Hohenau (fränkisch: Han-aabE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 99. Dort folgendermaßen transkribiert: „hanāb“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Oberdachstetten im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Hohenau liegt in der Gemarkung Mitteldachstetten.
Geografie Im Dorf entspringt das Tränkbächlein, ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat. 0,5 km südöstlich entspringt der Vogelbach, der ebenfalls ein rechter Zufluss der Rezat ist. Unmittelbar nördlich des Ortes liegt der Schloßbuck. Im Südwesten liegt das Waldgebiet Großer Lenker, 0,75 km westlich liegt das Rotholz, 1 km südöstlich erhebt sich der Eichelberg () im Hochholz.
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mitteldachstetten (1,3 km nordöstlich) bzw. die Bundesstraße 13 kreuzend nach Obersulzbach (2,5 km südwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt direkt zur B 13 (0,3 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1398 als „Hohenaib“ erstmals urkundlich erwähnt. Johann von Hohenlohe verkaufte diesen an die Burggrafschaft Nürnberg.So R. Krusche: Am Ursprung der Rezat. Historisches von und um Oberdachstetten, S. 207.Nach E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 99, Ersterwähnung 1447 als „Hohenawe“. Der Ortsname bedeutet bei der hoch gelegenen Aue.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 99. Von der ehemaligen Burg Hohenau auf dem Schlossbuck sind keine Reste erhalten.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hohenau 11 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Markt Bergel aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Ansbach als Grundherrn (Vogtamt Birkenfels: 2 Höfe, 2 Halbhöfe, 2 Häuser; Ansbacher Rat: 1 Hof, 2 Halbhöfe, 1 Köblergut, 1 Söldengütlein). Neben diesen Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 870. (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 730) Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 3, S. 1000f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hohenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteldachstetten und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Mitteldachstetten zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.Nach soll Hohenau ursprünglich eine Gemeinde gewesen sein, was aber durch den Eintrag im Adreß- und statistischen Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern (1820), S. 55 nicht gedeckt ist wo es weiterhin als Ort der Ruralgemeinde Mitteldachstetten aufgelistet wird. Am 1. Januar 1972 wurde Hohenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Oberdachstetten eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006 2015 2019Einwohner 74 81 77 76 79 77 72 104 66 61 54 74 66 68HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 16 16 14 16 13 13 13 12 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Obersulzbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Oberdachstetten) Kategorie:Ersterwähnung 1398