Harold Leo Friedman (* 24. März 1923 in Manhattan, New York City; † 16. September 2005 in Stony Brook, Long Island, New York) war ein US-amerikanischer Chemiker und Hochschullehrer, der sich mit den strukturellen und thermodynamischen Eigenschaften von Flüssigkeiten beschäftigte und dabei wichtige Beiträge zur meereskundlichen und humanen Physiologie leistete.
Leben Nach dem Schulbesuch studierte Friedman Chemie an der University of Chicago und erwarb dort einen Bachelor of Science (B.S. Chemistry) und promovierte ebenda 1949 bei Henry Taube mit der Arbeit The preparation and properties of ammonium chlorogallate and some related compounds. Anschließend war er zunächst Dozent an der University of Southern California (USC) sowie anschließend Mitarbeiter des Forschungszentrums von IBM in Yorktown Heights. 1965 nahm Friedman eine Professur für Chemie an der State University of New York at Stony Brook (SBU) an und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 fast 30 Jahre lang.
Er interessierte sich für die Struktur von Wasser und dem Transport von Materie und elektrischer Ladungen in Elektrolyten genannten chemischen Lösungen. In der Physiologie beeinflussen Elektrolyte neben anderen Funktionen die „Blutchemie“ und Nervenaktionen. Dabei untersuchte er bei der Arbeit mit Salzwasser und anderen elektrolytischen Lösungen das Verhalten von elektrisch geladenen Ionen und die Wechselwirkungen von positiv und negativ geladenen Ionen und den sie umgebenden neutralen Molekülen. Diese Untersuchungen beschrieb er in seinem Buch Ionic Solution Theory (1962). Über Friedmans Arbeiten führte Francis T. Bonner, der Leiter der Abteilung für Chemie an der SBU zwischen 1958 und 1970, aus:
1970 übernahm er als Nachfolger von Francis T. Bonner die Leitung der Chemischen Abteilung der Stony Brook University und behielt diese Funktion in den 1970er-Jahren. 1985 veröffentlichte er mit A Course In Statistical Mechanics ein Lehrbuch. 1987 wurde er Fellow der American Physical Society. 1988 wurde Harold L. Friedman für seine Forschungen und Entdeckungen mit der Robinson-Medaille der Faraday Division für Physikalische Chemie der Royal Society of Chemistry ausgezeichnet. 1997 erhielt er Joel Henry Hildebrand Award der American Chemical Society.
Veröffentlichungen
Weblinks THE NEW YORK TIMES: Harold Friedman, 82, Chemist Who Studied Electrolytes (24. September 2005) Journal articles
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Stony Brook University) Kategorie:Hochschullehrer (University of Southern California) Kategorie:Fellow der American Physical Society Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann