Saint-Didier ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Kanton Pernes-les-Fontaines im Arrondissement Carpentras.

Lage Saint-Didier liegt östlich von Avignon, unweit von Carpentras und Pernes-les-Fontaines. Das Dorf befindet sich am Fuße der Monts de Vaucluse, südwestlich des Mont Ventoux. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Mont-Ventoux.

Einwohnerentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2017Einwohner 795 1024 1067 1313 1657 1847 2084 2144

Geschichte Im Jahr 1160 kaufte Franco, Bischof von Carpentras die Befestigung von Raimund V. dem Grafen von Tholosen ab. Hier tauchte erstmals der Name S. Desiderii auf. In der Renaissance dann gab es verschiedentliche Herren von St. Didier, namentlich die Thézan, die Venasque, die Seguin-Vassieux, die Guesc, die Modène, die Raffélis de Tertulle und die Chaylus.

Sehenswürdigkeiten In den Nachbargemeinden Carpentras und Monieux wurden drei Weiheinschriften für den gallo-römischen Lokalgott Mars Nabelcus gefunden.

Das Schloss Thézan mit seinem Ehrenhof liegt im Süden der Gemeinde. Das Eingangsportal und die Treppe sind seit dem denkmalgeschützt, genauso wie die Innendekoration des Festsaals und des grand salons, sowie der Kamin des Lesesaals.Patrimoine de France - Château de Thézan

Die Kirche aus dem 16. Jahrhundert wurde 1758 überarbeitet und besitzt einen überdachten Durchgang am Unterteil des Glockenturms. Das Kirchengebäude, das Durchgangsgewölbe und der Glockenturm sind seit dem denkmalgeschützt.Patrimoine de France - Eglise Saint-Didier

Das alte Kloster Sainte-Garde-des-Champs stammt aus dem . Das Seitenportal der Kapelle beinhaltet eine Statuennische und ist mitsamt dem Klostergebäude seit dem denkmalgeschützt.Patrimoine de France - Sainte-Garde-des-Champs

Sehenswert sind auch die Waschhäuser und Springbrunnen. Der Springbrunnen am Kirchplatz ist seit dem denkmalgeschützt.Patrimoine de France - Fontaine

Weiterhin gibt es ein Freilichtmuseum für „Lockpfeifen, Tiere und Trüffel“.

Persönlichkeiten Marcel Delabarre (1892–1943), französischer Autorennfahrer Jules Laurens (1825–1901), französischer Maler und Lithograph, wohnte seit 1880 in Saint-Didier.

Literatur Robert Bailly: Dictionnaire des communes du Vaucluse, Avignon, 1986, ISBN 2-903044-27-9 Jules Courtet: Dictionnaire géographique, géologique, historique, archéologique et biographique du département du Vaucluse, Nîmes, 1997, ISBN 2-84406-051-X Jean-Pierre Saltarelli: Les Côtes du Ventoux, origines et originalités d'un terroir de la vallée du Rhône, Avignon, 2000, ISBN 2-87923-041-1 Guy Barruol, Nerte Dautier, Bernard Mondon: Le mont Ventoux. Encyclopédie d'une montagne provençale, 2007, ISBN 978-2-906162-92-1 Martine Reynaud: Notre-Dame de Sainte-Garde. Un lieu, une histoire, Saint-Didier, 2017, ISBN 2-913593-64-X

Weblinks

Offizielle Website (französisch)

Einzelnachweise

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