Christian Alexander Dissinger (* 15. November 1991 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher Handballspieler. Der 2,03 Meter große Rechtshänder spielt auf Rückraum links und steht seit 2026 beim kuwaitischen Verein Kazma SC unter Vertrag. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er 2016 Europameister und gewann im selben Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Bronzemedaille. Mit Vardar Skopje gewann er 2019 die EHF Champions League.
Karriere Verein Das Handballspielen erlernte er bei der TSG Friesenheim, dort durchlief er alle Jugendmannschaften und debütierte als 17-Jähriger in der Zweitligamannschaft, mit der ihm 2010 den Erstligaaufstieg gelang. In der Rückrunde 2009/2010 spielte er mit Doppelspielrecht für die SG Kronau/Östringen. Dissinger stieg mit der TSG Lu.-Friesenheim aus der 2. Bundesliga in die Bundesliga 2010 auf.
Zu Beginn der Saison 2011/12 wechselte er zu den Kadetten Schaffhausen.NZZ: Feinschliff für Nachwuchstalent Mit den Kadetten gewann er 2012 die Schweizer Meisterschaft. Im Oktober 2011 erlitt er beim Champions-League-Spiel gegen Barcelona einen Kreuzbandriss; am 22. September 2012 gab er nach 351 Tagen Zwangspause gegen den HC Kriens-Luzern sein Comeback.
Im Juni 2013 unterschrieb Dissinger einen Dreijahresvertrag bei Atlético Madrid,bild.de: Christian Dissinger wechselt zu Atlético Madrid obwohl er sich im April 2013 seinen zweiten Kreuzbandriss zugezogen hatte.www.handball-world.com Christian Dissinger schwer verletzt: Erneut das Kreuzband, diesmal rechts vom 16. April 2013, abgerufen am 21. April 2014 Auf Grund der Insolvenz von Atlético Madrid war Dissinger zunächst vereinslos. Seit 15. Januar 2014 trainierte Dissinger beim Bundesligisten TuS N-Lübbecke und gab am 21. April 2014 sein Comeback beim Spiel bei Frisch Auf Göppingen. Im Juni 2014 unterschrieb er einen Vertrag bis Sommer 2016.
Am 29. April 2015 gab der deutsche Rekordmeister THW Kiel bekannt, Christian Dissinger zur Saison 2015/16 zu verpflichten. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2017 in Kiel, der im Januar 2016 um drei Jahre bis 2020 verlängert wurde.thw-handball.de: Nationalspieler Christian Dissinger bleibt bis 2020. vom 14. Januar 2016, abgerufen am 29. August 2019
Nachdem Dissinger und der THW Kiel seinen Vertrag im Oktober 2018 aufgelöst hatten,thw-handball.de: Christian Dissinger und der THW Kiel lösen Vertrag auf vom 8. Oktober 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018 schloss er sich dem mazedonischen Verein RK Vardar Skopje an,kn-online.de: Dissinger wechselt zu Vardar Skopje vom 11. Oktober 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018 mit dem er 2019 die EHF Champions League sowie die nordmazedonische Meisterschaft gewann.handball-world.news: Christian Dissinger holt mit Vardar Skopje den Sieg in der EHF Champions League vom 2. Juni 2019, abgerufen am 2. Juni 2019rkvardar.mk: Вардар и теоретски ја потврди титулата vom 21. Mai 2019, abgerufen am 3. Juni 2019 Im Sommer 2021 wechselte er zum rumänischen Erstligisten Dinamo Bukarest.handball-world.news: Nationalspieler Christian Dissinger wechselt nach Rumänien vom 18. Mai 2021, abgerufen am 18. Mai 2021 Ab März 2023 stand er beim katarischen Verein al-Duhail SC unter Vertrag.handball-world.news: Christian Dissinger wechselt nach Katar vom 14. März 2023, abgerufen am 14. März 2023 Mit al-Duhail SC gewann er 2023 die katarische Meisterschaft.handball-world.news: Katar: Christian Dissinger wirft Al Duhail zur Meisterschaft vom 12. Mai 2023, abgerufen am 12. Mai 2023 Im Oktober 2023 schloss er sich dem ungarischen Erstligisten PLER-Budapest an,handball-world.news: Christian Dissinger findet neuen Verein vom 18. Oktober 2023, abgerufen am 18. Oktober 2023 den er Anfang Januar 2024 wieder verließ. Anschließend schloss er sich dem Ligakonkurrenten Tatabánya KC an. Nachdem Dissinger ab dem Sommer 2025 vereinslos war, unterschrieb er im November 2025 einen Vertrag beim ungarischen Verein Győri ETO-UNI FKC.
Dissinger schloss sich im Sommer 2026 dem kuwaitischen Verein Kazma SC an.
Nationalmannschaft Dissinger bestritt mehr als 30 Länderspiele für die deutsche Juniorennationalmannschaft. Mit der deutschen Auswahl gewann er 2011 die Junioren-Weltmeisterschaft in Griechenland. Die Internationale Handballföderation zeichnete ihn als wertvollsten Spieler (MVP) und besten linken Rückraumspieler des Turniers aus.
Seit Oktober 2011 gehörte Christian Dissinger zum erweiterten Kader der deutschen A-Nationalmannschaft. Nach seiner Verletzung (Oktober 2011 bis September 2012) wurde er erstmals zu den Länderspielen im März 2013 gegen die Schweiz aufgeboten und gab am 9. März 2013 in Wetzlar gegen die Schweiz sein Debüt. Bei der Europameisterschaft 2016 erlitt er im vorletzten Hauptrundenspiel gegen Russland, bei dem er sieben Tore warf, eine Adduktorenverletzung, und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Die Mannschaft gewann am 31. Januar 2016 gegen Spanien den Titel. Dissinger wurde für den Gewinn der Europameisterschaft mit der Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet., abgerufen am 22. Oktober 2018
Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann er mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille. Dafür wurde er am 1. November 2016 von Bundespräsident Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes Bundespräsidialamt, 1. November 2016.
Saisonbilanzen Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore International Spiele Tore 2008/09 TSG Friesenheim 2. BL Süd 2 1 0 1 2009/10 TSG Friesenheim 2. BL Süd 30 23 0 23 2010/11 TSG Friesenheim Bundesliga 25 65 0 65 2011/12 Kadetten Schaffhausen NLA 4 18 1 17 EHF CL 2 7 2012/13 Kadetten Schaffhausen NLA 19 94 2 92 EHF CL 10 43 2013/14 TuS N-Lübbecke Bundesliga 5 3 0 3 2014/15 TuS N-Lübbecke Bundesliga 29 71 0 71 2015/16 THW Kiel Bundesliga 25 95 0 95 EHF CL 14 43 2016/17 THW Kiel Bundesliga 19 23 0 23 EHF CL 9 8 2017/18 THW Kiel Bundesliga 30 28 0 28 EHF CL 17 22 2018/19 THW Kiel Bundesliga 5 0 0 0 2018/19 RK Vardar Super Liga EHF CL 11 27 2019/20 RK Vardar Super Liga EHF CL 8 10 2020/21 RK Vardar Super Liga EHF CL 11 23 2021/22 Dinamo Bukarest Liga Națională EHF CL 14 18 2022/23 Dinamo Bukarest Liga Națională 2023/24 PLER-Budapest NB 1 6 36 0 36 2023/24 Tatabánya KC NB 1 12 31 0 31 2024/25 Tatabánya KC NB 1 26 66 0 66 EHF EL 10 28 gesamt > 237 > 554 ≥ 3 > 551 gesamt 106 229
Erfolge Nationalmannschaft: Teilnahme an der Junioren-EM 2010 Junioren-Weltmeister bei der Junioren-WM 2011 All-Star Team bei der Junioren-WM 2011 (bester Rückraumspieler links) MVP der Junioren-WM 2011 Europameister 2016 Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2016 TSG Friesenheim: 2010 Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga Vizedeutscher Meister A-Jugend 2010 Kadetten Schaffhausen: Schweizer Meister 2011/12 Schweizer Supercup-Sieger 2011 und 2012 THW Kiel: 2015 Supercup-Sieger 2017 DHB-Pokalsieger RK Vardar: SEHA-Liga 2018/19 EHF Champions League 2019 Nordmazedonischer Meister 2018/19, 2020/21 Nordmazedonischer Pokalsieger 2020/21 Dinamo Bukarest: Rumänischer Meister 2021/22 Rumänischer Pokalsieger 2021/22 al-Duhail SC Katarischer Meister 2022/23
Weblinks
Spielerportrait beim THW Kiel
Literatur
Einzelnachweise
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