mini|Leibnizbüste (Kopie) Der Studentenorden mit der Bezeichnung Z.N. war einer der bedeutenden Studentenorden an der Georg-August-Universität Göttingen im 18. Jahrhundert.
Geschichte Neben dem wohl einzigen nach dem Ordensverbot von 1766 bis 1778 fortbestehenden Studentenorden Concordia et Taciturnitas (C.e.T.),auch Gustavsloge des erwürdigen unzertrennlichen Concordien-Ordens, bestand von 1762 bis 1778; ca. 144 Mitglieder, vgl. Götz von Selle (1927) entstand neu, aus dem Ordre de l’Esperance und der Göttinger Espérancierloge MarsFreimaurer-Zeitung: Handschrift für Brüder, Band 4, 1850, S. 181 hervorgegangen 1772 der Orden Z.N., zuletzt unter dem Seniorat Professor Blumenbachs bis zum Verbot 1784. Z.N. war nach der Einschätzung von Historikern der einflussreichste Göttinger Studentenorden der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Carl Friedrich Schubert, immatrikuliert 8. Mai 1778 bis Ostern 1781, Autor der Silhouetten-Sammlung Schubert (1778–1781) mit Porträts seiner Koätanen in der Hannoverschen Landsmannschaft und der hervorgehobenen Mitglieder der weiteren in Göttingen bestehenden Landsmannschaften seiner Zeit, die vielfach auch Mitglied des Ordens Z.N. waren, hielt viele Z.N.-Mitglieder in Göttingen als Schattenriss fest und bezeichnete diese als Mitglieder.Datierung der SUB Göttingen: 20. Juni 1779. Darüber hinaus gaben sich viele ZN-Mitglieder in Stammbucheinträgen das Zeichen des Ordens bestehend aus den Buchstaben „ZN“ selbst bei.
Der Orden verfügte bei seinem Verbot über ein erhebliches Geldvermögen, das für die Einrichtung eines Chemischen Labors gesammelt worden war. Unter Ernst Brandes wurden diese Mittel unter Einwerbung weiterer Mittel aus dem Mitgliederkreis für ein Denkmal für Gottfried Wilhelm Leibniz vorgesehen. Aus dem Liquidationsvermögen des Ordens schuf der irische Bildhauer Christopher Hewetson 1788 die Leibniz-Büste für den Leibniztempel in Hannover und setzte so zugleich dem ZN-Orden und seinen aufklärerischen Zielsetzungen ein bleibendes Denkmal.
Mitglieder des Ordre de l'Esperance Mitglieder des Vorgängerordens in Göttingen bildeten die Altherrenschaft und die Förderer des Ordens Z.N., so Dietrich Heinrich Ludwig von Ompteda, imm. 14. Oktober 1763 ex Ritterakademie Lüneburg (1761–1763), auch Mitglied des Ordre de l'Esperance. Er ist auch enthalten in der Teilnehmerliste zum Besuch des Herzogs von York in Göttingen am 22. August 1765.Handschriftenabteilung der SUB Göttingen Er ist weiter belegt durch seinen Eintrag im Stammbuch von dem Busch (1763-66).Caddick/Curschmann, Nr. 0448; Richter, Nr. 25 Weiter Ernst August Rumann, imm. 24. Oktober 1763 bis Michaelis 1766, ebenfalls enthalten in der Teilnehmerliste zum Besuch des Herzogs von York in Göttingen am 22. August 1765.Caddick/Curschmann, Nr. 0452; Richter, Nr. 39 und Christian Ludwig Albrecht Patje, imm. 20. Oktober 1764 bis Ostern 1767.Enthalten in der Teilnehmerliste zum Besuch des Herzogs von York in Göttingen am 22. August 1765. Eintrag im Stammbuch von dem Busch (1763-66). Nach: Caddick/Curschmann, Nr. 0474; Richter, Nr. 41
Mitglieder des Ordens ZN in Göttingen