|} Die Bahnstrecke Mailand–Mortara ist eine normalspurige Bahnstrecke in Italien.

Die Strecke Mortara–Vigevano wurde am 24. August 1854 eröffnetProspetto cronologico dei tratti di ferrovia aperti all'esercizio dal 1839 al 31 dicembre 1926. Ziel war die Anbindung der Stadt Vigevano an das Piemontesische Bahnnetz.

Das Königreich Sardinien wollte die Großstadt Mailand, die damals im Königreich Lombardo-Venetien lag, mit seiner Hafenstadt Genua verbinden. Die österreichische Regierung verweigerte dies jedoch. Geplant wurde dafür die Italienische Centralbahn, die Mailand mit dem Toskana-Hafen Livorno verbinden sollteSilvio Gallio, Oggi è un’ora di viaggio – La costruzione della strada ferrata tra Milano e Bologna, Bologna, 2009, CLUEB. ISBN 978-88-491-3173-4.

Die Strecke Mailand–Vigevano wurde 1864, nach der Einigung Italiens, an die Società Vittorio Emanuele konzessioniert, blieb wegen finanzieller Probleme aber trotzdem zunächst unrealisiert. Die Strecke wurde später an die SFAI konzessioniert und von dieser Gesellschaft am 17. Januar 1870 eröffnet. Allerdings wurde sie nur für den Lokalverkehr genutzt, weil Mailand schon 1862 mit Genua über Pavia, Torreberetti und Alessandria verbunden worden war.Die letztendliche Strecke über Voghera wurde 1867 eröffnet.

1885 ging die Strecke in der Rete Mediterranea auf, 1905 wurde sie von den Ferrovie dello Stato übernommen.

2009 wurde der Abschnitt von Mailand bis Albairate zweigleisig ausgebaut; gleichzeitig wurden zwei neue Haltepunkte in Betrieb genommen und die bestehenden Bahnhöfe umgebaut.Impianti FS. In: „I Treni“ Nr. 322 (Januar 2010), S. 6–7 Der Abschnitt wurde ab 2011 von der Linie S9 des S-Bahnsystems befahren.

Am 13. Dezember 2025 verkehrte der planmäßig letzte Zug im Bahnhof Porta Genova, der geschlossen wurde, um geplante urbane Projekte auf den daraufhin stillgelegten Bahnanlagen voranzutreiben. Die Züge aus Mortara verkehren seitdem über die südliche Gürtelbahn bis nach Rogoredo.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bahnstrecke in der Lombardei