Die österreichische Fußballmeisterschaft wurde 2011/12 zum 101. Mal ausgetragen. Die höchste Spielklasse ist die österreichische Bundesliga, die in dieser Saison zum 38. Mal durchgeführt und von zehn Mannschaften bestritten wurde. Diese ermittelten in vier Durchgängen den österreichischen Fußballmeister. Sie begann am 16. Juli 2011 und endete am 17. Mai 2012 mit der 36. und letzten Runde. Österreichische Bundesliga; abgerufen am 14. Juni 2011

Meister wurde zum siebten Mal der FC Red Bull Salzburg. Mit sechs Punkten Rückstand wurde der SK Rapid Wien Vizemeister. Während Salzburg durch den Meistertitel an der Qualifikation zur UEFA Champions League (2. Runde) teilnahmeberechtigt ist, spielen Rapid sowie der drittplatzierte FC Admira Wacker Mödling, der erfolgreichste Aufsteiger der Bundesligageschichte, in der Qualifikation zum UEFA Europa League (2. Runde). Auch die sechstplatzierte SV Ried ist aufgrund der Teilnahme am Cup-Finale an der Europa-League-Qualifikation teilnahmeberechtigt.

Der Kapfenberger SV beendete die Meisterschaft auf dem zehnten und letzten Platz und muss daher nach vier Saisonen in der Bundesliga wieder in die zweitklassige Erste Liga absteigen.

Die Erste Liga 2011/12 begann am 10. Juni 2011 und endet am 18. Mai 2012 mit der 36. und letzten Runde. Die Mannschaft der beiden Kärntner Kooperationsvereine Wolfsberger AC und SK St. Andrä konnte die Meisterschaft für sich entscheiden. Der WAC, der diese Kooperation nach dieser Saison beendet, steigt somit erstmals in die Bundesliga auf. Die letztplatzierte Mannschaft des TSV Hartberg muss in die Regionalliga Mitte absteigen, der Tabellenvorletzte hat zwei Relegationsspiele gegen den Grazer AK, den Meister der Regionalliga Mitte zu bestreiten.

In den drei Regionalligen Ost, Mitte und West wird in zwei Durchgängen um die Aufstiegsplätze in die Erste Liga gespielt. Dabei können sich zwei der drei Mannschaften qualifizieren. In der Saison 2011/12 trifft in der Qualifikation der Meister der Regionalliga West (WSG Wattens) auf den SV Horn, den Meister der Regionalliga Ost und der GAK als Meister der Regionalliga Mitte auf den Tabellenletzten der Ersten Liga (Zwangsrelegation des LASK). Sofern sich aus den Absteigern nicht andere Regelungen ergeben, müssen jeweils drei Mannschaften in die vierte Leistungsklasse absteigen.

Lizenzierungsverfahren Am 29. April 2011 wurden von der Bundesliga die Lizenzen für die Meisterschaft 2011/12 vergeben. Mit Ausnahme der Bundesligisten LASK Linz und FC Wacker Innsbruck, der Erste-Liga-Vereine FC Trenkwalder Admira und FC Lustenau 07 sowie des Aufstiegskandidaten aus den Regionalligen Mitte (SK Austria Klagenfurt) und Ost (Wiener Sportklub) wurden allen Vereinen die Lizenz erteilt. FK Austria Wien (Bundesliga) und SKN St. Pölten (Erste Liga) bekamen die Lizenz unter finanziellen Auflagen.fussball-forum.at

In zweiter Instanz wurde am 13. Mai 2011 vom Protestkomitee der Bundesliga entschieden, dass der FC Trenkwalder Admira die Lizenz erhält, FC Wacker Innsbruck, LASK Linz und FC Lustenau 07 hingegen nur unter finanziellen Auflagen.

Erste Leistungsstufe – Bundesliga

Die vom Sportwetten-Anbieter tipp3 als Hauptsponsor unterstützte Bundesliga ist die höchste Spielklasse im österreichischen Fußball und wird in der Saison 2011/12 zum 92. Mal ausgetragen. Subsponsor ist der Mobilfunkanbieter T-Mobile Austria, weshalb die offizielle Liga-Bezeichnung tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile lautet. Nach sechs Jahren ist der Aufsteiger FC Admira Wacker Mödling wieder in Österreichs höchster Spielklasse vertreten. Die Mannschaft ersetzt den Absteiger LASK Linz.

Mit Ausnahme von Vorarlberg und Kärnten sind alle österreichischen Bundesländer in der Bundesliga vertreten. Wien, Niederösterreich und die Steiermark stellen dabei jeweils zwei Vereine.

Der TV-Anbieter sky Deutschland AG hat die Rechte alle Bundesligaspiele in voller Länge zu zeigen, die auf dem Kanal sky sport austria im Pay-TV ausgestrahlt werden. Erstmals wird der Sender alle Spiele nicht nur in der bekannten Konferenzschaltung zeigen, sondern auch als Einzelspiele. Daneben hat der ORF die Rechte, jeweils das „Topspiel der Runde“ als Einzelspiel – meist sonntags, bei Wochentagsrunden mittwochs – zu übertragen. Diese Regelung gilt nicht in den letzten zwei Runden, in denen alle Spiele zeitgleich ausgetragen werden müssen. Darüber hinaus darf der ORF eine 45-minütige Zusammenfassung von den restlichen vier Partien pro Runde zu zeigen.

Modus In der Saison 2011/12 traten wie in vergangenen Jahren zehn Klubs in insgesamt 36 Runden gegeneinander an. Dabei wurde die Auslosung nach der 9. und der 27. Runde gestürzt. Jedes Team spielte somit jeweils zweimal zu Hause und auswärts gegen jedes andere Team.

Der Meister Red Bull Salzburg war an der 2. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2012/13 teilnahmeberechtigt, die zweit- und drittplatzierten Vereine SK Rapid Wien sowie FC Trenkwalder Admira sowie der ÖFB-Cup-Sieger waren für die 2. bzw. 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2012/13 startberechtigt. Wird der Cup-Sieger gleichzeitig österreichischer Meister, startet der Verlierer des Cupfinales in der Europa League. Der Zehntplatzierte, Kapfenberger SV musste in die zweithöchste Spielklasse, die Erste Liga, absteigen.

Abschlusstabelle

(M) Österreichischer Meister 2010/11 (C) ÖFB-Cup-Sieger 2010/11 (N) Aufsteiger der Saison 2010/11

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der mittleren Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Die Ergebnisse sind immer aus Sicht der Heimmannschaft angegeben. Hinrunde (Runden 1–18) 2011/12 Rückrunde (Runden 19–36) 24px|Sturm Graz 22px|Austria Wien 22px|SV Ried 22px|FC Wacker Innsbruck 24px|SC Wiener Neustadt 24px|SV Mattersburg 24px|FC Admira Wacker Mödling Verein 24px|Sturm Graz 22px|Austria Wien 22px|SV Ried 22px|FC Wacker Innsbruck 24px|SC Wiener Neustadt 24px|SV Mattersburg 24px|FC Admira Wacker Mödling 2:1 5:1 1:0 1:0 1:1 5:0 1:0 2:2 3:1 SK Sturm Graz 2:2 3:1 0:0 0:0 1:0 0:1 2:1 1:0 0:3 1:1 2:0 1:1 0:0 1:1 3:0 6:0 0:0 2:1 FC Red Bull Salzburg 0:0 3:0 2:0 3:1 2:0 2:1 2:0 0:1 2:0 2:1 3:2 2:1 1:1 2:2 2:2 5:0 0:0 2:4 FK Austria Wien 1:1 1:1 2:0 0:0 3:0 3:1 0:1 1:0 2:1 1:1 1:3 2:1 1:1 1:0 2:0 1:0 2:0 1:1 SV Ried 1:1 0:1 0:1 2:3 1:1 2:2 3:0 2:0 2:1 3:2 4:2 0:3 0:0 0:0 1:1 5:1 1:1 2:0 SK Rapid Wien 1:1 0:1 0:0 1:0 2:0 2:1 3:0 1:1 2:1 1:0 0:1 0:0 0:5 0:3 2:0 3:1 1:1 2:2 FC Wacker Innsbruck 1:1 1:1 0:1 0:0 2:1 2:0 2:0 3:6 2:1 3:1 0:0 1:1 2:2 0:2 0:0 2:0 1:2 0:0 SC Wiener Neustadt 0:0 1:5 0:0 1:1 0:0 0:0 0:0 0:0 1:4 3:0 1:3 2:2 1:3 0:0 2:3 0:2 1:0 0:0 Kapfenberger SV 0:0 0:1 1:0 0:0 0:2 0:1 1:0 1:1 2:3 3:3 3:0 2:4 2:3 1:2 1:1 1:2 2:0 0:0 SV Mattersburg 0:2 0:1 2:0 4:1 0:1 0:1 0:1 2:0 1:2 4:2 2:1 0:3 1:1 4:3 3:2 3:0 1:1 2:1 FC Admira Wacker Mödling 2:0 2:2 3:2 1:1 0:4 1:1 2:0 3:1 0:1

Torschützenliste Rang Spieler Verein Tore 1. FC Red Bull Salzburg 14 FC Red Bull Salzburg 3. SK Sturm Graz 12 SV Mattersburg FK Austria Wien 6. FC Admira Wacker Mödling 11 7. FC Admira Wacker Mödling 10 8. SK Rapid Wien 9 9. FK Austria Wien 8 SK Sturm Graz / FK Austria Wien SK Rapid Wien FC Wacker InnsbruckTabellenführungen nach Runden:

Spielorte, Spielstätten und Zuschauer Besucherzahlen Bundesliga laut: www.transfermarkt.at Stadt Einwohner Verein Stadion Kapazität Gesamt Schnitt ± zu 2010/11 Graz 257.328 SK Sturm Graz UPC-Arena 15.322 194.824 10.824 − 10,66 % Innsbruck 119.249 FC Wacker Innsbruck Tivoli-Neu 15.400 116.679 6.482 − 38,64 % Kapfenberg 21.812 Kapfenberger SV Franz-Fekete-Stadion 7.500 59.730 3.318 − 2,35 % Mödling 20.438 FC Admira Wacker Mödling Trenkwalder Arena 12.000 87.272 4.848 + 141,07 % Mattersburg 6.954 SV Mattersburg Pappelstadion 15.700 77.980 4.332 + 11,32 % Ried im Innkreis 11.409 SV Ried Keine Sorgen Arena 7.600 84.700 5.261 − 20,24 % Salzburg 147.571 FC Red Bull Salzburg Red Bull Arena 31.800 177.300 9.850 + 0,60 % Wien 1.713.957 FK Austria Wien Generali Arena 13.500 155.747 8.653 − 8,93 % Wien 1.713.957 SK Rapid Wien Gerhard-Hanappi-Stadion1) 17.500 291.600 16.200 + 1,53 % Wiener Neustadt 40.708 SC Wiener Neustadt Wiener Neustädter Stadion 7.700 52.070 2.893 − 20,53 % 1) Rapid Wien trug seine beiden Heimspiele gegen den Lokalrivalen Austria Wien im 50.865 Zuschauer fassenden Ernst-Happel-Stadion aus.

Die Meistermannschaft von Red Bull Salzburg Torhüter: Alexander Walke (21 Spiele/0 Tore), Eddie Gustafsson (15/0), Verteidiger: Ibrahim Sekagya (26/1) 15px|Kapitän der Mannschaft, Christian Schwegler (22/0), Martin Hinteregger (21/0), Andreas Ulmer (20/1), Stefan Hierländer (20/0), Franz Schiemer (19/0), Petri Pasanen (18/0), Douglas (11/0), Jefferson (8/0), Chema Antón (4/0), Mittelfeldspieler: Dušan Švento (31/3), Jakob Jantscher (27/14), Gonzalo Zárate (25/1), Christoph Leitgeb (23/2), Georg Teigl (23/2), Rasmus Lindgren (20/1), Simon Cziommer (18/0), David Mendes da Silva (16/1), Cristiano (15/3), Luigi Bruins (3/0), Daniel Offenbacher (2/0), Stefan Savic (2/0), Felix Adjei (1/0), Stürmer: Leonardo Santiago (30/4), Stefan Maierhofer (29/14), Roman Wallner (14/3), Jonathan Soriano (11/3), Alan (5/3), Alex Rafael (1/0). Sportliche Leitung: Ricardo Moniz (Trainer), Niko Kovač (Co-Trainer), Herbert Ilsanker (Tormanntrainer), Oliver Glasner (Sportlicher Koordinator).

Zweite Leistungsstufe – Erste Liga

mini|hochkant=0.7|Meisterteller der österreichischen Ersten Liga

Die Erste Liga ist die zweithöchste Spielklasse im österreichischen Profifußball und wird in der Saison 2011/11 zum 36. Mal ausgetragen. Neu in die Liga kommen der LASK Linz sowie die beiden Relegationssieger (Neunter der Ersten Liga 2010/11 gegen Meister Regionalliga Ost 2010/11 sowie Meister Regionalliga West 2010/11 gegen den Meister der Regionalliga Mitte 2010/11).

In der Saison 2011/12 stellen Vorarlberg drei Vereine, Oberösterreich zwei Vereine sowie Wien, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark und Kärnten jeweils einen Verein. Das Burgenland und Tirol sind in der zweithöchsten Spielklasse nicht vertreten.

Wie in der Bundesliga gehören die TV-Rechte dem Sender sky Deutschland AG, welcher jedes Spiel in voller Länge zeigen darf. Die Ausstrahlung erfolgt über den Pay-TV-Kanal sky sport austria und im Rahmen einer Konferenzschaltung mit vier Partien mit Spielbeginn um 18:30 Uhr. Ausnahme sind die letzten zwei Runden, in denen alle Spiele zeitgleich ausgetragen werden müssen, darf sich sky zusätzlich eine Partie aussuchen, die als „Topspiel der Runde“ als Einzelpartie am Freitag um 20:30 Uhr übertragen wird. Der ORF hat ebenfalls das Recht das Topspiel der Runde live und in voller Länge zu übertragen. Dies erfolgt über den Sender ORF Sport Plus. 90minuten.at; abgerufen am 22. Juni 2010

Modus In der Saison 2011/12, welche am 10. Juli 2011 beginnt, werden, wie schon in der Vorjahressaison zehn Klubs in insgesamt 36 Runden gegeneinander antreten. Die Meisterschaft endet am 13. Mai 2012.

Der Meister der Liga steigt in die Bundesliga auf. Der Letztplatzierte der Ersten Liga muss in die seiner Region entsprechenden Regionalliga absteigen. Dieser wird durch den Sieger der beiden Qualifikationsspiele zwischen den Meistern der Regionalligen West und Ost ersetzt. Der Tabellenvorletzte hat gegen den Meister der Regionalliga Mitte zwei Relegationsspiele zu bestreiten. Der Sieger der Relegationsspiele ist für die Erste Liga der Saison 2012/13 qualifiziert.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger der Saison 2010/11 (R) Gewinner der Relegation

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der mittleren Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Die Ergebnisse sind immer aus Sicht der Heimmannschaft angegeben.