Medaillenspiegel Platz Land G S B Ges. 1. 39 41 33 113 2. 38 32 19 89 3. 27 14 17 58 4. 22 20 22 64 5. 20 28 23 71 6. 17 7 22 46 7. 10 12 14 36 8. 10 12 11 33 9. 10 11 16 37 10. 10 10 20 40……………… 24. 3 4 6 13……………… 53. 1 1 5 7 Vollständiger Medaillenspiegel

Die Olympischen Sommerspiele 2020 (nach dem Austragungsort auch Tokio 2020, offiziell: Spiele der XXXII. Olympiade, : 2020年東京オリンピック) fanden vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 in der japanischen Hauptstadt Tokio statt, wobei bereits am 21. Juli die ersten Spiele im Soft- und Fußball ausgetragen wurden. Auch die Wettkämpfe im Bogenschießen und Rudern (jeweils ab 23. Juli 2021) hatten vor der Eröffnungsfeier begonnen.

Ursprünglich sollten die Olympischen Sommerspiele vom 24. Juli bis 9. August 2020 abgehalten werden, wurden jedoch wegen der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschoben. Damit wurden erstmals Olympische Sommerspiele außerhalb des üblichen 4-Jahres-Rhythmus angesetzt.Olympische Spiele in Tokio auf 2021 verschoben Sportschau, abgerufen am 23. März 2020 Sie fanden pandemiebedingt größtenteils ohne Zuschauer und ohne Angehörige von Athleten statt. Aus dem Ausland waren nur wenige freiwillige Helfer erlaubt.

Deutschland erreichte mit 10 Goldmedaillen Platz 9 im Medaillenspiegel und damit sein bisher schlechtestes Ergebnis.

Im Anschluss an die Spiele wurden auf den Sportstätten vom 24. August bis 5. September 2021 die Paralympischen Sommerspiele ausgetragen.

Bewerbungen

Bis zum Ende der Bewerbungsfrist wurden beim IOC sechs Bewerbungen eingereicht. Am 8. Dezember 2011 wurde ausgelost, in welcher Reihenfolge die Bewerber alle Präsentationen, darunter die am Entscheidungstag in Buenos Aires, durchführen sollten. Diese Reihenfolge lautete: Istanbul, Tokio, Rom, Baku, Doha und Madrid. Nachdem Rom seine Bewerbung zurückgezogen hatte, waren noch fünf mögliche Austragungsorte übrig, etwa drei Monate später, am 23. Mai 2012, gab das IOC bekannt, dass Istanbul, Tokio und Madrid den Status einer Kandidatenstadt erreichten.

Die Mitglieder des IOC entschieden am 7. September 2013 in Buenos Aires über den Austragungsort. In der ersten Wahlrunde erreichte Tokio 42 Stimmen. Zwischen Madrid und Istanbul gab es einen Gleichstand von 26:26 Stimmen. Eine Stichwahl (49:45 Stimmen) entschied, dass Istanbul in die Endabstimmung kam. Dort erhielt Tokio 60 Stimmen (Istanbul 36). Ort Land Runde 1 Stichwahl Runde 2 Tokio 42 – 60 Istanbul 26 49 36 Madrid 26 45 –

Die japanische Hauptstadt trug bereits 1964 die Spiele aus. Auch 1940 war Tokio für die Austragung der Spiele vorgesehen, musste sie aber nach dem Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Kriegs am 16. Juli 1938 an das IOC zurückgeben. Tokio bewarb sich erfolglos um die Olympischen Spiele 1960 und 2016.

Vorwurf der Korruption

Nach Angaben der Pariser Finanzstaatsanwaltschaft sollen im Juli und Oktober 2013 zwei Zahlungen mit dem Betreff „Tokyo 2020 Olympic Game Bid“ („Tokio 2020 Olympiabewerbung“) von einem japanischen Konto an die Firma Black Tidings in Singapur geflossen sein, wobei es um eine Summe in Höhe von 2,8 Millionen Singapur-Dollar (rund 1,8 Millionen Euro) ging.Ermittler untersuchen verdächtige Zahlungen, Olympia 2020, auf: spiegel.de, vom 12. Mai 2016, abgerufen am 24. Oktober 2017 Der Inhaber von Black Tidings stand Papa Massata Diack nahe, dem Sohn des früheren Präsidenten des Leichtathletikweltverbandes (IAAF), Lamine Diack, gegen den die französische Justiz im Zusammenhang mit dem Doping und Korruption beim IAAF ermittelt, in diesem Zusammenhang auf die verdächtigen Zahlungen hingewiesen wurde und ein gesondertes Korruptionsermittlungsverfahren eröffnete.

Ende Oktober 2017 wurde ein Mailverkehr zwischen Lamine Diack und seinem Sohn Papa Massata Diack vom Tag der IOC-Entscheidung für Tokio publik, der aus Sicht der Strafermittler der Pariser Sonderstaatsanwaltschaft „Parquet national financier“ (PNF) besondere Beweiskraft hat, weil diesem zufolge Lamine Diack tatsächlich Einfluss auf das Stimmverhalten des afrikanischen Blocks hatte, der sich auf keinen Fall für Madrid aussprechen sollte.Silke Bernhart: , Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 23. Oktober 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017Thomas Kistner: „Wir müssen das während der Pause klären“, Olympia-Skandal, auf: sueddeutsche.de, vom 22. Oktober 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017 Anders als der in Frankreich unter Hausarrest stehende Lamine Diack, konnte Papa Massata Diack in Senegal abtauchen, weswegen er seit 2016 von Interpol gesucht wird.

Im Januar 2019 wurde bekannt, dass in Frankreich Ermittlungen gegen Tsunekazu Takeda, den Präsidenten des Japanischen Olympischen Komitees wegen aktiver Korruption bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio eingeleitet wurden. Im Fokus steht insbesondere eine verdächtige Zahlung von zwei Millionen Euro, an der Takeda im Zuge der Bewerbung beteiligt gewesen sein soll.Ermittlungen wegen Korruption – IOC droht weiterer Skandal, auf sportschau.de, vom 11. Januar 2019. Abgerufen am 11. Januar 2019. Im März 2019 kündigte Takeda an, im Juni 2019 als JOC-Präsident und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees zurückzutreten.

Vorbereitung Zum 25. Juni 2015 richtete Premierminister Shinzō Abe den Kabinettsposten eines „Olympiaministers“ ein, der bis 2020 von fünf verschiedenen Personen ausgeführt wurde: Juni 2015–August 2016: Toshiaki Endō (drittes Kabinett Abe und zum ersten Mal umgebildetes drittes Kabinett Abe) August 2016–August 2017: Tamayo Marukawa (zum zweiten Mal umgebildetes drittes Kabinett Abe) August 2017–Oktober 2018: Shun’ichi Suzuki (zum dritten Mal umgebildetes drittes Kabinett Abe und viertes Kabinett Abe) Oktober 2018–April 2019: Yoshitaka Sakurada (zum ersten Mal umgebildetes viertes Kabinett Abe) April 2019–September 2019: Shun'ichi Suzuki (zum ersten Mal umgebildetes viertes Kabinett Abe) September 2019–: Seiko Hashimoto (zum zweiten Mal umgebildetes viertes Kabinett Abe)

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Ursprünglich waren die Spiele für den Zeitraum vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 angesetzt. Am 24. März 2020 entschied das Internationale Olympische Komitee jedoch, die Olympischen Sommerspiele wegen der wenigen Wochen zuvor ausgebrochenen Corona-Pandemie zu verschieben.Olympische Spiele werden verschoben. In: tagesschau.de, 24. März 2020 (abgerufen am 24. März 2020). Mehrere Mannschaften hatten zu diesem Zeitpunkt ihre Teilnahme für 2020 bereits abgesagt.Australia's Olympians told to prepare for Games to be held in 2021, smh.com.au vom 23. März 2020.Coronavirus Live Updates: Canada Threatens Olympics Boycott; Trump Authorizes National Guard, The New York Times In zahlreichen Ländern kam es damals zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Der olympische Fackellauf hatte zu dieser Zeit bereits begonnen und wurde unterbrochen. Abgesehen von den abgesagten Spielen während der beiden Weltkriege, war es das erste Mal, dass Olympische Sommerspiele nicht im turnusmäßigen Rhythmus von vier Jahren stattfanden.

Am 20. März 2021 gab das Internationale Olympische Komitee bekannt, dass die Spiele wegen der immer noch grassierenden Pandemie ohne ausländische Zuschauer stattfinden werden, eine weitere Verschiebung hatte das Organisationskomitee als unmöglich verworfen.zeit.de: Tokio 2020+X Darüber hinaus konnten keine Angehörigen der Athleten und kaum freiwillige Helfer aus dem Ausland nach Japan einreisen. Alle Athleten, Funktionäre und Medienschaffende sollten während der Spiele in einer eigenen „Hygieneblase“ verkehren, ohne Kontakt zur Bevölkerung. Es war ihnen lediglich gestattet, offiziell eingerichtete Transfers zu den Trainings- und Wettkampfstätten zu nutzen. Private Ausflüge waren untersagt.

Angesichts steigender Infektionszahlen rief die japanische Regierung am 8. Juli 2021 für Tokio den Corona-Notstand aus. Er sollte ab dem 12. Juli bis zum 22. August 2021 gelten und somit die gesamte Dauer der Olympischen Spiele umfassen.Tagesschau: Olympia-Stadt Tokio verhängt Notstand, 8. Juli 2021. Daraufhin entschieden gemeinsam das Organisationskomitee der Olympischen Spiele, das Internationale Olympische und Paralympische Komitee sowie das Tokyo Metropolitan Government und die japanische Regierung, die Olympischen Sommerspiele gänzlich ohne Zuschauer stattfinden zu lassen., Pressemitteilung des Organisationskomitees vom 9. Juli 2021.

Alternativ zur realen Kulisse wurden Soundsysteme in den Wettkampfstätten eingesetzt, die Zuschauerreaktionen von früheren Sommerspielen abspielten.

Wettkampfstätten Die meisten Wettbewerbe wurden innerhalb von acht Kilometern um das olympische Dorf ausgetragen. Badminton, Bahnradfahren, Basketball, Fechten, die Fußballspiele, Golf, der Moderne Fünfkampf, die Mountainbike-Wettbewerbe, Reiten, Ringen, Rugby, Schießen, Segeln und Taekwondo, fanden außerhalb dieses Bereiches statt. Innerhalb des 8-Kilometer-Radius teilten sich die Sportstätten auf die Heritage Zone im Norden (u. a. mit dem Olympiastadion; Sportarten: Leichtathletik, Tischtennis, Handball, Judo, die Straßenradrennen, Gewichtheben und Boxen) und die Tokyo Bay Zone im Süden (u. a. mit dem Medienzentrum; Sportarten: Volleyball, BMX, Turnen, Tennis, Triathlon, Marathon, Beach-Volleyball, Hockey, Reitsport, Rudern, Kanu, Bogenschießen und Schwimmsport) auf.

Das alte Olympiastadion von 1964 wurde abgerissen und bis 2019 durch einen rund 1,1 Milliarden Euro teuren Neubau ersetzt.

Aufgrund der hohen Tokioter Hotelkapazität von über 100.000 Zimmern war der Bau eines Mediendorfes nicht nötig.

Heritage Zone mini|Das neue Nationalstadion mini|Nationale Sporthalle Yoyogi mini|Das Ryōgoku Kokugikan WettkampfstätteSportartenKapazitätOlympiastadion Leichtathletik68.000 Sitzplätze FußballEröffnungs- und SchlussfeierTōkyō Taiikukan Tischtennis10.000 SitzplätzeKokuritsu Yoyogi Kyōgijō Handball13.291 SitzplätzeNippon Budōkan Judo11.000 Sitzplätze KarateTokyo International Forum Gewichtheben5.012 SitzplätzeRyōgoku KokugikanBoxen11.098 SitzplätzeBaji Kōen Dressur9.300 Plätze Springreiten Vielseitigkeitsreiten (Dressur, Springen)Musashino Forest Sport Plaza Badminton7.200 Sitzplätze Moderner Fünfkampf (Fechten)Tokio Stadion 7er-Rugby50.000 Sitzplätze Fußball Moderner Fünfkampf (Schwimmen, Fechten, Reiten, Laser-Run)Musashinonomori Park Radsport (Start der Straßenrennen)1.000 Sitzplätze

Tokyo Bay Zone mini|Die Ariake Arena im Januar 2020 mini|Ariake Gymnastics Centre mini|Tatsumi Water Polo Centre mini|Ariake Tennis Park WettkampfstätteSportartenKapazitätAriake Arena Volleyball15.000 SitzplätzeAriake Gymnastics Centre Gerätturnen12.000 Sitzplätze Rhythmische Sportgymnastik TrampolinturnenAriake Urban Sports Park BMX-Rennsport5.000 Sitzplätze BMX-Freestyle6.600 Sitzplätze Skateboard7.000 SitzplätzeAriake Tennis Park Tennis20.000 Sitzplätze(10.000/5.000/3.000/2.000 Sitzplätze)Odaiba Marine Park Triathlon5.500 Sitzplätze,unbegrenzte Stehplätze entlang der Strecke FreiwasserschwimmenShiokaze Park Beachvolleyball12.000 SitzplätzeAomi Urban Sports Park 3×3-Basketball7.100 Plätze Sportklettern8.400 PlätzeOi Hockey Stadium Hockey15.000 SitzplätzeSea Forest Cross-Country Course Vielseitigkeitsreiten (Cross-Country)16.000 PlätzeSea Forest Waterway Kanu12.800 Plätze Rudern16.000 PlätzeKasai Canoe Slalom Centre Kanuslalom7.500 SitzplätzeYumenoshima Park Archery Field Bogenschießen5.600 PlätzeTokyo Aquatics Centre Schwimmen15.000 Sitzplätze Wasserspringen SynchronschwimmenTatsumi Water Polo Centre Wasserball4.700 SitzplätzeMakuhari Messe (Halle A) Ringen10.000 Sitzplätze TaekwondoMakuhari Messe (Halle B) Fechten8.000 Sitzplätze

Weitere Wettkampfstätten mini|Izu Velodrome mini|Der Yachthafen Enoshima mini|Tokio Stadion