mini|Melchior Treub mini|Treub Laboratorium in Bogor Botanischen Garten Melchior Treub (* 26. Dezember 1851 in Voorschoten; † 3. Oktober 1910 in Saint-Raphaël) war ein niederländischer Botaniker. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „“.

Leben und Wirken Treub studierte ab 1869 an der Universität Leiden und arbeitete danach als botanischer Assistent von Willem Frederik Reinier Suringar. Auf Empfehlung seines Lehrers war er von 1880 bis 1909 in Niederländisch-Indien als Botaniker tätig. Dort leitete der den Botanischen Garten von Bogor, in dem er fast dreißig Jahre tätig war.

Mitgliedschaften und Auszeichnungen 8. Mai 1879, Königlich-Niederländische Akademie der Wissenschaften (KNAW)Mitgliedsdatensatz bei der KNAW 11. Juni 1888, Korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences 1890, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina 1891 Cothenius-Medaille der Leopoldina 1893 Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 15. Dezember 1896, Assoziiertes Mitglied der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique 1. Juni 1899, Royal Society of London (Auswärtiges Mitglied) 8. Februar 1900, Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften (Korrespondierendes Mitglied) 1909, Sankt Petersburger Akademie der Wissenschaften (Ehrenmitglied)

Nach ihm sind die Pflanzengattungen Treubania 1897 aus der Familie der Riemenblumengewächse (Loranthaceae), Treubia 1890 aus der Familie der Icacinaceae, Treubella 1890 aus der Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae), die Lebermoosgattungen Treubia 1891 und Apotreubia 1967 aus der Familie der Treubiaceae und die Pilzgattungen Melchioria 1897 und Treubiomyces 1909 benannt worden.Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5 doi:10.3372/epolist2018.

Schriften (Auswahl) Le méristème primitif de la racine dans les monocotylédones. In: Willem Frederik Reinier Suringar (Hrsg.): Musée botanique de Leide. Band 2, 1876, S. 17–100 (Digitalisat). E. J. Brill, Leiden 1876 (Digitalisat). Recherches sur les organes de la végétation du Selaginella Martensii Spring. In: Willem Frederik Reinier Suringar (Hrsg.): Musée botanique de Leide. Band 2, 1876, S. 101–126 (Digitalisat). E. J. Brill, Leiden 1877 (Digitalisat).

Weblinks

Mitgliedsdatensatz bei der BBAW Mitgliedsdatensatz bei der SPAW Gabriel Heim: Grünes Gold aus Niederländisch-Indien Im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums vom 15. Oktober 2024

Einzelnachweise

Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert) Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Auswärtiges Mitglied der Royal Society Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences Kategorie:Absolvent der Universität Leiden Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1851 Kategorie:Gestorben 1910 Kategorie:Mann