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mini|245px|Pfarrkirche St. Peter und Paul

Ensembles Ensemble Ehemaliges Augustinerchorherrnstift Weyarn miniatur|250px Das Areal des ehemaligen Augustinerchorherrnstifts Weyarn mit Stiftskirche, Stiftsgebäuden, den vorgelagerten Ökonomie- und Verwaltungsbauten sowie dem Stiftsgarten bilden ein Ensemble. Graf Siboto II. von Neuburg und Falkenstein übergab 1133 seine am Hochufer der Mangfall gelegene Burg an Erzbischof Konrad I. von Salzburg zur Gründung eines Augustinerchorherrnstifts mit einer St. Peter und Paul geweihten Kirche. Dass die Übergabe an Salzburg und nicht an den Bischof von Freising erfolgte, war wohl begründet durch das dort nach gleicher Ordnung lebende Domkapitel sowie die Schirmvogtschaft des Stiftenden über das Salzburger Domstift Herrenchiemsee. 1236 und 1350 kam es zu Brandunglücken im Stift. Die wiederaufgebaute Kirche konnten 1374 neu geweiht werden und zur finanziellen Unterstützung konnte in den Folgejahren mehrere Pfarreien inkorporiert werden. Dies stärkte die geistliche und künstlerische Strahlkraft von Weyarn.

Der Stiftsbezirk ist bestimmt durch den unmittelbar mit der Westfassade am Mangfallhang platzierten Kirchenbau mit dessen mächtigen Dach und dem hohen Turm mit oktogonalen Obergeschossen und hoher Haube. Der barocke Neubau entstand nach Entwurf des Graubündner Baumeisters Lorenzo Sciasca in den Jahren 1687 bis 1693 als Wandpfeilerkirche, einbezogen wurde der Turmunterbau aus der Zeit um 1630 mit einem 1713 aufgesetzten Turmoberteil. Unmittelbar an die Kirche schließen die Bauten des Stifts, der Bauteil nach Süden ist bezeichnet mit 1646, der nördliche Teil entstammt wohl etwa gleicher Zeit. An den nördlichen Trakt anschließend liegt der Klostergarten mit Sommerhaus. Östlich zur Kirche steht der stattliche zweigeschossige Walmdachbau des ehem. Richterstocks, ein barocker Bau aus dem frühen 18. Jahrhundert. Vorgelagert ist dem Richterstock ein Platz mit zwei Kapellen nach Süden, die ehemalige romanische Schlosskapelle der Burg und die Wallfahrtskapelle Maria Hilf von 1642. Vom Richterstock nach Norden und Osten erstreckte sich der umfangreiche Ökonomiehof, der sich nur mit Teilabschnitten erhalten hat.

Das ehemalige Augustinerchorherrenstift ist in einer hohen Dichte erhalten, so dass die unterschiedlichen Funktionen der Bauten noch immer deutlich ablesbar sind. Störend sind drei Neubauten innerhalb der Flächen des ehemaligen Wirtschaftshofes.

Aktennummer: E-1-82-137-1

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