Schieritz ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Diera-Zehren im Landkreis Meißen. Er wurde am 1. November 1935 nach Zehren eingemeindet, mit dem der Ort am 1. Januar 1999 zur Gemeinde Diera-Zehren kam.
Geographie Geographische Lage und Verkehr Schieritz liegt in der Lommatzscher Pflege, links der Elbe an der Staatsstraße 32 direkt westlich von Zehren. Durch den Ort verläuft der Ketzerbach, der bei Zehren in die Elbe mündet.
Nachbarorte
Geschichte mini|Ansicht des Schlosses vom Ort aus mini|Ansicht vom Schlosshof aus mini|Nebengebäude des Schlosses mini|Schloss Schieritz. Wappen des Georg von Schleinitz und seiner zweiten Frau Martha von Starschedel
Die mittelalterliche Turmhügelburg am Schieritzer Dragonerberg, welche nicht identisch ist mit dem Vorgängerbau des Schlosses Schieritz, existierte nach historisch ungesicherten Vermutungen bereits im Zeitraum zwischen 1200 und 1250. Als gesichert gilt, dass die Burg im frühen 13. Jahrhundert aufgegeben wurde.Die Turmhügelburg Schieritz auf www.sachsens-schloesser.de Der Vorgängerbau der Burg Schieritz von Dominus Conradus wurde bereits um 1260 erwähnt.
Im Jahr 1360Ernst Gotthelf Gersdorf: Urkundenbuch des Hochstifts Meißen Band 2. Giesecke & Devrient, Leipzig, 1865, (online), abgerufen am 28. Juni 2011, Seiten: XV, 27. wurde ein Herrensitz erwähnt, dessen Inhaber Ulrich von Gorenzk als dicti de Schyricz und seine Frau Agnes mit ihren fünf Söhnen war. Später entwickelte sich daraus ein Vorwerk und später ein Rittergut und das Schloss Schieritz. Die Grundherrschaft über die Gutssiedlung Schieritz auf Block- und Streifenflur übte 1551 das Rittergut SeerhausenSchloss Seerhausen auf www.sachsens-schloesser.de aus, um 1696 und später wird das Schieritzer Rittergut als Grundherr erwähnt.
Schieritz gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Erbamt Meißen.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 46 f. Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Schieritz im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Meißen und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Meißen. Im Jahr 1900 betrug die Größe der Gemarkung 174 Hektar. Der Ort war nach Zehren gepfarrt und gehörte wie heute noch zur dortigen Kirchgemeinde. Von 304 Einwohnern im Jahr 1925 waren 285 evangelisch-lutherisch, vier katholisch und 15 konfessionslos.
Am 1. November 1935 wurde Schieritz nach Zehren eingemeindet. Durch die Kreisreform 1952 wurde der Ort Teil des aus der Amtshauptmannschaft gebildeten Kreises Meißen im Bezirk Dresden, der sich in der Nachwendezeit mehrmals vergrößerte. Diera und Zehren schlossen sich zum 1. Januar 1999 zu Diera-Zehren zusammen, seitdem ist Schieritz ein Ortsteil dieser Gemeinde.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl 1551 9 besessene Mann, 4 Inwohner 1764 8 Gärtner, 12 Häusler 1834 235 1871 256 1890 260 1910 280 1925 304 2011 227 2019 222
Sehenswürdigkeiten Schloss Schieritz Mühle Schieritz
Literatur
Schloss Schieritz, In: Dr. Helmuth Gröger: Burgen und Schlösser in Sachsen, Verlag Heimatwerk Sachsen, 1940, S. 122–123
Weblinks
Schieritz auf der Website von Diera-Zehren
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Diera-Zehren) Kategorie:Ort im Landkreis Meißen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Meißen)