miniatur|Chryselephantin-Statue aus Delphi, dem bedeutendsten Kultort des Apollon Chrysokomas () ist ein Epitheton mehrerer Gottheiten der griechischen Mythologie.

In der griechischen Literatur wurden vor allem die Waffen, die Kleidung oder sonstige Gerätschaften der Götter als goldglänzend beschrieben, daneben wurden aber auch die Gestalt mancher Götter oder einzelne ihrer Körperteile als golden genannt, darunter vor allem das Haupthaar. Als „goldhaarig“ wurde insbesondere der olympische Gott Apollon beschrieben.

Für eine kultische Bedeutung des Namens gibt es keine Hinweise.

Apollon Chrysokomas Die älteste überlieferte Fundstelle, die Apollon als goldhaarig ausweist, findet sich beim spartanischen Elegiendichter Tyrtaios aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., als er den Gott die Herrschaftsform in Sparta verfügen lässt:

Bei Pindar erscheint Apollon als „goldgelockter Gott“ in den olympischen Oden, als er zur Geburt seines Sohnes Iamos der Mutter des Kindes Euadne die Geburtsgöttin Eileithyia und die Moiren zur Hilfe sendetPindar, Olympische Ode 6,42 und als er Tlepolemos aufträgt, ein Heiligtum für Athene einzurichten.Pindar, Olympische Ode 7,58

In Aristophanes Stück Die Vögel besingt der Wiedehopf die Stimme der Nachtigall als so süß, dass der Gott ihretwegen zur Harfe greift:

Euripides nennt Apollon in mehreren seiner Stücke Chrysokomas,Euripides, Die Hilfeflehenden 976; Iphigenie bei den Taurern 1287; Die Troerinnen 523; Ion 887 Mnasalkas nennt ihn mit abweichender Schreibung Chrysokomos ().Mnasalkas in der Anthologia Palatina 6,264,2

Der Philosoph Lucius Annaeus Cornutus bietet eine Erklärung für den Beinamen an und verbindet ihn dabei mit dem Epitheton Phoibos:

Weitere Gottheiten Andere Gottheiten, die als Chrysokomas bezeichnet werden, sind: Dionysos bei HesiodHesiod, Theogonie 947 Hymenaios bei Philippos von ThessalonikiPhilippos von Thessaloniki in der Anthologia Palatina 4,177 Eros bei AnakreonAnakreon, Fragment 14 bei Athenaios 13,599c und EuripidesEuripides, Iphigenie in Aulis 548 Helios in einem Hymnus MagicusHymnus Magicus 4,2 in Eugen Abel (Hrsg.): Orphica. Prag und Leipzig 1885, S. 291. Zephyros bei PlutarchPlutarch, Amatorius 20,2

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Griechische Gottheit Kategorie:Männliche Gottheit Kategorie:Beiname einer Gottheit