hochkant|mini|alt=Otto Göttler – Auftritt mit den DIATONIkS 2014|Otto Göttler – Auftritt mit den DIATONIkS 2014 mini|hochkant|Otto Göttler – Auftritt mit Unverschämte Wirtshausmusik 2014
Otto Göttler (* 1948 in München) ist ein deutscher Musikkabarettist und Gründer des Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinns, auch Jodel.Wahnsinn genannt.
Leben Otto Göttler wuchs im Stadtteil Giesing auf.
Mit 32 Jahren begann Otto Göttler Zither zu spielen und wirkte in diversen Musikformationen mit. Ein Jahr später erlernte er das Spielen der Steierischen Harmonika. Die bayerische und tirolerische Volksmusik mit der erdig, schlichten Geisteshaltung und dem verschmitzten, kantigen Schalk sowie die Tradition der Volks- und Bänkelsänger, mit trotziger Skepsis den Obrigkeiten zu begegnen, haben ihn wesentlich beeinflusst. Auch die Gstanzl-Kultur, die Lieder des Kraudn Sepp, der freche, hintersinnige Witz und der direkte Kontakt zum Publikum der Wirtshausmusik prägten ihn. In seinen Liedern und Programmen beschreibt Otto Göttler den Verlust von Heimat, soziale Diskrepanzen, kulturelle Wertverluste und beobachtet kritisch den Zeitgeist. Zur Zither und diatonischer Ziehharmonika erweiterte er sein Instrumenten-Repertoire autodidaktisch mit Mundharmonika, Konzertina, Ukulele, Mandoline, singende Säge, Trompete, Tuba und Streichzither.
1986 wurde von ihm die Kabarettmusikgruppe Bairisch Diatonischer JodelwahnsinnMünchner Lustspielhaus abgerufen am 15. Juni 2011. gegründet, die er mit Unterbrechungen (2002–2014, 2022–2026) durch verschiedene Formationen leitete und seit 2026 mit Monika Drasch und Martin Danes auftritt. In dieser Zeit trat er u. a. mehrere Male in der ARD-Sendung Scheibenwischer, in den Filmproduktionen des Bayerischen Rundfunks Schräg dahoam und beim Euromusicale 1994 in Novgorod (Russland) auf. Der Bayerische Rundfunk drehte zwei Porträts über die Musikgruppe, die unter der Rubrik Unter unserem Himmel gesendet wurden. Otto Göttler ist der Autor der McDonald’s -Parodie des veränderten Suserl-Zwiefachen Hunga kriag i glei, auch bekannt als Mäkki, mit dem der BDJW bekannt wurde.
2002–2007 entwickelte Otto Göttler mit dem bayerischen Barden und Texter Sepp Raith themenbezogene Programme, die sich mit bayerischer Geschichte und bayerischem Zeitgeschehen beschäftigen. Zu diesem Themenbereich trat er mit Sepp Raith in der Filmdokumentation Sozialrebellen in Bayern auf, einer Produktion des Bayerischen Rundfunks von 2003 nach dem Buch von Michaela Karl.
Otto Göttler vertrat immer die Idee, dass die Volksmusik im Wirtshaus lebendig und aktuell sein sollte und trat 2004–2021 mit der Unverschämten Wirtshausmusik im bayerisch-österreichischen Raum auf und nahm mehrere Male an der Volksmusiksendung Wirtshausmusikanten beim Hirzingerprogramm.ard.de abgerufen am 15. Juni 2011. (produziert vom Bayerischen Rundfunk) teil.
Im Rahmen der Reihe Lebenslinien fertigte Angelika Stampfer ein 45-minütiges filmisches Porträt mit dem Titel Verbiegen lass i mi net über den Musiker an, das im Bayerischen Fernsehen erstmals am 7. November 2011 gesendet wurde.
2012 gründete Otto Göttler unter dem Begriff „Elektrische Volksmusik“ die Gruppe DIATONIkS, mit der er seit 2020 mit Landy Landinger, E-Gitarre, und Alfons Hefter, Schlagzeug, auftritt.
2014–2019 lud Otto Göttler auf dem Münchner Tollwood-Sommerfestival Musikanten aus dem Münchner Umland in ein von Tollwood eigens geschaffenes Zelt.merkur.de merkur-online, veröffentlicht am 4. Juli 2014.
Werke (Auswahl) mit Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn: 1987: Phoenix aus der Asche (Programm) 1987 bis 1990: wechselndes Liederprogramm 1995: Aus tiefster Brust (CD), Ariola 1996: Ausflug (CD), EFA 1999: Sägenlieb (CD), Virgin 2001: Die 4. Unveröffentlichte (CD), Eigenproduktion 2002: In’s Amerika (Programm) 2015: Die Zeit ist reif (Programm) 2016: Der Name ist Programm (Programm) 2018: Da Wahnsinn (CD), hofa Medien 2018: Da Kema Drei (Programm) 2026: echt? (Programm)
mit Sepp Raith 2003: Aufbegehren führt zu Kopfverlust (CD) 2004: Ois is Amerika (CD) 2006: Der Gnufi lacht (Programm) 2008: Lieder von einem anderen Baiern (Programm)
mit Sepp Raith und Wolfram Kunkel 2005: Bluadige Zeitn (CD)
Göttler & Hampel: 2010: Depressiver Blues und traurige Zwiefache (Programm)
mit Unverschämte Wirtshausmusik: 2008: Ja wennst koa Geld ned hast und bist ned schee ... (Doppel-CD) 2009: Und wem’s ned passt, der ko se glei schleicha (CD) 2012: Wann i ned mog, dann muaß i (CD) 2012: Immer nur de Kloana hänga’s auf (CD) 2014: Heimat ist, was bleibt .. (Programm) 2015: frisch & frech .. (Programm) 2017: frisch & frech .. (CD) 2018: weihnachtlich gestimmt (Programm)
Diatoniks: 2013: tanzbar (Programm) 2016: elektrische Volksmusik (CD) 2022: Haltung zeigen (Programm)
Weblinks
Offizielle Homepage Otto Göttler „Liedermacher - Der Gstanzl-Schmied aus Giesing“ von Wolfgang Görl, Süddeutsche Zeitung mit Achim Bogdahn, Bayerischer Rundfunk „Verbiegen lass i mi net“ von Angelika Stampfer, Sendereihe Lebenslinien, Bayerisches Fernsehen In: Bayerische Staatszeitung Das „Mäkki-Lied“ Text Otto Göttler, Suserl-Zwiefacher, bayerisches Liedgut der Volksmusik
Einzelnachweise
Kategorie:Dialektsänger (Bairisch) Kategorie:Interpret der Volksmusik (Deutschland) Kategorie:Künstler der Neuen Volksmusik Kategorie:Kabarettist (Deutschland) Kategorie:Person (München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Mann