mini|Die für das „Europa-Forum Wachau 2026“ adaptierte Empfangshalle am Campus Krems mini|Der Haupttagungsort ist das Stift Göttweig in Niederösterreich mini|Der europäische Vulkan Amikejo der Künstlerin Valeska Peschke, ein Kunstprojekt der Donau-Universität Krems, gefördert vom Land Niederösterreich, beim Europa-Forum Wachau 2017 Das Europa-Forum Wachau ist ein 1995 eingeführtes europapolitisches Forum im Stift Göttweig in Furth bei Göttweig im Bezirk Krems in Niederösterreich. Veranstaltet wird es vom Verein Europa-Forum Wachau unter dessen Präsidenten Michael Linhart und dessen Geschäftsführer Benedikt Schmidinger.

Gründung und Organisation Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung im Jahr 1995 mit dem Außenminister Alois Mock und dem Landeshauptmann Erwin Pröll im Beitrittsjahr Österreichs zur Europäischen Union mit der Idee die Bürgernähe zu Europa zu stärken und als Impulsgeber und Diskussionsplattform für europapolitische Entscheidungen und deren Erweiterung zu dienen.Europa-Forum Wachau (Hrsg.): 5 Jahre Europa-Forum Wachau. 1995 bis 1999. Redaktion: Brigitte Karner, 1999, S. 15 Veranstaltet wird es vom Verein Europa-Forum Wachau, Kooperationspartner sind u. a. das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und das Amt der NÖ Landesregierung. Schwerpunkt der Themen ist die regionalpolitische Weiterentwicklung des Donauraumes. Besonderes Augenmerk wird auf die sicherheitspolitischen, regionalen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen geworfen. Der österreichische Publizist Paul Lendvai moderiert bereits seit dem ersten Europa-Forum 1995 die Diskussionsrunden.Lendvai: "Vorhänge sind im Kopf geblieben", noe.ORF.at vom 14. Juni 2015, abgerufen am 15. Juni 2022

Das seit 1995 jährlich stattfindende Symposium Europa-Forum Wachau wurde mit dem Ziel gegründet, den Europa-Gedanken zu intensivieren. Grund dafür war auch der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union nach der Volksabstimmung am 12. Juni 1994. Der Veranstaltungsort, Stift Göttweig in der Wachau, wurde bewusst gewählt, um einerseits die europapolitische Bedeutung des Christentums und andererseits die Wichtigkeit der Bürgernähe zu betonen.Europa-Forum Wachau (Hrsg.): 5 Jahre Europa-Forum Wachau. 1995 bis 1999. Redaktion: Brigitte Karner, 1999

Die Veranstaltung wurde im Jahr 2019 von 2 auf 3 Tage verlängert. Das Europa Forum Wachau sollte zu einem internationalen Gipfeltreffen der europäischen Zukunft werden. Hierfür wurden auch Bürger mehr direkt in den politischen Diskurs mit einbezogen und somit sollte die Veranstaltung interaktiver und mehr am Puls der Zeit liegen. Die Bürger sollen in Zukunft miteinander und füreinander ein gemeinsames Europa mit gestalten. Hierzu sollten vorwiegend die neuen Salons, die stärkere Einbindung der Jugend, die Digitalisierung, sowie die Verfolgung sogenannter Megatrends beitragen.

2022 wurde von der Universität für Weiterbildung Krems und dem Europa-Forum Wachau erstmals der Prof. Paul Lendvai-Preis verliehen, erster Preisträger war Christoph Zotter von der Tageszeitung Die Presse.

Salons Mit der Neuorientierung des EFW 2019 wurde das Konzept der sogenannten Salons eingeführt. In verschiedenen Städten in Niederösterreich kommen Experten und Interessierte im Rahmen von sechs sogenannten Salons zusammen, um über aktuelle Thematiken zu diskutieren. Dieses neue Konzept wurde eingeführt, um die Meinung der Bürger zu aktuellen europapolitischen Themengebieten einzuholen. Dadurch wurde ein stärkerer Fokus auf die Stimmungsbilder der Bürger gelegt, die anschließend im Fokus diskutiert wurden.

Megatrends Zum neuen Konzept gehörte auch die Einführung des Fokus auf die sogenannten Megatrends. Jeder Salon konzentrierte sich auf einen spezifischen Megatrend, welcher ein aktuelles Thema oder eine Entwicklung der Gesellschaft aufgreift. Auf diese Art will der Verein sich mit den Megatrends vertraut machen und sich intensiver mit ihnen beschäftigen. Am Forum wird dann der Überbegriff des Megatrends in seinen Unterpunkten gemäß den Ergebnissen der Salons weiter vertieft. Im Jahr 2019 waren diese Megatrends Konnektivität und Gesundheit.

Geschichte 1995–2004 Sechs Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Wiedervereinigung Europas fand die erste Diskussionsveranstaltung des Europa-Forum Wachau im Jahr 1995 im Benediktinerstift Göttweig statt. Präsent in den ersten zehn Jahren waren Landeshauptmann Erwin Pröll und ehemaliger Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Diese nahmen von 1995 bis 2004 auch jedes Jahr teil. Ziel des Forums ist es, einen Beitrag zum europäischen Einigungsprozesses zu leisten.

Durch die Erweiterung der Europäischen Union um zehn weitere Mitgliedsländer im Jahr 2004 rückte Niederösterreich, sowohl politisch als auch geographisch, ins Zentrum der EU. Der schrittweise Abbau von Grenzen zu den Nachbarländern wie Tschechien und der Slowakei wurde möglich. Deshalb veranstaltete das Land Niederösterreich am 1. Mai 2004 einen „Drei-Länder-Tag“ mit seinen Nachbarn. Die neue „Europäische Union der 25“ war Hauptthema des in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindenden Europa-Forums.Europa-Forum Wachau (Hrsg.): Jubiläumsfestschrift Europa-Forum Wachau. 10. Europa-Forum Wachau. Schwerpunkte, Diskussionsbeiträge und Zitate aus den Jahren 1999 bis 2003. Redaktion: Brigitte Karner, 2004

2013 mini|Außenminister Michael Spindelegger (Mitte) mit den Ministerpräsidenten Ivica Dačić (Serbien), im Bild links, und Hashim Thaçi (Kosovo), im Bild rechts. mini|Bundeskanzler Sebastian Kurz Das Europa-Forum Wachau fand am 15. und 16. Juni 2013 statt und handelte von der damaligen Krisensituation in den EU-Staaten. Mit dem Motto „Jenseits der Krise – Umrisse eines neuen Europas“ wurde eine Diskussion zwischen mehreren Politikern aus den Balkan-Staaten, der EU und Österreich eröffnet. Besonders wichtig für das damalige Europa-Forum war das heikle Treffen der beiden Regierungschefs von Serbien und Kosovo. Außenminister Michael Spindelegger war für das Zusammentreffen von Ivica Dačić und Hashim Thaçi verantwortlich und machte mit ihnen einen großen Schritt in Richtung EU.

Dazu waren Miguel Herz-Kestranek, Erwin Pröll, Johannes Hahn und Valdis Dombrovskis als Ehrengäste anwesend und hielten am Samstag ihre Reden.Margaretha Kopeinig: Heikles Zusammentreffen der Balkan-Politiker. Spindelegger bringt Serben und Kosovaren beim Europa-Forum in Göttweig zusammen. Kurier vom 16. Juni 2013, abgerufen am 28. April 2017.

2014 Am 17. und 18. Mai 2014 fand das Europa-Forum Wachau unter dem Motto „Demokratie in Europa – Wir haben die Wahl“ statt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand im Jahr 2014 vor allem der Konflikt der Ukraine mit Russland und die Frage der europäischen Sicherheitspolitik.H. Bütler: "Suche nach Antworten in der Ukraine-Krise. Notizen vom Europa-Forum Wachau" NZZ vom 21. Mai 2014

Wiederum konnten namhafte Gäste, so auch Erwin Pröll, Alfred Gusenbauer, Sebastian Kurz, Johannes Hahn und Michael Spindelegger gewonnen werden. Der serbische Premierminister Aleksandar Vučić musste seinen angekündigten Besuch beim Europaforum aufgrund der Hochwasserkatastrophe in Serbien kurzfristig absagen. Er wurde durch den serbischen Botschafter Pero Janković vertreten.Pläne für Europas Zukunft ORF vom 18. Mai 2015

2015 mini|Präsident des Europa-Forum Wachau von 2018 bis 2025, Martin Eichtinger Das Thema des 20. Europa-Forums lautete "Stößt Europa an seine Grenzen? Zur Rolle Europas in der Welt". Zu den wichtigsten Referenten der Veranstaltung zählten die georgische Verteidigungsministerin Tinatin Khidasheli, EU-Kommissar Johannes Hahn, der serbische Premierminister Aleksandar Vučić und Reinhold Mitterlehner.Österreichische Landesregierung, Presseaussendung vom 14. April 2015

Am Ende der Veranstaltung verlieh Erwin Pröll Paul Lendvai die "Ehrenstatuette Heiliger Leopold", als Dank für seine, von Beginn an durchgeführten Moderationen der Veranstaltungen. Außerdem wurde im Rahmen dieser Veranstaltung das erste Mal der Europa-Staatspreis verliehen.

2016 Im Jahr 2016 fand das Europa-Forum Wachau vom 11. bis 12. Juni statt. Gewählt wurde diesmal der Titel "Europa - In Wohlstand geeint, in Krisen gespalten".Presseaussendung 2016 Auch dieses Mal moderierte Paul Lendvai. Diskutiert wurde unter anderem die Flüchtlingskrise, Gefahr von Nationalismus und Populismus und Europas Rolle in der Wirtschaft.Flüchtlingsproblem ist Nagelprobe für die EU Eingeladen waren Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien, wie zum Beispiel der österreichische Außenminister Sebastian Kurz, Landeshauptmann Erwin Pröll, der bulgarische Außenminister Daniel Mitow und viele andere.Presseaussendung

2017 Das Europa-Forum 2017 stand unter dem Motto Bürgernähe in Europa. Die vier Arbeitskreise hatten die Thematik Sicherheit: „Die EU Globalstrategie: wie kann sie der EU helfen, für ihre Sicherheit zu sorgen?“ Regional: „Europa der Vielfalt und Subsidiarität: Entscheidungsfindungen effizient und bürgernah!“ Wirtschaft: „Zwischen Asien und USA: wie kann Europa wettbewerbsfähig bleiben?“ Kultur: „Alles Kultur? Migration, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Spannungsverhältnis“.Europa-Forum Wachau: "", abgerufen am 28. April 2017.

2018 Am 15. und 16. Juni 2018 fand das 23. Europa-Forum unter dem Generalthema „Doing less more efficiently!“ – Fokus auf das Wesentliche als Leitthema der Zukunft statt.. Abgerufen am 2. Juni 2018. Es gab drei Arbeitskreise mit folgenden Themen: Europawerkstatt – Bürgerinnen und Bürger gestalten Europa Ein besseres Europa im Zeichen eines geringeren Haushalts – wie geht das? Österreichischer EU-Ratsvorsitz 2018: Europa vor großen Weichenstellungen

Die Podiumsdiskussionen drehten sich um ein schützendes Europa, Stabilität und Migration mit besonderem Fokus auf den Balkan und Südosteuropa. Zu den Vortragenden und Gästen zählten mitunter Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Lilyana Pavlova, Ministerin für die Bulgarische Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. Durch das Programm führte wie gewohnt Paul Lendvai.

2019 mini|Europa-Forum Wachau 2019 Vom 13. bis 15. Juni 2019 fand das 24. Europa-Forum im geistlichen Zentrum Stift Göttweig in der Wachau statt. Die ganze Veranstaltung richtete sich nach dem Motto Europa fit für die Zukunft machen.

Das Forum bot eine Plattform der Vernetzung und des Austauschs zwischen hochrangigen Politikern der EU, um Themen wie die Aufnahme der Balkan-Staaten in der EU, die wirtschaftliche Entwicklung und das zukünftige gemeinsame Vorgehen in Migrations- und Handelspolitik zu diskutieren, die Perspektiven und Meinungen von Bürgern miteinbeziehen und das allgemeine Bewusstsein für ein starkes und geeintes Europa zu festigen.

Zu den Gästen des Europa-Forums Wachau 2019 zählten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur wie die damals amtierende Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, Außenminister Alexander Schallenberg, EU-Kommissar Johannes Hahn, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der Präsident des Europäischen Parlaments Antonio Tajani, der nordmazedonische Ministerpräsident Zoran Zajev, WKO-Präsident Harald Mahrer, Autor Marc Elsberg sowie Zukunftsforscher Matthias Horx.

Salons im Prozess der Vorbereitung zum EFW'19: Salon – Stift Klosterneuburg (9. Oktober 2018): Der erste Salon beschäftigte sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die politische Situation unter der Leitung der ORF-Moderatorin Bettina Prendergast. Hierfür kamen 200 Gäste zusammen, um über das Thema „Technologisierung: Fluch oder Segen für die Demokratie?“ zu diskutieren. Zu den Anwesenden zählten Fritz Jergitsch (Gründer die Tagespresse), Thomas Lampoltshammer (E-Governance-Experte der Donau-Universität Krems) und Krzysztof Pietrzak (Kryptographieexperte der Institute of Science and Technology Austria)