Adolf Frankl, Pseudonym Hermann Harter (* 6. Juni 1862 in Mürzzuschlag; † 19. April 1958 in GrazStA Graz 1434/1958; Abweichend wird in der älteren Sekundärliteratur auch der 23. April 1958 in Gnies bei Sinabelkirchen genannt.) war ein österreichischer Schriftsteller und Lehrer.

Leben Adolf Frankl, Absolvent der Lehrerbildungsanstalt Graz, war in der Folge als Lehrer in Edelsbach, anschließend in Ilz und seit 1898 als Oberlehrer in Söchau angestellt. 1917 wurde Frankl die Direktion der Schule in Fürstenfeld übertragen, bevor er 1922 in den Ruhestand versetzt wurde. Am 18. August 1938 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.307.074).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/9401335 1943 übersiedelte er nach Graz. Adolf Frankl begründete den deutsch-österreichischen „Preßverein gegen Schmutz und Schund“ mit, dessen Jahrbuch er zeitweise redigierte. Später wirkte Frankl als Redakteur der „Deutschen Umschau“ und zuletzt der „Wechselschau“.

Adolf Frankl – er war mit Peter Rosegger befreundet – trat als Verfasser von Volksstücken, Romanen sowie überwiegend humoristischen Gedichten hervor.

Werke (Auswahl) Allerhand Geschichten, 1899 Huldigung der Jugend, 1908 Aus deutschem Herzen: Gedichte, 1912 Seltsame Werbung und andere Humoresken, 1913 In großer Zeit, 1915 Im gelobten Land, 1925 Im Zeichen der Ähre, 1928 Sachen zum Lachen, 1930 Dem Lichte entgegen!, 3. Ausgabe, 1932 Herzensschicksale, 2. Ausgabe, 1932 Im Zeichen der Liebe, 1932

Literatur Max Geissler: Führer durch die deutsche Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts, Seite 131, A. Duncker, 1913 Alfred Maderno: Die deutschösterreichische Dichtung der Gegenwart: ein Handbuch für Literaturfreunde, Seite 53, T. Gerstenberg, 1920 Joseph Kürschner, Gerhard Lüdtke: Kürschners deutscher Literatur-Kalender, Band 44, Seite 299, Leipzig, 1928 Österreich-Institut, Vienna, Robert Teichl (Hrsg.): Österreicher der Gegenwart: Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen, Seite 67, Österreichische Staatsdruckerei, 1951 Murray G. Hall, Gerhard Renner: Die Nachlässe in den Bibliotheken und Museen der Republik Österreich, Seite 102, Böhlau Verlag, Wien, 1995

Weblinks Adolf Frankl in: Nachlässe in Österreich – Personenlexikon.

Einzelnachweise

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