Herbert Nobis (* 22. Juni 1941 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Komponist für Zeitgenössische Musik und ehemaliger Hochschullehrer für Musik in Aachen.
Leben und Wirken Herbert Nobis studierte Kirchenmusik und Komposition unter anderen bei Jürg Baur an der Musikhochschule Köln. Von 1979 bis 2005 war er als Professor für Tonsatz und Komposition an der Musikhochschule Aachen tätig, die im Jahr 1972 als Abteilung an die Kölner Musikhochschule angegliedert worden war, und die er zwischenzeitlich von 1991 bis 1999 als deren Dekan geleitet hatte.
Zahlreiche Werke für Soloinstrumente, Kammermusik, Chor und Orchester des nach wie vor als Komponist tätigen Herbert Nobis wurden bisher von mehreren deutschen Verlagen herausgegeben. Weiterhin publizierte er musiktheoretische Lehrbücher über Harmonielehre und Solmisation. Seine Werke kommen bei zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland immer wieder zur Aufführung. Darüber hinaus ist Nobis ein gefragtes Jurymitglied bei bedeutenden Musikwettbewerben.
Nobis war bis zu ihrem Tod im Jahr 2016 mit Ulla Graf-Nobis verheiratet.
Werke (Auswahl) Publikationen: Hören und Singen – ein Solfège-Übungsbuch zur Gehörbildung, Schott, Mainz, 1979 Herbert Nobis/Tadashi Sasaki: Harmonielehre für Gitarristen, Moeck, Celle, 1983 Durch Singen zum Hören – ein Übungsbuch zur Hörerziehung, 2 Bände; Karl Heinz Möseler, Wolfenbüttel, Zürich, 1986 Kompositionen: Lamento für Kammerorchester und Orgel, 1974 Gott, der du reich bist an Erbarmen – Motette für gemischten Chor a cappella, Text: Philipp Friedrich Hiller, Gregorius-Musikverlag, Münster (Westfalen), 1978 Du aber, meine Freude – Motette für gemischten Chor á cappella, Text: Paul Gerhardt, Gregorius-Musikverlag, Münster (Westfalen), 1979 Mach End, o Herr, mit aller unserer Not – Motette für gemischten Chor á cappella, Text: Paul Gerhardt, Gregorius-Musikverlag, Münster (Westfalen), 1979 Kontraste für Altblockflöte und Sopran, Moeck, Celle, 1981 Drei Stücke für Gitarre solo, Moeck, Celle, 1981 Humoresken für Blockflöten, Moeck, Celle, 1983 Sonate für Viola solo, Moeck, Celle, 1983 Elegien für Altblockflöte und Gitarre, 1984 Hommage á Jelinek – fünf Klavierstücke mit einer Reihe, 1984 Vier Herbstlieder für gemischten Chor a cappella, 1984 Saluto a Domenico Scarlatti, Kammermusik, 1985 Serenade für Flöte, Klarinette in A, Schlaginstrumente, Moeck, Celle, 1987 Un retablo musical – Eine Episode aus dem Leben des Don Quijote für vier Klaviere und Sprecher; Text: Franzpeter Goebels, 1987 Caprice et valse tristesse für zwei Klaviere, 1988 Et in terra pax – Metamorphosen über das "Gloria" aus der Messe von Guillaume de Machaut für Orchester, 1990/91 Dance – Musik zu einem imaginären Ballett, 1991 Drei Streichquartette, 1972, 1991, 2006 Drei Madrigale – Deutsche Lyrik im Chorgesang, Text: Werner Bergengruen, 2005 Suite im alten Stil – für Gitarre solo, 2008 Per quattro – für zwei Trompeten und zwei Posaunen, Spaeth-Schmidt, Nagold, 2007 24 Intermezzi für Klavier, G. Ricordi, München, 2008 Capriccio für Orchester, 2010 CD-Aufnahmen: Kammermusik 1981–1991; Michael Rische (Klavier), Cherubini-Quartett, u. a., Audio-CD, Composer Art Label, 2004 Kammermusik 1972–2002; Hans-Werner Huppertz (Gitarre), Der Junge Chor Aachen – Leitung: Fritz ter Wey, Ulla Graf (Klavier), u. a., Audio-CD, Composer Art Label, 2006
Weblinks Kurzbiografie bei kultura-extra Werkliste bei Ricordi Berlin Rezension der CD-Aufnahmen bei Klassik heute
Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist klassischer Musik (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (HfMT Köln, Standort Aachen) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Mann