Der Aftokinitodromos 23 ( für Autobahn 23) ist eine griechische Autobahn, welche die Autobahn 2 „Egnatia Odos“ östlich von Komotini am griechischen Grenzdorf Nimfea (gr. Νυμφαία) vorbei mit der bulgarischen Grenze auf dem Makazapass verbindet. Sie hat eine Gesamtlänge von 23 Kilometern, davon entstanden 19 Kilometer als Neubau und 4 Kilometer durch Sanierung vorhandener Infrastruktur., Präsentation der A23 auf der Webpräsenz des Konstrukteurs Egnatia Odos S.A. (englisch) Die A23 ist der vorletzte Streckenabschnitt des Paneuropäischen Verkehrskorridors IX, der Helsinki mit Alexandroupoli verbindet.
Die A23 ist durchgehend mit Autobahnquerschnitt geplant, aber zunächst nur bis zur Kreuzung mit der Nationalstraße 2 mit zwei Richtungsfahrbahnen erbaut. Von dort bis zur Grenze ist die Straße vorerst lediglich mit einer Fahrbahn ausgeführt als weitgehend kreuzungsfreie Kraftfahrstraße. Sie ist hier zweistreifig (3,50 m pro Fahrstreifen, abschnittsweise mit 2 m Standstreifen) und im oberen Verlauf dreistreifig ausgebaut mit dann 2 Fahrstreifen für die bergauf führende Richtung. Der gute Ausbauzustand und die 5 Tunnel mit 210 bis 520 Metern Länge vor Erreichen des Bergkammes (Tihero, Katerina, Nimfea, Solomontas, Frouros) verkürzen die Bergstrecke von der griechischen Ägäis, z. B. den touristischen Orten Kavala, Keramoti und Insel Thassos bis Plovdiv sowie weiter nach Nordbulgarien (Kasanlak, Gabrovo, Weliko Tarnowo) sowie Richtung Donau und Bukarest um ca. 2 Stunden Fahrt. Langfristig soll zur Kapazitätserhöhung die zweite Richtungsfahrbahn gebaut werden, spätestens wenn die bulgarische Awtomagistrala A7 die Grenze erreicht.
2013 wurde der neue Grenzübergang Makaza–Nimfea eingeweiht. Über diesen verbindet nunmehr die bulgarische Nationalstraße 5 – als sog. „vertikale Achse der Rhodopen“ (κάθετος άξονας Ροδόπης) – die bulgarische Autobahnen Trakija (A1) und Mariza (A4) sowie die bulgarische Stadt Kardschali im weiteren Verlauf über die A23 mit Komotini, der Hauptstadt der griechischen Verwaltungsregion Ostmakedonien und Thrakien, sowie der Egnatia-Odos-Autobahn (A2) als Teil der Europastraße 90 (E90).
mini|Verlauf des südlichen Teiles des Paneuropäischen Verkehrskorridors IX mit der griechischen A23 als vorletztem Abschnitt Die ab 2007 gebaute Autobahn 23, die ursprünglich 2010, dann 2013 eröffnet werden sollte, wurde nach weiteren Verzögerungen erst im Frühling 2017 ab Km 0 (Autobahndreieck Komotini Ost) bis Km 23 (Grenzübergang Makaza–Nimfea) vollständig dem Verkehr übergeben. Die Kosten für das Projekt waren ursprünglich mit 88,5 Millionen Euro kalkuliert worden In: ypodomes.com. 12. September 2012, abgerufen am 18. August 2026 (griechisch)., über die tatsächlichen Baukosten ist öffentlich nichts bekannt.
Die A23 ist nicht mautpflichtig, die weiterführende A2 allerdings schon (Stand August 2025).
Vorkommnisse Im Frühsommer 2026 musste auf Höhe des Dorfes Tychiro bei Streckenkilometer 8 aufgrund von erneuten Fahrbahnabsenkungen auf rund 250 Metern Länge eine Notfallumleitung über die parallel verlaufende Nebenstraße gebaut werden.
Weblinks Verlauf der A23 bei Motorways–Exits
Einzelnachweise
23 Kategorie:Verkehr (Ostmakedonien und Thrakien) Aftokinitodromos 023