Erwin Laurencius Seitz (* 16. August 1928 in Obergermaringen; † 10. Oktober 2003 in Germaringen) war ein deutscher Politiker (CSU).

Leben und Beruf Seitz wuchs in einer landwirtschaftlich tätigen Familie auf. Er besuchte die Volksschule, die Berufsschule und die Landwirtschaftsschule sowie weiterbildende Kurse. Nach Abschluss war er als Landwirtschaftsmeister im elterlichen Betrieb tätig, den er 1956 übernahm.

Bereits 1948 trat er dem Bayerischen Bauernverband bei und hatte dort viele Funktionen inne, zuletzt war er von 1977 bis 1992 Präsident des BBV Schwaben. Er vertrat den BBV in mehreren Gremien, unter anderem war er ab 1984 Vorsitzender des Landesausschusses der Bayerischen Tierseuchenkasse. Außerdem gehörte er dem genossenschaftlichen Beirat der BayWa an und war von 1976 bis 1989 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Obergermaringen (heute Raiffeisenbank Kirchweihtal).

Seitz war verheiratet und Vater von sechs Kindern.

Politik Seitz war Mitglied der CSU. Von 1964 bis 1972 war er Vorsitzender des CSU-Ortsvereins Obergermaringen, nach der Gemeindereform war er bis 1987 Vorsitzender des Ortsvereins Germaringen. Er war Mitglied im Kreisvorstand der CSU im Landkreis Ostallgäu und um Bezirksvorstand der CSU Schwaben.

Seitz gehörte lange Jahre dem Gemeinderat von Obergermaringen bzw. Germaringen an. 1956 wurde er erstmals in den Kreistag des Landkreises Kaufbeuren gewählt, ab 1960 war er stellvertretender Landrat. Nach der Kreisreform wurde er in den Kreistag des Landkreises Ostallgäu gewählt, auch dort war er von 1972 bis 1984 stellvertretender Landrat.

1970 wurde Seitz im damaligen Stimmkreis Kaufbeuren-Stadt, Kaufbeuren-Land, Mindelheim erstmals in den Bayerischen Landtag gewählt. Ab 1974 gewann er das Direktmandat im Stimmkreis Kaufbeuren. Er war Mitglied der Ausschüsse für Landwirtschaft und Ernährung, für Wirtschaft und Verkehr, für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie des Zwischenausschusses. Dem Landtag gehörte er bis 1994 an.

1994 gehörte er der 10. Bundesversammlung an, welche Roman Herzog zum Bundespräsidenten wählte.

Ehrungen

Medaillen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Bronze, Silber und Gold 1975: Fördermedaille in Gold des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes 1976: Ehrenurkunde für Berufsausbildung in der Landwirtschaft 1978: Ehrenteller des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 1978: Silberne Ähre des BBV 1980: Bayerischer Verdienstorden 1981: Kommunale Verdienstmedaille in Bronze und Silber 1984: Bundesverdienstkreuz am Bande 1985: Bayerische Verfassungsmedaille in Silber und Gold 1989: Andreas-Hermes-Medaille des Deutschen Bauernverbandes 1991: Goldene Ähre des BBV 1992: Ehrenpräsident des BBV 1992: Goldene Staatsmedaille Januar 1995: Ehrenbürger der Gemeinde Germaringen

Weblinks

Erwin Seitz im Portal Geschichte der CSU der Hanns-Seidel-Stiftung Ehrenbürger der Gemeinde Germaringen

Einzelnachweise

Kategorie:Landtagsabgeordneter (Bayern) Kategorie:CSU-Mitglied Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Ostallgäu Kategorie:Germaringen Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2003 Kategorie:Mann