Chlorpropamid ist ein Arzneistoff aus der Klasse der Sulfonylharnstoffe, der zur Behandlung von Diabetes mellitus eingesetzt wird.
Geschichte Chlorpropamid war in Deutschland ab 1958 im Handel und wird derzeit nicht mehr angewandt.Klaus von Werder: Klinische Neuroendokrinologie. 2. Ausgabe. Springer Verlag, 2005, ISBN 978-3-540-21864-7, S. 101. In der Schweiz war es ab 1978 ausschließlich in Kombination mit Metformin (Präparatename: DiabiforminDiabiformin Fachinformation, Stand Juni 2008. Open Drug Database (oddb), ywesee GmbH. Abgerufen am 8. August 2022.) erhältlichDeutsche Apotheker Zeitung: Diabetes kann die Haut verändern. 2014, Nr. 17, S. 38., ist aber mittlerweile nicht mehr im Handel. In den USA wurden Chlorpropamid-Tabletten unter dem Namen Diabinese vermarktet.Diabinese im FDA Orange Book.
Pharmakologie Pharmakodynamik Chlorpropamid verstärkt die Wirkung des Antidiuretischen Hormons (ADH).
Pharmakokinetik Die Halbwertszeit im Körper beträgt 25–42 Stunden; die Chlorpropamid-Metaboliten sind wahrscheinlich nicht wirkaktiv. Die Ausscheidung erfolgt fast ausschließlich als wasserlösliches Natriumsalz über den Urin.
Einzelnachweise
Kategorie:Arzneistoff Kategorie:Antidiabetikum Kategorie:Benzolsulfonamid Kategorie:Chlorbenzol Kategorie:Harnstoff Kategorie:N-Alkylamid