mini|Brunnen in Rheinsberg von 2000 bis 2001

Günter Kaden (* 1941 in Leipzig) ist ein deutscher Bildhauer.

Biografie Kaden absolvierte von 1958 bis 1961 eine Lehre als Steinmetz und arbeitete anschließend bei einem Bildhauermeister. Kaden legte 1967 seine Abiturprüfung ab und begann im selben Jahr ein Studium an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein in Halle (Saale) bei den Professoren Gerhard Lichtenfeld und Willi Sitte.

Mit dem Diplom als Bildhauer 1972 verließ er die Hochschule und übernahm für die nächsten drei Jahre die künstlerische Leitung der Restaurierungsarbeiten an der gotischen Kirche St. Moritz zu Halle. Ab 1973 wurde er tätig für Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. Nach seinem Umzug 1979 nach Wendischhagen , Entdecken Sie Orte in MV in Mecklenburg-Vorpommern wurde er freiberuflich tätig.

Seine Lebensgefährtin, die Grafikerin Sabine Naumann (* 1960) ist ebenfalls eine vielseitige Künstlerin.Sabine Naumann, Kunstgalerie Mecklenburgische Seenplatte, abgerufen am 11. Mai 2024

Nach der Wende musste er sich, wie viele andere Künstler der ehemaligen DDR, mit seinen Akten bei der Stasi auseinandersetzen und feststellen, wie knapp er der Verhaftung entgangen ist. Seine Studienreisen führten Kaden damals nach Polen, in die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die ehemalige Sowjetunion. Mit dem Ende der DDR eröffneten sich neue Möglichkeiten und so kamen Holland, Italien, die USA, Kanada, England, Schweiz, Österreich und Israel hinzu.

Mitgliedschaften bis 1990 Verband Bildender Künstler der DDR seit 1990 Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V.Günter Kaden, Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V., abgerufen am 11. Mai 2024

Arbeitsgebiet Günter Kaden sagt von sich selbst: „Ich liebe organische Formen. Es sind die Formen der Landschaft, in der ich lebe, die Endmoränen der Mecklenburgischen Schweiz.“Homepage Günter Kaden, abgerufen am 11. Mai 2024 Daher schätzt er die Arbeit mit Materialien wie Stein, Bronze, Terrakotta, aber auch Polyester, um seine Arbeiten zu gestalten. Seine Werke sind vielseitig, neben der langjährigen architekturbezogenen Arbeit finden sich Skulpturen, Spielobjekte für Kinder, Kleinplastiken, Medaillen, Miniaturen und Porträts. Ein Teil seiner Arbeiten wurden in der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer gegossen, einem Traditionsunternehmen, das seit 1725 Erfahrung im Gießen von Plastiken hat.

1980 Skulptur Maritimes Symbol Pilzanker 2003 Lebensgroße Brunnenfiguren in Bronze 2004 Vier Bronzeplastiken als Wasserspeier 2006 Wasserspeier Frosch und Plastik „Dicker Mann“ in Bronzeguss 2008 Drei Bronzeplastiken 2010 Bronzekleinplastiken Wasserspeier, Kröte und Frösche

Ausstellungen (unvollständig) Einzelausstellungen 1977 Galerie „Am Markt“, Gera 1980 Galerie „Am Boulevard“, Rostock 1980 „Greifengalerie“, Greifswald 1980 Galerie „Am Hansering“, Halle 1984 Museum „Otto Ludwig“, Eisfeld 1989 Galerie „Gallus“, Frankfurt (Oder) 1991 Galerie „Harff“, Güstrow 1992 Museum Anklam 1993 Galerie „Bollhagen“, Worpswede 1994 „Kunstmesse BP“, Hamburg 1995 Galerie „Zur Hofstatt“ Basel, Schweiz 1995 Galerie Teterow 1995 „Torgalerie“, Neubrandenburg 1996 „Bronzeguß 96“ Atelierhaus Wendischhagen 1997 „Müritz-Museum“ Waren (Müritz) 1998 Galerie „Harff“, Güstrow 1998 Galerie „Art-ig“ in der JVA Vechta 1999 Kirche Zislow, Mecklenburg 1999 „Atelierhaus Möller“ Schmiedenfelde 2000 „Agentur Galerie“ Rostock 2000 Galerie „Harff“ Güstrow 2000 „Galerie in der Villa Hübner“ Warnemünde 2003 „Museum Waren“ Waren/Müritz 2004 Galerie „Altes Zollhaus“ Herrnburg, Lübeck 2004 Galerie „Terra Rossa“ Leipzig

Ausstellungsbeteiligungen (unvollständig) 1973 „Hallesche Bildhauer“, Orangerie Mosigkau 1975 „Medaillenkunst der DDR“, Münzkabinett Gotha 1976: "Junge Künstler der DDR“, Rostock, Kunsthalle; Berlin Ausstellungszentrum am Fernsehturm („) 1977 bis 1988: VIII. bis X, Kunstausstellung der DDR, Dresden 1980 „Junge Bildhauerkunst der DDR“, Albertinum (Dresden) 1982: „Plastik und Blumen“, Berlin, Treptower Park, 1982 „Miniaturen in der Bildenden Kunst der DDR“, Fürstenwalde 1986 „Gerhard Lichtenfeld und Schüler. Plastik und Zeichnungen.“ Kunsthalle Bad Kösen 1989 „Europäische Medaillenkunst“ Moritzburg (Halle) 1989 Kunstausstellung Tallinn, Estland 1991 „Miniaturen in der Bildenden Kunst“, St. Gallen, Schweiz 1991 „Himmel und Erde“ – Landesschau des BBK, „Alte Börse“ Hamburg 1992 „Erde – Zeichen – Erde“ Landesschau Mecklenburg-Vorpommern 1992 „Deutsche Künstler in Italien“, Lucca, Italien 1992 „Mecklenburger Künstler“, Haus der Parlamentarischen Gesellschaft, Bonn 1992 „Toscana – Pleinair – Ausstellung“ im Kultusministerium Schwerin 1993 Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten 1994 „Kunst und Umwelt“, Städtische Galerie Wollhalle Güstrow 1994 „Erotik in der Kunst“, Museum Gera 1994 Erotikmesse Köln 1995 „Kunst und Umwelt“, Güstrow 1995 „Neue Kunst 95“, Neubrandenburg 1996 „Kunst und Umwelt“, Güstrow 1997 „Kleinplastik in Norddeutschland“ Galerie Kolbien, Garbsen 1998/1999 Kunstmesse „Kunstwerk-Werkkunst“ Schloss Reinbek 1999 „Rostocker Kunstbörse“ Rostock-Warnemünde 2001 „Neunpluseins“ Galerie am Domcapitol Berlin 2001 Bundesgartenschau Potsdam 2002/2003 Kunstmesse „Kunstwerk-Werkkunst“ Schloss Reinbek 2002 „Mit Feuer, Glas und Erde, Metall, Papier und Stein“, internationale Ausstellung in der Städtischen Galerie Wollhalle Güstrow 2002 Internationale Gießereimesse Brno, Tschechien 2003 Internationale Gießereimesse Düsseldorf 2004 „Olympische Kunst und Sport“ Deutsches Sport- und Olympiamuseum Köln

Ehrungen 1978 Preis der Ausstellung „Junge Kunst“, Altes Museum (Berlin) 1987 Erster und zweiter Preis des Wettbewerbes „Environment Reitbahnsee“, Neubrandenburg 1993 Zweiter Preis Medaillenwettbewerb „Max Pechstein“, Zwickau 1994 Dritter Preis Medaillenwettbewerb „1000 Jahre Mecklenburg“, Schwerin 1994 Zweiter Preis Wettbewerb „Behindertengerechtes Wohnhaus“, Neubrandenburg 1994 Erster Preis Wettbewerb „Ärztehaus Neubrandenburg“ 1997 Erster Preis Wettbewerb „Marcusdenkmal“, Malchin 1999 Erster Preis Wettbewerb „Badebrunnen“ Rheinsberg 1999 Erster Preis Wettbewerb „Mönch-Brunnen“ Dargun 2000 Erster Preis Wettbewerb „Hanse-Brunnen“ Demmin 2001 Erster Preis Wettbewerb „Brunnen für die Altstadt in Stralsund“ 2004 Dritter Preis Wettbewerb des IOC „Olympiade & Kunst“ 1993 Stipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern für den Arbeitsaufenthalt in Lucca, ItalienDornenhaus, abgerufen am 11. Mai 2024 2004 IOC-Wettbewerb „Olympia und Sport“, 3. Preis der Deutschen Olympischen Gesellschaft

Stipendien und Pleinairs 1972–1974 Förderstipendium des Kulturministeriums 1978 Internationales Bildhauerpleinair in Otmanli, Bulgarien 1988 Pleinair Schloss Puchow, Mecklenburg 1989 Internationales Keramikpleinair Mecklenburg 1993 Stipendium in der Toscana, Lucca, Italien 1996 Internationales Pleinair „Open-air Bronzeguß“, Atelierhaus Wendischhagen 1997 Pleinair der Stadt Teterow 1999 Internationales Pleinair „Mensch und Landschaft“ in Vogelsang Mecklenburg-Vorpommern 2001 Pleinair des Kunstvereins Teterow 2002 Internationales Pleinair des Kunstvereins Teterow

Literatur Günter Kaden, Internationales Bronzeguss-Pleinair: Bronzeguss 1996; eine Dokumentation, Kunsthaus-Verlag 1996 A. Gontek, Günter Kaden, D. Schriever: Kunst und Kunsthandwerk im Naturpark, Landesamt für Umwelt, 2008 Kaden, Günter. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 413

Weblinks

Homepage des Bildhauers Günter Kaden Brunnen Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK Bildhauer treffen sich auf St. Gertruden Ostsee-Zeitung 4. Juni 2009

Einzelnachweise

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