Andreas Schlittmeier (* 28. Mai 1920 in Landshut, Bayern; † 2. November 2000 ebenda) war ein deutscher Politiker (SPD).
Andreas Schlittmeier, Sohn von Therese Schlittmeier, geborener Schie, und des Schlossers Andreas Schlittmeier, besuchte die Volks- und Berufsschule, machte eine Schlosserlehre mit Gehilfenprüfung und wurde als Telefon-Werkstättenarbeiter tätig. Von 1940 bis 1945 war er im Kriegsdienst als Flugzeugführer beschäftigt und wurde verwundet. 1945 wurde er Expedient, 1946 selbstständiger Kaufmann. Nach seiner Kaufmannsgehilfenprüfung und dem Begabtenabitur studierte er Staatswissenschaften bzw. Volkswirtschaft an der Universität München und wurde dort 1959 Diplom-Volkswirt. 1962 wurde er zum Dr. oec. publ. promoviert.
Im Jahr 1946 wurde Schlittmeier Mitglied der SPD, bei der er verschiedene Vorstandsfunktionen innehatte. Ab 1948 war er Mitglied im Stadtrat von Landshut und dort 20 Jahre lang Fraktionsvorsitzender. Von 1960 bis 1972 war er 2. Bürgermeister. Von 1954 bis 1970 war er Mitglied und zwölf Jahre lang als Bezirksrat SPD-Fraktionsvorsitzender im Bezirkstag von Niederbayern. Von 1966 bis 1986 war er Mitglied des Bayerischen Landtags.
Er wirkte als Vorstandsratsmitglied unter anderem (ab 1965) des Bayerischen Landessportverbandes.
Andreas Schlittmeier war ab 1953 verheiratet mit Emmy Schlittmeier, geborener Lohr, sammelte Briefmarken, sprach schwedisch und hatte eine Tochter (Helga).
Ehrungen 1970: Bundesverdienstkreuz 1976: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland 1988: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland Bayerischer Verdienstorden
Literatur Schlittmeier, Andreas. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1082.
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