Châteauneuf-de-Gadagne (okzitanisch Gadanha) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Kanton L’Isle-sur-la-Sorgue im Arrondissement Avignon.
Geografie Châteauneuf-de-Gadagne ist ein hochgelegenes Dorf, das als Amphitheater gebaut wurde, 13 Kilometer östlich von Avignon auf einem Hügel.Jules Courtet, Dictionnaire géographique, S. 149.
Geschichte Frühgeschichte und Antike Gefundene Steinwerkzeuge und Keramikscherben haben gezeigt, dass die Gegend auf dem Hügel in vorgeschichtlicher Zeit als Jagdterritorium diente.Robert Bailly, Dictionnaire des communes du Vaucluse, S. 149
Die römische Besiedlung war nicht von großer Bedeutung. Die Ausgrabungen haben bisher nur eine Grabstele auf dem Plateau von Campbeaux und eine Grabstätte auf der Straße nach Jonquerettes freigelegt, die ans Ende des dritten Jahrhunderts datiert.
Neuzeit 1720 war die Gemeinde von der Großen Pest betroffen, woraufhin die Einwohner auf dem place de la Pastière eine Kapelle für Saint Roch errichteten.Robert Bailly, Dictionnaire des communes du Vaucluse, S. 150
Am 21. Mai 1854 gründeten Alphonse Tavan, Frédéric Mistral, Joseph Roumanille, Théodore Aubanel, Anselme Mathieu, Paul Giéra und Jean Brunet auf dem Schloss von Font-Ségugne den Félibrige, eine Vereinigung für provenzalische Dichter.
Einwohnerentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2016Einwohner 1222 1349 1678 2021 2636 2876 3238 3304
Wappen und Devise Das Wappen zeigt auf rot-gold-gestreiftem Hintergrund ein silbernes Wappenschild mit zwei roten Sternen (oder Rosen), die durch ein goldenes Band mit schwarzem Rand getrennt sind.
Die Devise lautet: L’obstacle augmente mon ardeur („Das Hindernis verstärkt meinen Eifer“).
Sehenswürdigkeiten Schloss Font-Segugne. Wohnsitz von Alphonse Tavan und Gründungsort der Félibrige im Jahr 1854. Kirche Saint-Jean-Baptiste Kreuz Überreste einer Festung mit alten Pforten Kriegerdenkmal für Ersten Weltkrieg Kapelle gewidmet für Saint-Roch
Literatur Robert Bailly: Dictionnaire des communes du Vaucluse. Avignon 1986, ISBN 2903044279. Jules Courtet: Dictionnaire géographique, géologique, historique, archéologique et biographique du département du Vaucluse. Nîmes 1997, ISBN 284406051X.
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Einzelnachweise
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