Adrián Gavira Collado (* 17. September 1987 in La Línea de la Concepción) ist ein spanischer Beachvolleyballspieler. Mit Pablo Herrera Allepuz nahm er dreimal an Olympischen Spielen teil und wurde 2013 Europameister. Außerdem wurde er mehrfacher Meister seines Heimatlandes im Sand.
Karriere 2005 belegte Adrián Gavira gemeinsam mit Francisco Alfredo Marco den vierten Platz bei der U20-Europameisterschaft. Die beiden Spanier gewannen bei einem Challenger und Satellite Turnier in Zypern im folgenden Jahr die Silbermedaille und wurden Fünfte bei der U21-Weltmeisterschaft sowie Vierte bei der U23-Kontinentalmeisterschaft. 2007 starteten die beiden Beachvolleyballer von der iberischen Halbinsel zum ersten Mal bei der FIVB World Tour und scheiterten bei den Italian Open in der zweiten Qualifikationsrunde. Beim nächsten Turnier in Marseille erreichten sie das Hauptfeld, verloren jedoch anschließend ihre ersten beiden Spiele. Erfolgreicher waren sie bei der U21-Europameisterschaft auf Zypern mit dem Gewinn der Silbermedaille. Im gleichen Jahr erreichten Alejandro Fernandez und Gavira Collado das Finale der U21-Welttitelkämpfe. Der Sportler aus Teneriffa bestritt in der folgenden Saison die ersten Turniere der FIVB Tour mit Inocencio Lario Carrillo. Das Erreichen des Endspiels in Myslowice war ihr größter gemeinsamer Erfolg. Während der letzten drei Veranstaltungen des Jahres spielten Raúl Mesa und Gavira zusammen, die beiden wurden bei den Bahrein Open Fünfte.
2009 startete Adrián Gavira Collado mit Pablo Herrera Allepuz. Die Spanier errangen zweite Plätze in Marseille und Den Haag und wurden Dritte in Gstaad, Stare Jablonki und Sanya. In Stavanger erreichte Gavira mit seinem Partner den fünften Platz bei der Weltmeisterschaft. Bei allen elf Veranstaltungen der World Tour, an denen sie teilnahmen, waren die Athleten von der Iberischen Halbinsel in den Top Ten. Außerdem gewannen sie zwei Turniere der europäischen Beach-tour und die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Sotschi.
2010 In Brasilia belegten Gavira und Herrera den neunten Platz, in Shanghai wurden sie Fünfte, ehe sie in Rom als Dritte ihre erste Medaille des Jahres gewannen. In Myslowice erreichten sie das Finale, verloren jedoch gegen Rogers und Dalhausser. Anschließend wurden die Spanier Vierte in Stavanger und Åland, Fünfte in Moskau und Klagenfurt sowie Siebte in Prag. Bei drei weiteren Veranstaltungen wurden Adrián Gavira und Pablo Herrera noch jeweils Neunte, nur bei den Den Haag Open reichte es nicht zu einer Platzierung unter den ersten zehn Teamshttp://www.bvbinfo.com/Player.asp?ID=7783&Page=3.
2011–2012 Im ersten Turnier des Jahres in der Hauptstadt Brasiliens belegten die Spanier den neunten Platz. In Shanghai erreichten sie das Halbfinale, verloren jedoch gegen Rogers/Dalhausser und anschließend gegen Brink/Reckermann. Nach dem siebten Platz in Prag scheiterten Herrera/Gavira beim letzten Event vor der Weltmeisterschaft in der chinesischen Hauptstadt im Viertelfinale an den Schweizern Bellaguarda/Heuscher und wurden Fünftehttp://www.bvbinfo.com/Player.asp?ID=2077&Page=4. Bei der WM in Rom belegten sie erneut Platz fünf. In der folgenden Saison erreichten die beiden Spanier in Brasilia das Halbfinale und gewannen die Bronzemedaille in Myslowice, beides waren Open-Turniere.
2013 Das folgende Spieljahr wurde zu einem der Erfolgreichsten von Pablo Herrera und Adrian Gavira. Beim Grand Slam in Long Beach erreichten sie das Finale, wurden anschließend in Klagenfurt Europameister nach Siegen über Daniele Lupo und Paolo Nicolai im Halbfinale sowie Aleksandrs Samoilovs/Jānis Šmēdiņš im Endspiel und belegten den Bronzerang im Grand Slam von Berlin. Hinzu kam eine Halbfinalteilnahme in São Paulo, dort fand ebenfalls ein Grand Slam statt.
2014–2015 Die beiden spanischen Athleten konnten ihren Europameistertitel nicht verteidigen, verloren im Halbfinale gegen die Letten, gegen die sie im Vorjahr noch das Finale gewonnen hatten, und unterlagen im Spiel um den dritten Platz den Österreichern Clemens Doppler und Alexander Horst. Stattdessen gewannen sie die spanische Meisterschaft. Fünf Viertelfinalteilnahmen bei Grand Slams, die jedoch alle die Endstation bei den Turnieren bedeuteten, waren die weitere Ausbeute für Herrera und Gavira. 2015 kam der Sieg beim Grand Slam in Moskau dazu.
2016–2018 2016 erreichten die Sportler aus Südeuropa das Halbfinale beim Major in Gstaad und wurden anschließend Olympia-Neunte. Ein Jahr später reichte es zum geteilten fünften Platz bei der WM in Wien und zu einer weiteren Landesmeisterschaft in ihrem Heimatland. 2018 gewannen Pablo Herrera und Adrian Gavira das Vier-Sterne-Turniers in Ostrava und erreichten beim höherwertigen Fünf-Sterne-Event in der Schweiz das Finale. Bei der Europameisterschaft im gleichen Jahr gewannen sie nach der Niederlage gegen Anders Mol und Christian Sørum in der Vorschlussrunde gegen die Russen Konstantin Semjonow und Ilya Leshukov in drei Sätzen und sicherten sich so den dritten Platz und damit die Bronzemedaille bei dieser Veranstaltung.
2019–2021 Finalteilnahme beim Vier-Sterne-Turnier in Xiamen 2019, EM-Fünfter 2020, Olympianeunter und noch einmal EM-Fünfter 2021, das waren die wichtigsten internationalen Ergebnisse, die Herrera und Gavira in den folgenden drei Jahren erreichten. Hinzu kamen zwei weitere spanische Meistertitel.
2022–2024 Bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Rom wurden die Spanier Zweite in der Gruppe G. Anschließend verloren sie ihre erste Hauptrundenbegegnung gegen die Brasilianer Alison Cerutti und Gustavo Carvalhaes und belegten damit den geteilten siebzehnten Platz in der Endabrechnung dieser Veranstaltung.
Zum dritten Mal in Folge war bei einer Beachvolleyball-Europameisterschaft das Viertelfinale Endstation für Pablo Herrera und Adrián Gavira bei der Veranstaltung in München. Nach dem Sieg über die Österreicher Alexander Huber und Christoph Dressler im ersten Gruppenspiel und der Niederlage gegen Michał Bryl und Bartosz Łosiak in der zweiten Begegnung gewann das spanische Duo sowohl gegen Immers/Boermans als auch gegen Adrian Carambula und Enrico Rossi. In einem hart umkämpften Match gegen die späteren Europameister David Åhman und Jonatan Hellvig unterlagen Herrera / Gavira in drei Sätzen und belegten in der Endabrechnung wie schon in den Jahren 2020 und 2021 den geteilten fünften Platz. Es folgten ein weiterer Landesmeistertitel sowie Viertelfinalteilnahmen bei Elite16 Events in Paris und eine Saison später in Doha, ehe beim Challenge in La Paz der nächste Sieg gelang. Dem folgte noch im gleichen Jahr eine Finalteilnahme beim gleichwertigen Wettbewerb in Goa.
Nachdem sie bei Elite16-Turnieren 2024 in Tepic und Wien die Runde der letzten Acht erreicht hatten, wurden Herrera / Gavira Zweite im Pool F bei den Olympischen Spielen und besiegten in der ersten Hauptrunde Bryl / Łosiak in zwei Sätzen, verloren danach jedoch gegen die Bronzemedaillengewinner Mol / Sørum. Auch bei der EM in den Niederlanden standen die Spanier im Viertelfinale. Die anschließende Endspielteilnahme in Hamburg nach dem Vorschlussrundensieg über Boermans / de Groot, gegen die sie in Paris noch verloren hatten, war für sie ihr bestes jemals erzieltes Ergebnis bei einem Elite16. Eine Woche später wurden die Sportler von der Iberischen Halbinsel ein weiteres Mal Landesmeister und gewannen am Ende ihrer Zusammenarbeit das WEVZA Zonal Event in Castellon.
Seit 2025 Nach Verkündung des Karriereendes seines langjährigen Partners Herrera gab Gavira Ende Oktober 2024 bekannt, zukünftig mit Alejandro Huerta zusammenzuspielen. Ende Juli 2025 starteten Gavira/Huerta auf der Europameisterschaft in Düsseldorf, schieden allerdings nach zwei Niederlagen in der Vorrunde aus. Bei ihren ersten beiden gemeinsamen Challengers in Baden und Veracruz in der folgenden Saison kämpften sie sich bis ins Achtelfinale vor, dazwischen wurden sie zum ersten Mal zusammen spanische Meister. Ihr erstes Elite16-Hauptfeld als Beachpaar erreichten sie im Oktober. In Newport Beach überstanden sie zwei Qualifikationsrunden, konnten jedoch danach keinen Satz mehr gewinnen. Im selben Monat eliminierten sie in Nuvali nach dem Poolsieg in der Runde der Sechzehn die Dänen Houmann / Møllgaard und im Viertelfinale die Italiener Rossi / Viscovich. In der Vorschlussrunde mussten sich die Österreicher Dressler / Waller nach drei hart umkämpften Sätzen geschlagen geben, während im Endspiel die Bello Brüder Javier und Joaquin in ebenso engen drei Durchgängen unterlagen. Dies war für Huerta der erste und für Gavira auch erst der zweite Sieg bei einem Challenge der World Pro Tour.
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