mini|Grete Weixler auf einer Fotografie von Nicola Perscheid mini|Grete Weixler auf einer Fotografie von Alexander Binder Margarethe „Grete“ Hedwig Weixler (* 4. Februar 1896 in Berlin; † nach 1930) war eine deutsche Theater- und Stummfilmschauspielerin.

Leben und Wirken Die Tochter des Schlossers Paul Weixler und seiner Frau Emilie, geb. Biedermann,Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin V a, Nr. 263/1896 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). war eine jüngere Schwester der Schauspielerin Dorrit Weixler. „Die Anfänge ihrer [Dorrits] Tätigkeit fielen noch in meine Kinderzeit“, so Grete Weixler 1919 rückblickend (Die Frau im Film, S. 40). Ihr Großvater soll in Ungarn als Schauspieler erfolgreich gewesen sein, Weixlers Tante lebte als Künstlerin in Wien. Auch ihre 1892 geborene Schwester Martha wandte sich der darstellenden Kunst zu.

Grete Weixler erlebte ihr Filmdebüt 1915 im Spielfilm Jahreszeiten des Lebens unter der Regie von Franz Hofer. Im Gegensatz zu Dorrit Weixler, die als erster Backfisch des deutschen Kinos auf kindhafte junge Frauen spezialisiert war, drehte Grete Weixler überwiegend ernste Filme, darunter 1916 Geopfert… unter der Regie von Walter Schmidthässler, 1918 Margarete. Die Geschichte einer Gefallenen unter der Regie von Friedrich Zelnik und 1919 Verschleppt von Carl Boese. Ebenfalls 1919 übernahm sie die Nebenrolle der Lilly im zweiten Teil von Otto Ripperts Aufklärungsfilm Der Weg, der zur Verdammnis führt, einem der umstrittensten und „erfolgreichsten Produkte aus der Nachkriegs-Welle der Sittenfilme“Der Weg, der zur Verdammnis führt. In: Ilona Brennicke, Joe Hembus: Klassiker des deutschen Stummfilms 1910–1930. Goldmann Verlag, München 1983, ISBN 3-442-10212-X, S. 232. um das Schicksal zweier junger Frauen, die Mädchenhändlern in die Hände fallen. Bereits 1922 entstand mit Jaap Speyers Die Tochter der Verführten, worin Weixler als Bankierstochter besetzt wurde, ihr letzter Film.

Neben ihrer Arbeit beim Film war Grete Weixler auch Theaterschauspielerin und trat unter anderem am Trianon-Theater in Berlin auf. Nach dem Ende ihrer Filmkarriere war sie gemeinsam mit ihrer Schwester Martha Weixler bis 1927 am Oldenburgischen Landestheater engagiert. Ihr letztes derzeit bekanntes Lebenszeichen stammt von 1931, als sie mit einem Sketch am Kabarett der Komiker auftrat.Der Neue Weg. 16. März 1931, S. 191 (PDF; 81 MB).

Filmografie 1915: Jahreszeiten des Lebens 1916: Die gräfliche Range 1916: Geopfert… 1916: Der Mutter Ebenbild 1916: Im Reich der Zwerge 1916: Dalles und Liebe 1916: Sein zweites Gesicht 1917: Franz Poppels Jugend 1917: Der Kinokönig 1917: Klein Doortje 1917: Ihr Sohn 1917: Die Memoiren des Satans, 1. Teil: Dr. Mors 1917: Die Memoiren des Satans, 2. Teil: Fanatiker des Lebens 1918: Liebe und Leben, 2. Teil: Die Tochter des Senators 1918: Liebe und Leben, 3. Teil: Zwei Welten 1918: Liebesopfer 1918: Leutnant Mucki 1918: Die Verteidigerin 1918: Der Fluch des Nuri 1919: Margarete. Die Geschichte einer Gefallenen 1919: Wolkenbau und Flimmerstern 1919: Verschleppt 1919: Kitsch. Tragödie einer Intrigantin 1919: Heddas Rache 1919: Donna Lucia 1919: Die schwarze Locke 1919: Die Herrenschneiderin 1919: Der Weg, der zur Verdammnis führt, 2. Teil. Hyänen der Lust 1919: Der Terministenklub 1919: Der Klabautermann 1920: Die Todesmaske 1920: Der Sklavenhalter von Kansas-City 1920: Das Gasthaus von Chicago 1920: Der Mann, der alle Welt bestiehlt 1921: Die Brillantenmieze (2 Teile) 1922: Die Tochter der Verführten

Literatur Die Frau im Film. Altheer & Co., Zürich 1919, , S. 40–42 (PDF; 128 KB). Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch. F. A. Günther & Sohn, Berlin 1922 ff.

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