Azocyclotin ist eine hochgiftige chemische Verbindung aus der Gruppe der Zinnorganischen Verbindungen und Stickstoffheterocyclen.

Gewinnung und Darstellung Azocyclotin kann durch Reaktion von 1,2,4-Triazol mit Tricyclohexylzinnchlorid (TCHT) gewonnen werden.Thomas A. Unger, Pesticide Synthesis Handbook S. 398; ISBN 978-0815514015.

Eigenschaften Azocyclotin ist ein farbloser Feststoff, welcher schlecht löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich über einer Temperatur von 210 °C.

Verwendung Azocyclotin ist ein von der Bayer AG 1977 eingeführtes Akarizid mit Berührungswirkung und langer Wirkungsdauer gegen alle beweglichen Stadien der Spinnmilben. Es wird bevorzugt zur Spinnmilbenbekämpfung im Wein-, Obst-, Gemüse-, Citrus- und Baumwollanbau eingesetzt.

Zulassung In den EU-Staaten wie Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die Azocyclotin als Wirkstoff enthalten. Azocyclotin wurde in Deutschland und Österreich unter dem Handelsnamen „Peropal“ vermarktet; die Zulassung und Aufbrauchfrist in Deutschland endete am 30. September 2004.

Weblinks FAO: Azocyclotin (PDF; 1,4 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Zinnorganische Verbindung Kategorie:Triazol Kategorie:Cyclohexylverbindung Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Akarizid Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 20