Cinéma Beur (französisch: cinéma „Kino“ und verlan: beur „Araber“) bezeichnet ein Kino-Filmgenre, das sich mit Migranten in Frankreich maghrebinischer Herkunft befasst und/oder von einem „Beur“ geschaffen wurde bzw. das die „Beurs“ als Zielgruppe avisiert.
Geschichte und Inhalte Als Cinéma Beur wird vor allem das Anfang der 1980er-Jahre entstandene Kino nordafrikanischer Filmemacher bezeichnet, die in Frankreich aufgewachsen sind und in ihren Filmen die Lebenswelten der Einwanderer thematisieren. Der Kontrast zwischen der maghrebinischen Vergangenheit der Eltern und der Gegenwart in den Banlieues der französischen Großstädte waren der Ausgangspunkt für das Konzept eines Kinos, das die Unumkehrbarkeit der kulturellen Vermischung und das Leben in mindestens zwei Kulturen thematisiert.koki-freiburg.de: ; abgerufen am 2. Juni 2011.
Die deutsche Autorin Cornelia Ruhe beschäftigt sich in ihrem Buch Cinéma Beur mit dem Genre. Der Rezensent Stefan Otto meint dazu:
Kritik Der deutsch-türkische Filmemacher Fatih Akın (Gegen die Wand), der Vergleichbares in Deutschland mit seinen Türkisch-Migranten-Themen geschaffen hat, behauptet, das Cinéma Beur gebe es seit Mathieu Kassovitz’ Hass (La haine, 1995) nicht mehr.Amin Farzanefar: Migrantenkino heißt jetzt Mittelmeerkino. In: Berliner Zeitung, 9. August 2003
Weblinks Cinéma Beur. In: Lexikon der Filmbegriffe, Bender Verlag
Literatur Cornelia Ruhe: Cinéma Beur: Analysen zu einem neuen Genre des französischen Films. UVK, Konstanz 2006
Einzelnachweise
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