In der Liste der Baudenkmäler in Sankt Johann (Saar) sind alle Baudenkmäler des Saarbrücker Ortsteils St. Johann aufgelistet. Grundlage ist die Veröffentlichung der Landesdenkmalliste vom 16. Februar 2011 und die aktuelle Teildenkmalliste der Landeshauptstadt Saarbrücken in der Fassung vom 9. August 2017.
Am Bruchhübel Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Bruchhübel FriedhofDer alte St. Johanner Friedhof wurde 1883 von Hugo Dihm auf dem Gelände „Am Bruchhügel“ angelegt. 1896/97 erhielt der Friedhof dann eine provisorische Leichenhalle und ein Wärterhaus, 1908 wurde die Einsegnungshalle erweitert und um 1910 der Friedhof vergrößert. Nach Anlage des neuen Zentralfriedhofs wurde der St. Johannes Friedhof 1917 geschlossen und ab 1933 als Parkanlage umgestaltet. Heute ist er für Urnengräber wieder geöffnet. Erhalten sind viele monumentale Grabdenkmäler aus der Zeit um die Jahrhundertwende. 130pxAm Bruchhübel 1 Friedhofswärterhaus, Nebengebäude mit Leichenhalle, 1897–97Das Friedhofswärterhaus wurde 1896/96 am unteren Eingang des Friedhofs angelegt. Das Gebäude is sein eingeschossiger Putzbau über einem rustizierten Sandsteinsockel. Die Vorderfront ist mit einem durchgehenden Fenster belichtet. Ein Eckrisalit schiebt sich leicht in den Vordergrund. Der Dreiecksgiebel ist verschiefert und leicht auskragend. 130px
Am Hauptbahnhof Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Hauptbahnhof Reparaturhalle des BahnbetriebswerksDie Reparaturhalle wurde 1895 aus Ziegelmauerwerk errichtet und besitzt sowohl hochrechteckige wie auch rundbogige Tür- und Fensteröffnungen. Von dem Gebäude standen nur noch die Außenmauern, die nun Teil eines Neubaus sind. 130pxAm Hauptbahnhof Wasserturm des BahnbetriebswerksDer Wasserturm wurde vor 1880 als lang gestreckter achteckiger Sandsteinbau errichtet. Hohe Blendfelder und Strebepfeiler gliedern das Gebäude mit seinen rundbogigen Fenstern. Um 1960 wurde der Turm zur Eisenbahnfachschule umgebaut, heute steht das Gebäude leer. 130pxAm Hauptbahnhof 4 Dienstgebäude der ehem. Reichsbahndirektion SaarbrückenDas Direktionsgebäude ist ein schmuckloser Bau mit Fassadenverkleidung aus Sandsteinplatten und wurde 1938 von P. A. Behringer erbaut. Das fünfgeschossige Gebäude mit deutlicher Fensterrahmung bildet den östlichen Abschluss des Bahnhofsvorplatzes. 130px
Am Homburg Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Homburg 3 BrauereiDas Brauereigebäude wurde 1899 von dem Architekten Keller errichtet und 1924 von Karl Brugger umgebaut. Der fünfgeschossige, traufständige Ziegelsteinbau ist mit Lisenen und Gesimsen reich gegliedert. Blendfelder nehmen die Schulter- und Segmentbogenfenster auf. Im Zentrum sitzt ein großes Tor mit Schulterbogen und Schlussstein. 130px
Am Römerkastell Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Römerkastell Reste des Römerkastell Saarbrücken, 3. Viertel 4. Jh.Die erhaltenen Reste eines römischen Kastells belegen eine römische Besiedlung an der Saar für das Ende des 4. Jahrhunderts. Erhalten sind die Grundmauern eines sechsseitigen Trapezes mit Rundtürmen. Es schützte die Straße von Metz nach Worms, wurde aber schon im 5. Jahrhundert verlassen und vermutlich nie ganz fertig gestellt. 130px
Am Staden Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Staden Gärten, Alleen, Übergang von der Wohnbebauung zur öffentlichen Parkanlage durch Böschungsmauer, Balusterbrüstung, Estraden, Treppen und Pavillons von Heinrich Güth, parkartig gestalteter Uferstreifen (Auen-Park)Das Wohngebiet Am Staden entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als bürgerliches Wohnviertel. Direkt an der Saar würde nach Plänen von Heinrich Güth eine parkähnliche Anlage geschaffen, die durch eine Böschungsmauer mit Balusterbrüstung vom Wohnviertel getrennt wurde und über Treppen erreichbar ist. Mehrere kleine Pavillons sollten der Erholung dienen und werden heute als Imbiss-Stände genutzt. 130pxAm Staden Ulanen-DenkmalDas Ulanen-Denkmal wurde in Erinnerung an die im Deutsch-Französischen Krieg Gefallenen des (Rheinischen) Ulanen-Regiments Nr. 7 „Großherzog Friedrich von Baden“ 1913 vor dem Alten Rathaus am Schlossplatz errichtet. Nach 1945 wurde es versetzt und 1957 in die Parkanlage am Staden transloziert. Das auf einem Sockel aus rotem Sandstein stehende Reiterstandbild von dem Bildhauer Fritz Klimsch zeigt einen nur mit einem attischen Helm bekleideten Reiter. 130pxAm Staden 13 VillaDie zweigeschossige Villa mit Walmdach wurde 1909–1910 von Wilhelm Noll errichtet. Der traufständige Putzbau besitzt auf der Straßenseite sechs Achsen, wobei die beiden mittleren im Erdgeschoss von einer halbrunden Auslucht verdrängt wurden. Die Fenster der Auslucht werden von halbrunden Pilastern getrennt, die ein hohes Gebälk tragen. Im Dach sitzt über der Auslucht eine Gaube mit Dreiecksgiebel. Rustizierte Lisenen gliedern das Gebäude. Die oberen Fenster enden an einem hohen Traufgesims. 130pxAm Staden 14 Villa 1910 von Christian Burgemeister, 1961 innen umgebaut 130pxAm Staden 15 Villa mit Ausstattung1922 von Metzken und R. Hellbrüsk 130pxAm Staden 16 Villa1910 von Moritz Gombert 130pxAm Staden 17 Villa mit Ausstattung1923 von Carl Burgemeister und Karl Brugger 130pxAm Staden 18 Villa mit Ausstattung1910 von Carl Burgermeister 130pxAm Staden 21 Villa mit Garten1907 von Willi Schlier, Umbau 1946 130pxAm Staden 25 Villa 1911 von Wilhelm Noll, Umbau 1959 130pxAm Staden 27 Wohnhaus (Doppelhaus mit Nr. 29) 1909 von Carl Burgermeister 130pxAm Staden 29 Wohnhaus (Doppelhaus mit Nr. 27)1908 von Carl Burgemeister, Umbau 1954 130pxAm Staden 30/31 Doppelwohnhaus1929–1930 von Peter Weiß, 1990 Dachausbau 130px
Am Stadtgraben Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Stadtgraben Wohn- und Geschäftshäuser 130pxAm Stadtgraben 2–4 Behördenhausheute Finanzamt, um 1952 von Baurat Wundrack 130pxAm Stadtgraben 6–8 Finanzministerium1965–66 von Walter Nobis 130px
Am Stiefel Lage Bezeichnung Beschreibung BildAm Stiefel 1 130pxAm Stiefel 2 Gasthaus zum StiefelDas Gasthaus wurde 1718 von dem Braumeister Daniel Bruch erbaut. Es wurde Stammhaus der Brauerei Bruch. Der dreigeschossige Massivbau mit Satteldach steht mit axialsymmetrischer Fensterfassade mit Giebel zum St. Johanner Markt. Eckquaderungen gliedern das Gebäude, ein Rundtor in der Straße Am Stiefel bildet den Zugang zum Gebäude. 130px
Arndtstraße Lage Bezeichnung Beschreibung BildArndtstraße 1 Wohnhaus1929–31 von Hermann Kopf und Richard Rosprich 130pxArndtstraße 3 Wohnhaus1929–31 von Hermann Kopf und Richard Rosprich 130pxArndtstraße 26 130px
Außerhalb der Stadtlage Lage Bezeichnung Beschreibung BildAußerhalb der Stadtlage (im St. Johanner Stadtwald) zwei Bannsteine, 1787 und 1804 Außerhalb der Stadtlage (im St. Johanner Stadtwald) Grenzstein, Bannstein, 18./19. Jh Außerhalb der Stadtlage (im St. Johanner Stadtwald) Kriegerdenkmal, nach 1945
Bahnhofstraße Lage Bezeichnung Beschreibung BildBahnhofstraße 2 WohnhausDas kleine Gebäude wurde im 18. Jahrhundert errichtet und um 1925 umgebaut. Dabei erhielt der dreigeschossige Putzbau im Erdgeschoss Ladeneinbauten. So blieben nur die oberen Geschosse im Original erhalten. Während die traufständige Gebäudeseite drei Fensterachsen besitzt, sitzen in der Giebelseite im ersten Obergeschoss keine Fenster, darüber liegen zwei Geschosse mit je vier Achsen. 130pxBahnhofstraße 4 WohnhausDas im frühen 18. Jahrhundert erbaute Wohnhaus wurde 1983/84 entkernt und saniert. Im Erdgeschoss entstanden Ladeneinbauten. Das schmale Gebäude ist etwas niedriger als die umgebende Bebauung und besitzt deutliche Fensterfaschen. 130pxBahnhofstraße 5/7 Wohnhäuser18./19. Jahrhundert 130pxBahnhofstraße 6 Wohnhausum 1850, Ladeneinbau von 1855, seit dem 4. Viertel 19. Jahrhundert mehrfach umgebaut 130pxBahnhofstraße 8/10 Doppelwohn- und Geschäftshausum 1865 von Friedrich Mertz, mehrfach umgebaut 130pxBahnhofstraße 9 Gasthaus „Zum Ochsen“Der dreigeschossige Putzbau mit Mansarddach wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet und erhielt 1888/89 einen Anbau. Das Eckgebäude erhielt eine rustizierte Lisene als Schmuck der Gebäudeecke. Die Fenstergewände an der Straßenseite sind deutlich profiliert. ursprünglich wurde das Gebäude als Gasthaus genutzt, inzwischen ist es Wohnhaus mit Ladeneinbauten im Erdgeschoss. 130pxBahnhofstraße 11 Wohn- und Geschäftshausum 1867 von L. Loew, 1897 Umbau des später mehrfach veränderten Ladenparterres, Umbauten 1988 und 1997 130pxBahnhofstraße 13 WohnhausDas barocke Wohnhaus wurde um 1790 von Balthasar Wilhelm Stengel errichtet. 1870 wurde das Erdgeschoss zum Laden umfunktioniert. 1974 Erneuerung des Dachstuhls und Innenumbauten. 1988 erfolgte ein umfassender Umbau mit Ladeneinrichtungen, dabei wurde auch die Fassade stark verändert und großflächige Schaufenster eingebaut. Der zweigeschossige Putzbau mit Mansardwalmdach besitzt ein noch weitgehend original erhaltenes Obergeschoss mit sechs und vier Achsen und Segmentbogenfenstern. 130pxBahnhofstraße 16 Städtische Polizeiwache 1866, 1906–07 Umbau zum Miets- und Geschäftshaus, 1983–84 Innenumbau 130pxBahnhofstraße 18 WohnhausDer Putzbau mit Mansardwalmdach wurde um 1790 von Balthasar Wilhelm Stengel als Wohngebäude errichtet. Seit 1876 ist es Geschäftshaus, 1980/81 erfolgten weitreichende Umbauten. Den Eingang bildet zur Bahnhofstraße ein rundbogiges Tor, dessen profiliertes Gewände von Pilastern getragen wird. Die sechs Achsen der Straßenfassade werden von Segmentbogenfenstern gebildet, die heute im Erdgeschoss bis zum Boden reichen. Ein Geschossgesims und Lisenen gliedern den Bau. 130pxBahnhofstraße 26 Wohnhaus mit Holzgalerien Der traufständige, zweigeschossige Putzbau mit Mansarddach wurde in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts von Friedrich Joachim Stengel errichtet. Im Erdgeschoss befinden sich heute Ladeneinbauten, das Obergeschoss ist mit seinen sieben Fensterachsen nahezu im Original erhalten. Lisenen betonen die Gebäudeecken, ein Geschossgesims zieht sich durch die Fassade und ist mit dem Abschluss des Giebelfeldes über der Tür im Erdgeschoss verkröpft. Der kleine Innenhof des Gebäudes wird von hölzernen Galerien umlaufen. 130pxBahnhofstraße 37 Diskontoecke, Wohn- und GeschäftshausDas viergeschossige Eckhaus mit Bänderrustizierung wurde 1897 von Karl Brugger errichtet und war lange Sitz der Diskonto-Gesellschaft. Von dem repräsentativen Sandsteingebäude sind nur die beiden oberen Geschosse im ursprünglichen Zustand erhalten. Die Fenster im dritten Geschoss sind mit runder und dreieckiger Verdachung ausgeführt, die im obersten Geschoss mit geradem Sturz und Schlussstein. Breite Faschen mit auffälligen Konsolen flankieren die Fenster. Zur Bahnhofstraße sitzt ein halbrunder Erker mit Balkonen und reicher Verzierung in der Fassade. Zwischen den Fenstern im Obergeschoss sitzen Mosaike mit Vasen und floralem Motiv. 130px
Bayernstraße Lage Bezeichnung Beschreibung BildBayernstraße 12/14 Doppelwohnhaus für ProfessorenDie beiden Wohnhäuser entstanden 1951 für Lehrpersonal der neu gegründeten Universität. Die Pläne stammen von dem französischen Architekten und Stadtplaner Marcel Roux in der Bruchwiesensiedlung. Die sechsgeschossigen Zeilenbauten mit Flachdächern boten 40 Wohnungen. Die Südseiten sind großzügig mit Fenstern ausgestattet. Natursteinsegmente bereichern die Bauten. Die Wohnungen wurden großzügig geschnitten und trennen Wohnbereich und Schlafzimmer bewusst. Erhalten ist die teilweise reiche Ausstattung mit Wandschränken und farbigen Kücheneinbaumöbeln im Stil der Erbauungszeit. 130px
Beethovenstraße