Lucian Ippolitowitsch Klimowitsch (/Ljuzijan Ippolitowitsch Klimowitsch; * in Kasan; † 19. Juli 1989 in Moskau) war ein sowjetischer Orientalist und Islamwissenschaftler.
Leben Klimowitsch beendete 1929 sein Studium an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. 1933 erhielt er dortselbst einen Lehrstuhl.
Von 1934 bis 1953 unterrichtete er an der Staatlichen Landesuniversität Moskau (Московский государственный областной университет) und von 1960 bis 1989 am Maxim-Gorki-Literaturinstitut.
Er gilt als ein bedeutender Vertreter der sowjetischen Islam- und orientalischen Studien. Er untersuchte die Ursprünge des Islam aus Sicht des historischen Materialismus, anknüpfend an Überlegungen von Michail Andrejewitsch Reissner. Klimowitsch negierte die Historizität Mohammeds und hielt den Koran für ein Werk späterer Zeit.http://inarah.de/sammelbaende-und-artikel/inarah-1/some-aspects-of-the-history-of-koranic-criticism/ A Personal Look at Some Aspects of the History of Koranic Criticism, 19th and 20th centuries, von Ibn Warraq Er war Mitglied im Verband der kämpfenden Gottlosen. 1947 wurde er Mitglied der KPdSU. Den Höhepunkt seiner Laufbahn erlebte Klimowitsch unter Chruschtschow am Gorki-Literaturinstitut. The State's Conceptualization of Islam in Soviet Central Asia, 1954-64, von Eren Murat Tasar Er hatte einen starken Einfluss auf das Islamverständnis der Partei.
Werke Борьба за освобождение женщины Востока и религия, 1933 Ислам в царской России, 1936 Ислам и женщина, 1958 Книга о Коране, его происхождении и мифологии, 1988
Nachweise
Kategorie:KPdSU-Mitglied Kategorie:Orientalist Kategorie:Islamwissenschaftler Kategorie:Vertreter des Atheismus Kategorie:Hochschullehrer (Maxim-Gorki-Literaturinstitut) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1989 Kategorie:Mann