Lerchenbergshof (fränkisch: Lärcha-hofE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 124. Dort folgendermaßen transkribiert: „lęrchəhof“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Oberdachstetten im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Lerchenbergshof liegt in der Gemarkung Oberdachstetten.

Geografie Nördlich der Einöde liegen die Waldgebiete Altenschlag und Dachsbau. 0,5 km nördlich erhebt sich der Lerchenberg (). Im Süden fließt die Fränkische Rezat. Jenseits der Rezat liegt das Flurgebiet Eckertslohe. Eine Anliegerstraße führt nach Oberdachstetten (1,3 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde in den Vetterschen Oberamtsbeschreibungen von 1732 als „ein Güthlein bei der Lerchenmühl“ erstmals schriftlich erwähnt. Benannt wurde sie nach der wesentlich älteren Lerchenbergsmühle.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 124.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Lerchenbergshof zur Realgemeinde Oberdachstetten. Der Hof hatte das Obervogteiamt Virnsberg des Deutschen Ordens als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) erhielt der Lerchenbergshof die Hausnummer 66 des Ortes Oberdachstetten.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 894. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1004.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lerchenbergshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberdachstetten und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Oberdachstetten zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.

Baudenkmal Bauernhof, eingeschossiger, massiver Mansarddachbau, 18. Jahrhundert; Fachwerkscheune, Walmdach, 18. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006 2015 2019Einwohner 9 7 12 7 9 13 37 6 6 2 3 6 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 2 2 2 8 2 2 Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Oberdachstetten) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Oberdachstetten) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1732