mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Tiergarten
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Tiergarten beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Tiergarten mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Im Ortsteil Tiergarten lassen sich vier Gebiete deutlich voneinander abgrenzen: Das Regierungsviertel mit dem Spreebogenpark, begrenzt durch die Spree im Norden und den Straßenzug John-Foster-Dulles-Allee – Scheidemannstraße im Süden. südlich davon der Große Tiergarten bis zum Straßenzug Lennéstraße – Tiergartenstraße – Thomas-Dehler-Straße sowie dem Zoologischen Garten. zwischen Tiergartenstraße und Landwehrkanal das Tiergartenviertel mit zahlreichen Botschaften im Botschaftsviertel, dem Kulturforum und daran anschließend das Gebiet um den Potsdamer Platz. südlich des Landwehrkanals bis zur Kurfürstenstraße schließlich Tiergarten-Süd als Wohn- und Geschäftsgegend.
Tiergarten hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10117, 10557, 10785, 10787 und 10963.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen Bild Alte Potsdamer Straße ()300Potsdam, Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburgstyle="text-align:right;" Verbindung von Potsdamer Platz und Marlene-Dietrich-Platz. Für den Bau des Hauses Potsdamer Straße der Staatsbibliothek zu Berlin wurde 1967 die Potsdamer Straße Richtung Potsdamer Brücke in Verlängerung der Leipziger Straße auf eine neue Trasse geführt. Am Marlene-Dietrich-Platz, dem südwestlichen Ende des alten Verlaufs, entstand in den 1990er Jahren das Theater am Potsdamer Platz. Am Weinhaus Huth (Alte Potsdamer Straße 5, bis 1937: Potsdamer Straße 139) befindet sich eine Gedenktafel für die Brüder Grimm, die gegenüber in der Linkstraße 7 wohnten.Peter Brock (Hrsg.): Berliner Straßen neu entdeckt. 33 Streifzüge durch die Hauptstadt. Jaron Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89773-114-2, S. 15–20: Ein Kiez für Besucher. Das 1912 fertiggestellte Gebäude steht unter Denkmalschutz.140px|Alte Potsdamer Straße Altonaer Straße ()400(im Ortsteil)Altona an der Elbe, bis 1938 selbstständige Stadt, seitdem westlichster der Bezirke in Hamburgstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft durch den Tiergarten vom Großen Stern bis zur Hansabrücke.
Historisch gesehen entstand die Straße in zwei Teilen. Der erste Teil entstand als einem von acht Strahlen des um 1700 erbauten Großen Sterns. Kurz hinter dem heutigen „Eternit-Haus“ knickte er nach Norden ab und führte zur Spree. Erst nach 1802 wurde eine Brücke gebaut, die Straße erhielt den Namen Brückenallee.
Der zweite Teil entstand um 1870, zunächst als Straße 1, Abt. V des Bebauungsplans. Am Knick der Brückenallee zweigte sie geradeaus die Altonaer Straße ab, heute gehört dieser Teil zum Ortsteil Hansaviertel. Seit dem 8. März 1935 heißt auch dieser Teil Altonaer Straße.
Die verbleibende Brückenallee wurde nach 1955 abgebaut. An ihrer Stelle verläuft heute ein namenloser Fußweg, der zum Hanseatenweg führt. Am Karlsbad ()390 Prinz Friedrich Carl Alexander von Preußen (1801–1883), Sohn von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luisestyle="text-align:right;" Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließ der aus Böhmen stammende Kaufmann Chmelik hier ein erstes Bad in einem gesonderten Gebäude errichten. Die sich daraus und darum entwickelnde Straßenanlage bekam 1828 auf Veranlassung des Königs Friedrich Wilhelm III. den Namen Karlsbad nach seinem Sohn Carl von Preußen. Bald entstanden entlang des neuen Verkehrsweges Wohngebäude, unter anderem eines vom Baurat Wilhelm Stier (Parzelle Nr. 11), eines vom Maler Karl Begas, eines vom Geheimen Regierungsrat Baron von Stein-Kochberg sowie ein weiteres des Regierungsrats von Schleinitz (Parzelle Nr. 2). Während der Märzrevolution 1848 fand hier der Prinz von Preußen mit seiner Frau kurzzeitig Unterschlupf, bevor er nach Spandau in Sicherheit gebracht werden konnte. – Alle genannten Bauten sind während der folgenden Bebauung des Straßenzuges noch im 19. Jahrhundert abgebrochen worden, zuletzt um 1880 das Mielenzsche Restaurant.Karlsbad in Berlin (rechte Spalte), in: Berliner Volkszeitung, 20. August 1905. Die Straße verband die Potsdamer Straße mit der Flottwellstraße, sie verläuft als südliche Begrenzung des Parks Am Karlsbad. Der nach Südwesten abknickende Straßenabschnitt zwischen Am Karlsbad und Bissingzeile erhielt am 3. Oktober 1968 ebenfalls diesen Namen. Ein Teil der Straße wurde am 2. Oktober 1969 eingezogen. Hier befinden sich das Gebäude der Feuersozietät Berlin, das Haus des Gewerkschaftsbunds der Angestellten von 1927 (siehe Bild) sowie das Afrikahaus von 1911.140px|Am Karlsbad Gewerkschaftshaus des Gewerkschaftsbunds der Angestellten Am Park ()180 Lage am Henriette-Herz-Park im Lenné-Dreieckstyle="text-align:right;" Der Fußweg verläuft zwischen Lennéstraße und Potsdamer Platz am Henriette-Herz-Park. Er entstand im Rahmen der Errichtung des Beisheim-Centers.140px|Bahn-Tower am Park Anita-Augspurg-Straße ()430Anita Augspurg (1857–1943), erste deutsche promovierte Juristin, Aktivistin der Frauenbewegungstyle="text-align:right;" Umbenennung von öffentlichem Straßenland. In: Amtsblatt für Berlin, 13. Februar 2026, S. 432; online. Vorherige Namen waren verlängerte Bendlerstraße (Mitte 19. Jh. bis 1872), Magdeburger Straße (1872–1935), Kluckstraße (1935–2026). Sie verläuft vom Schöneberger Ufer zur Pohlstraße und endet dort als Anliegerstraße. Das Jugendgästehaus von Georg Heinrichs ist ein Baudenkmal, ebenso das Mietshaus Nr. 36 von 1889.140px|Jugendherberge in der Anita-Augspurg-StraßeAnnemarie-Renger-Straße ()150 Annemarie Renger (1919–2008), Politikerin (SPD), Bundestagspräsidentin und -vizepräsidentinstyle="text-align:right;" Annemarie-Renger-Straße und neue Freiflächen im inneren Spreebogen feierlich übergeben. Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, 15. Oktober 2020.Die Straße im Regierungsviertel verbindet in Nord-Süd-Richtung die Otto-von-Bismarck-Allee mit der Paul-Löbe-Allee.140px|Annemarie-Renger-Straße Auguste-Hauschner-Straße ()180Auguste Hauschner (1850–1924), deutsch-jüdische Schriftstellerinstyle="text-align:right;" Die auf dem Lenné-Dreieck liegende Straße führt von der Lennéstraße zum Potsdamer Platz und wird durch den Inge-Beisheim-Platz geteilt. Sie entstand im Rahmen der Errichtung des Beisheim-Centers.140x140px|zentriert|Auguste-Hauschner-Straße Bellevue-Ufer ()440Bellevue (frz. ‚Schöne Aussicht‘), seit dem Barock beliebter Name von Lustschlössern, hier auf das Schloss Bellevue bezogenstyle="text-align:right;" Der Fußweg führt von der Lutherbrücke an der Spree entlang zum Bahnhof Bellevue an der Hinterseite des Schlossparks Bellevue.140px|Bellevue-Ufer Bellevuestraße ()280Bellevue (frz. ‚Schöne Aussicht‘), seit dem Barock beliebter Name von Lustschlössern, hier auf das Schloss Bellevue bezogenstyle="text-align:right;" Die Straße verläuft zwischen Lennéstraße und Potsdamer Platz am Henriette-Herz-Park. Vom 18. Jahrhundert bis 1831 hieß sie Thiergartenweg. Im Haus Nr. 15, dem ehemaligen Wilhelms-Gymnasium, war ab 1935 der Volksgerichtshof untergebracht. Das Gebäude wurde bei dem schweren Luftangriff vom 3. Februar 1945 der USAAF getroffen; dabei kam der Volksgerichtshofpräsident Roland Freisler ums Leben. Die Ruine wurde in den 1950er-Jahren abgerissen. In Nr. 16–18a war das Grand Hotel Esplanade beheimatet, in den 1920er Jahren Inbegriff des Mondänen. 1907–1908 erbaut, logierten dort Stars wie Chaplin oder Greta Garbo. Im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört, blieben nur einige Räume als Torso übrig, die in der Brache am Potsdamer Platz noch standen und für Filmaufnahmen dienten. Nach der Wende wurden sie in das Sony Center einbezogen, mit dem große Teile der früheren Straße überbaut wurden. Nur an der Rückseite blieb ein kleiner Teil erhalten. In Nr. 5 wohnte bis zu seinem Tod der Porträtmaler Gustav Richter (1823–1884) mit seiner Frau Cornelie, geb. Meyerbeer (1842–1922), und vier Söhnen. Nr. 10, Eckhaus zur Lennéstraße, bewohnte ab 1864 Julius, Bruder Hermann Gersons (1813–1861), der die größte Damenkonfektion Deutschlands sowie das erste Kaufhaus aufgebaut hatte und Lieferant mehrerer Königshäuser war.140x140px|zentriert|Beisheim-Center Ben-Gurion-Straße ()790David Ben-Gurion(1886–1973) israelischer Premierministerstyle="text-align:right;" Sie ist der südliche Teil der ehemaligen Entlastungsstraße. Die feierliche Enthüllung des Straßenschildes wurde am 1. Juni 2005 vom israelischen Staatspräsidenten Mosche Katzav vorgenommen.140px|Sony-Gebäude Ben-Gurion-Straße Berliner Freiheit ()80erinnert an die Wende in der DDRstyle="text-align:right;" Die im früheren Grenzgelände auf dem Gebiet des Beisheim-Centers liegende Privatstraße führt von der Straße Am Park zum Inge-Beisheim-Platz. Sie entstand im Rahmen der Errichtung des Beisheim-Centers.140x140px|zentriert|Berliner Freiheit Bettina-von-Arnim-Ufer ()370Bettina von Arnim(1785–1859), Schriftstellerin und bedeutende Vertreterin der deutschen Romantikstyle="text-align:right;" Die vorherigen Namen einzelner Abschnitte waren Kronprinzenufer (1871–1978),Kronprinzenufer auf Luise-berline (Berliner Stadtgeschichte eins, zwei, drei) Richard-Wagner-Straße (1889–1934) und Schlieffenufer (1934–1991). Es handelt sich um einen Fußweg zwischen John-Foster-Dulles-Allee und dem Haus der Kulturen der Welt. Ein Teil des Schlieffenufers wurde bereits 1959 umbenannt; 1991 erhielt der restliche Teil seinen neuen Namen. Der Abschnitt zwischen dem Haus der Kulturen der Welt und der Moltkebrücke wurde beim Bau des Bundeskanzleramtes überbaut und am 6. April 2002 eingezogen.140px|Bettina-von-Arnim-Ufer Bissingzeile ()360Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing (1844–1917), königlich preußischer Generaloberst und Generalgouverneur von Belgien (1914–1917)style="text-align:right;" Die Straße verläuft L-förmig von der Potsdamer Straße zur Lützowstraße. Sie entstand etwa 1896 und hieß zunächst inoffiziell Potsdamer Privatstraße. Am 7. November 1936 erhielt sie offiziell den Namen Bissingzeile. Am 8. November 1955 wurde sie als noch unfertige Straße in eine öffentliche Straße umgewandelt.140px|Bissingzeile Brüder-Grimm-Gasse ()70Brüder Grimm, Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm(1786–1859), Sprachwissenschaftler und Sammler von Märchen.style="text-align:right;" Die kurze Gasse verbindet die Linkstraße mit der Eichhornstraße. Sie entstand im Rahmen der Neubebauung des Potsdamer-Platz-Areals.140x140px|zentriert|Brüder-Grimm-Gasse Budapester Straße ()540 + 120(im Ortsteil)Budapest, Hauptstadt von Ungarnstyle="text-align:right;" Dieser ehemals nordöstliche Teil des Kurfürstendamms wurde 1925 als Ausgleich für die zuvor in Friedrich-Ebert-Straße umbenannte ehemalige Budapester Straße zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor umbenannt. Am 5. Februar 1965 erhielt ein Teilstück der Kurfürstenstraße zwischen Budapester und Nürnberger Straße ebenfalls diesen Namen. In den 1980er Jahren wurde die Straße verschwenkt, sodass der Olof-Palme-Platz entstand. In der Budapester Straße befindet sich das Hotel Intercontinental mit den dazugehörenden Ladenpassagen von 1956. Ein weiteres Hotel ist Hotel Schweizerhof. Weiterhin befindet sich am Olof-Palme-Platz das Elefantentor als Eingang zum Zoologischen Garten und das Berliner Aquarium.140px|Alexander von Humboldt mit dem Hotel Interconti 140px|Elefantentor Burggrafenstraße