Der Große Preis von Österreich 1970 (offiziell VIII Großer Preis von Österreich) fand am 16. August auf dem Österreichring in Spielberg statt und war das neunte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1970.
Berichte Hintergrund Der Große Preis von Österreich wurde 1970 nach sechsjähriger Abstinenz zum zweiten Mal ausgetragen. Nachdem bei der Premiere im Jahr 1964 ein Flugplatzkurs in Zeltweg als Austragungsort gedient hatte, wurde nun auf dem unweit davon gelegenen Österreichring gefahren, der 1969 gebaut und eröffnet worden war. Es wurde die ursprüngliche Streckenvariante ohne Schikane am Ende der Start-Ziel-Geraden befahren.
Im Privatteam von Frank Williams wurde Brian Redman durch Tim Schenken ersetzt, welcher sein Debüt gab. Ferrari meldete Ignazio Giunti für das Rennen als dritten Fahrer zusätzlich zur Stammbesetzung Jacky Ickx und Clay Regazzoni. Somit war neben Lotus, B.R.M. und McLaren ein viertes Werksteam mit jeweils drei Fahrern am Start. Graham Hill und Ronnie Peterson, die jeweils als Fahrer für Kundenteams an den meisten übrigen Läufen der Saison teilgenommen hatten, traten nicht zu dem Rennen an.
In der Fahrerwertung führte Jochen Rindt mit 20 Punkten vor Jack Brabham und mit 25 Punkten vor Denis Hulme. In der Konstrukteurswertung führte Lotus mit 17 Punkten vor March und mit 21 Punkten vor Brabham.
Mit Brabham (einmal) trat ein ehemaliger Sieger zu diesem Grand Prix an. Brabham gewann dabei den Großen Preis von Österreich 1963 in Zeltweg, allerdings zählte dieses Rennen nicht zur damaligen Weltmeisterschaft.
Mit der 122. Grand-Prix-Teilnahme stellte Brabham weiterhin zu diesem Zeitpunkt einen neuen Rekord auf. Training Der in der Weltmeisterschaft führende Rindt sicherte sich vor heimischer Kulisse die Pole-Position vor den beiden Ferrari von Regazzoni und Ickx.
Rennen Die zahlreich angereisten Zuschauer erlebten einen Ferrari-Doppelsieg mit Ickx vor Regazzoni, nachdem Lokalmatador Rindt auf Lotus nach nur einem Drittel der Renndistanz auf dem vierten Platz liegend wegen eines Motorschadens ausgeschieden war.
Mit rund eineinhalb Minuten Rückstand erreichte Rolf Stommelen als Dritter den einzigen Podestplatz seiner Formel-1-Karriere. Über viele Runden hatte zuvor Jean-Pierre Beltoise diesen dritten Rang belegt, fiel aber in der Schlussphase des Rennens aufgrund von Problemen mit der Benzinzufuhr auf den sechsten Platz hinter die beiden B.R.M.-Piloten Pedro Rodríguez und Jackie Oliver zurück.
Meldeliste Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen 1 March 701 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 2 3 4 5 6 Lotus 72C 7 8 Lotus 49C 10 Brabham BT33 11 12 Ferrari 312B Ferrari 001 3.0 F12 14 27 15 Surtees TS7 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 16 BRM P153 BRM P142 3.0 V12 17 18 19 Matra MS120 Matra MS12 3.0 V12 20 21 McLaren M14A Ford Cosworth DFV 3.0 V8 23 22 McLaren M14D Alfa Romeo T33 3.0 V8 24 Bellasi F1 70 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 26 De Tomaso 505
Klassifikationen Startaufstellung Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start 1 1:39,23 214,447 km/h 1 2 1:39,70 213,436 km/h 2 3 1:39,86 213,094 km/h 3 4 1:40,15 212,477 km/h 4 5 1:40,21 212,350 km/h 5 6 1:40,60 211,527 km/h 6 7 1:40,81 211,086 km/h 7 8 1:40,81 211,086 km/h 8 9 1:40,89 210,919 km/h 9 10 1:41,46 209,734 km/h 10 11 1:41,49 209,672 km/h 11 12 1:41,49 209,672 km/h 12 13 1:41,70 209,239 km/h 13 14 1:41,73 209,177 km/h 14 15 1:41,82 208,992 km/h 15 16 1:41,86 208,910 km/h 16 17 1:42,09 208,440 km/h 17 18 1:42,28 208,052 km/h 18 19 1:42,41 207,788 km/h 19 20 1:42,56 207,484 km/h 20 21 1:42,79 207,020 km/h 21 22 1:43,19 206,218 km/h 22 23 1:45,00 202,663 km/h 23 24 1:45,64 201,435 km/h 24
Rennen Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde 1 60 0 1:42:17,3 3 1:40,40 (51.) 2 60 0 + 0,61 2 1:40,40 (40.) 3 60 0 + 1:27,88 17 1:41,98 (49.) 4 59 0 + 1 Runde 22 1:42,13 (48.) 5 59 0 + 1 Runde 14 1:42,16 (42.) 6 59 1 + 1 Runde 7 1:41,64 (27.) 7 59 1 + 1 Runde 5 1:40,95 (59.) 8 59 0 + 1 Runde 6 1:42,29 (18.) 9 59 0 + 1 Runde 20 1:43,13 (58.) 10 59 0 + 1 Runde 21 1:42,42 (39.) 11 58 0 + 2 Runden 23 1:44,76 (51.) 12 57 0 + 3 Runden 15 1:45,88 (49.) 13 56 1 + 4 Runden 8 1:42,00 (32.) 14 56 0 + 4 Runden 13 1:42,16 (37.) 15 55 0 + 5 Runden 16 1:45,04 (9.)– 30 0 DNF 11 1:42,67 (25.)– 27 0 DNF 12 1:42,70 (18.)– 25 0 DNF 19 1:44,82 (22.)– 21 0 DNF 1 1:41,88 (20.)– 13 0 DNF 18 1:44,08 (13.)– 13 0 DNF 24 1:47,19 (11.)– 7 0 DNF 4 1:43,35 (6.)– 4 0 DNF 10 1:47,21 (3.)– 0 0 DNF 9 –
WM-Stände nach dem Rennen Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2, 1 Punkt(e). Die besten sechs Ergebnisse der ersten sieben und die besten fünf der letzten sechs Rennen zählten zur Meisterschaft. In der Konstrukteurswertung zählten dabei nur die Punkte des bestplatzierten Fahrers eines Teams.
Fahrerwertung Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 1 Lotus-Ford 452 Brabham-Ford253 McLaren-Ford204 March-Ford195 Ferrari196 March-Ford147 B.R.M.138 Ferrari 12 9 Matra 1010 Matra811 Brabham-Ford 812 Lotus-Ford713 † McLaren-Ford614 March-Ford415 Ferrari 316 Lotus-Ford 317 March-Ford 218 B.R.M. 2 Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte19 Lotus-Ford 220 McLaren-Ford 121 Surtees-Ford / McLaren-Ford 122 Brabham-Ford 023 March-Ford 024 March-Ford 025 Lotus-Ford 026 McLaren-Ford 027 B.R.M. 028 Lotus-Ford 029 Lotus-Ford 030 McLaren-Alfa Romeo 0– † De Tomaso-Ford 0– Brabham-Ford 0– Lotus-Ford 0– De Tomaso-Ford 0– Belassi-Ford 0
Konstrukteurswertung Pos. Konstrukteur Punkte 1 502 333 334 27525 Pos. Konstrukteur Punkte6 177 13– 0– 0 Einzelnachweise
#1970 Osterreich Grosser Preis von Osterreich #1970