Lew Romanowitsch Scheinin (, wiss. Transliteration ; * in Brussowanka, Gouvernement Witebsk; † 11. Mai 1967 in Moskau) war ein sowjetischer Jurist, Schriftsteller und Filmszenarist. Er ist häufig gelistet als Lew Schejnin.

Leben und Werk

Lew Schejnin war von 1925 bis 1950 als Untersuchungsbeauftragter der Staatsanwaltschaft tätig und nahm in dieser Funktion auch an den Säuberungs-Prozessen teil. Ab Mitte der 1950er Jahre verfasste er parteikonforme Romane. Von ihm erschien im Deutschen Militärverlag Berlin 1962 Spione, ein Buch über die Tätigkeit faschistisch-deutscher Spione vor dem und während des Zweiten Weltkriegs. Seine Erzählung Herr Iwan wurde vom Fernsehen der DDR verfilmt.

Bücher (Auswahl)

Trumpfdame, Berlin Militärverlag der DDR, 1983, Aufzeichnungen eines Untersuchungsrichters, Berlin Volk und Wissen, 1984, 8. Auflage Spione, Berlin : Militärverl. d. DDR, 1987, 8. Aufl. Schatten der Vergangenheit, Berlin Militärverlag der DDR, 1980, 5. Auflage Spurlos verschwunden, Berlin Das Neue Berlin, 1964 Geheimagenten, Berlin Deutscher Militärverl., 1962, Das Wolfsrudel, Berlin Deutscher Militärverlag, 1969

Filme (Auswahl) Begegnung an der Elbe, 1949, Drehbuch mit Leonid und Pjotr Tur Nächtliche Jagd, 1957, Drehbuch mit Michail Makljarski

Auszeichnungen

Er war Träger der beiden höchsten zivilen Auszeichnung der Sowjetunion des Stalinpreises sowie des Leninordens

Literatur

Šejnin (Scheinin), Lew Romanovič. In: Gerhard Steiner u. a. (Hrsg.): Lexikon fremdsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1980; Band 3, S. 255/256

Weblinks

Biografie auf karavan.tver.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1967 Kategorie:Mann