Gießhübl ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Mödling in Niederösterreich.

Geographie Gießhübl liegt südwestlich der österreichischen Bundeshauptstadt Wien am Rande des Naturparks Föhrenberge auf 416 Meter Seehöhe und ist damit zugleich der höchstgelegene Weinort Niederösterreichs.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 3,9 Quadratkilometer. Davon sind 16 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 21 Prozent Gärten und 48 Prozent Wald.

Gemeindegliederung Gießhübl besteht aus der Ortschaft Gießhübl, zu der auch das Dorf Hochleiten zählt.

Nachbargemeinden

Durch einen Gebietsabtausch zwischen Perchtoldsdorf und Kaltenleutgeben in der Größenordnung von 58 Hektar entstand im Jahr 2012 eine neue Nachbarschaft. So grenzt nun auch Perchtoldsdorf auf einer Länge von etwa 300 Metern an Weissenbach (Hinterbrühl) an, während Gießhübl die gemeinsame Grenze mit Kaltenleutgeben verlor.

Geschichte Gießhübl wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert besiedelt. Die erste urkundliche Erwähnung Gissubel stammt aus dem Jahr 1368. Die Kirche wurde 1783 gebaut. Die Erhebung zur Pfarre erfolgte 1868, im Jahr 1899 wurde der Neubau der Kirche begonnen.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Gießhübl drei Taxiunternehmer, ein Bäcker, ein Brennstoffhändler, zwei Fleischer, zwei Friseure, sieben Fuhrwerker, vier Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, eine Geflügelfarm, zwei Kaffeehäuser, ein Maurermeister, ein Schlosser, drei Schuster, zwei Trafikanten, ein Tischler, zwei Zimmermeister und zwei Zuckerbäcker ansässig. Weiters gab es im Ort zwei Steinbruchunternehmen.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 252 (PDF). In der Zeit zwischen 1938 und 1954 gehörte Gießhübl so wie 96 weitere bis dahin niederösterreichische Gemeinden zum damals 26 Bezirke umfassenden Groß-Wien und war Bestandteil des 24. Bezirks, Mödling. Erst 1954 wurde Gießhübl wieder eine eigenständige Gemeinde im Land Niederösterreich, was im September 2004 mit einer großen 50-Jahr-Feier gefeiert wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche Gießhübl

Röm.-kath. Pfarrkirche hl. Dreifaltigkeit; eine Basilika mit Heimatstilelementen, die um 1900 errichtet wurde.

Vereine Karl-Theater Gießhübl FC Gießhübl Verein der Musikschule in Gießhübl Musikkapelle Gießhübl ENERGIEsshübl Gemeinschaft

Wirtschaft und Infrastruktur War Gießhübl früher ein rein landwirtschaftlicher Ort, ist er heute hauptsächlich eine Wohngemeinde. Dies wurde auch durch die Lage in unmittelbarer Nähe zu Wien und mit direktem Anschluss an die A 21 (Wiener Außenringautobahn) begünstigt.

Im Jahr 2011 lebten 1017 Erwerbstätige in Gießhübl. Davon arbeiteten 179 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.

Öffentliche Einrichtungen Mit der Eröffnung des neuen Heidekindergartens auf der Kuhheide im September 2025 wurden die beiden früheren Kindergärten zusammengelegt. Nun befinden sich Kinderkrippe, Früherziehung und Kindergarten für alle Gießhübler Kinder an einem Ort.

Politik mini|Gemeindeamt Gemeinderat Der Gemeinderat hat 21 Sitze, bis 2010 hatte er 19 Sitze. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ, 2 Bürgerliste Gießhübl und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ, 2 GRÜNE und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 6 ÖVP, 3 GRÜNE und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 6 SPÖ, 3 Bürgerliste Lebenswertes Gießhübl (BLG) und 2 GRÜNE. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 5 Bürgerliste Lebenswertes Gießhübl (BLG), 5 SPÖ und 3 GRÜNE. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 GRÜNE, 4 Bürgerliste Lebenswertes Gießhübl (BLG) und 3 SPÖ Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 GRÜNE, 3 SPÖ und 2 NEOS

Bürgermeister

1997–2005 Christa Friedl (ÖVP) 2005–2010 Eugen Krammer (SPÖ)Ehrungen SPÖ Gießhübl, 21. Jänner 2016. 2010–2019 Michaela Vogl (ÖVP) 2019–2022 Helmut Kargl (ÖVP) seit 2022 Johannes Seiringer (ÖVP)

Wappen Blasonierung: „In einem gespaltenen Schild über einem im Schildfuß aufragenden schwarzen Dreiberg, vorne in Blau ein silbernes Kreuz, hinten in Gold eine grüne Fichte mit ebensolchem Stamm.“ Es wurde der Gemeinde im Jahr 1977 verliehen.

Historische Landkarten

Literatur

Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde Gießhübl

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Wienerwald