonstanze Fliedl: A Farewell to Words. Zu den englischen Übersetzungen von Ingeborg Bachmanns Abschied von England. In: Vesna Kondrič Horvat et al.: Literarische Freiräume. Festschrift für Neva Šlibar. Znanstvena zalôzba Filosofske fakultete Univerze v Ljubljani, Ljubljana 2019 (= Slovenske Germanistične študije 15), S. 195–215, auf ebooks.uni-lj.si hier S. 195) nach Österreich zurück, wo er die junge Ingeborg Bachmann zu ihrer politischen Vergangenheit – u. a. beim BDM – befragte. Er wurde aufgrund seiner Belesenheit und seiner Literaturkenntnisse zu ihrer ersten großen Liebe, worüber sie später im zweiten Teil ihres Kriegstagebuches berichtete. https://diepresse.com/home/spectrum/literatur/560465/Ich-bin-ganz-rot-geworden https://www.welt.de/welt_print/kultur/literatur/article7220460/Der-Soldat-und-das-Maedchen.html Auch Hamesh hatte sich in Bachmann verliebt. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1186739/ https://derstandard.at/1271376023457/Ingeborg-Bachmann-Weiterlesen-auch-wenn-die-Bomben-fallen
Er war zunächst marxistisch orientiert, wandelte sich aber zum Zionisten und ging im Frühjahr 1946 nach Palästina. Von dort aus schrieb er Bachmann Briefe, die zusammen mit dem Kriegstagebuch veröffentlicht worden sind. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/ingeborg-bachmann-kriegstagebuch-mit-briefen-von-jack-hamesh-an-ingeborg-bachmann-der-schoenste-sommer-meines-lebens-1971822.html Der letzte Brief von Hamesh ist auf den 16. Juli 1947 datiert. Whatever Happened to Jack Hamesh? The Arty Semite vom 17. Juni 2008. Obwohl eine Suchmeldung in einer deutschsprachigen israelischen Zeitschrift bereits vor längerer Zeit geschaltet wurde, hat sich Hamesh weder gemeldet, noch konnte er ausfindig gemacht werden. Auch eine Suche mit Unterstützung von Douglas E. Goldman vom Jewish Genealogy Center führte zu keinem Ergebnis.
Literatur Hans Höller (Hrsg.), Ingeborg Bachmann. Kriegstagebuch. Mit Briefen von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann, Berlin, suhrkamp 2010.
Weblinks Gesammelte Rezensionen zum Kriegstagebuch (Ingeborg Bachmann-Forum)
Einzelnachweise
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