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Ensembles
Ensemble Ortskern Frickenhausen am Main mini|Ortskern Frickenhausen a.Main Das Ensemble umfasst den vom Befestigungsring eingeschlossenen Ort einschließlich der diesem im Osten vorgelagerten Grabenzone, dem im Süden ehemals der Verlandung dienenden Areal bis zum Dreschplatz sowie dem Friedhof. – Der von einer spätmittelalterlichen Wehrmauer mit Türmen umschlossene Marktflecken ist in seiner baulichen Erscheinung geprägt von der seit dem Mittelalter überlieferten charakteristischen Wirtschaftsstruktur der kleinen Mainorte: eine kleinbürgerliche Fischer- und Schiffersiedlung, bestehend aus eng aneinandergebauten Kleinhäusern in engen Gassensystemen unmittelbar am Fluss, verbunden mit der hangseitig angelegten und durch Gärten aufgelockerten Gruppe stattlicher Wohn- und Wirtschaftsbauten der seit salischer Zeit berühmten Weingüter. Zwischen diesen beiden verschieden strukturierten Ortshälften verläuft von Torturm zu Torturm mit zahlreichen Gasthöfen, Häcker- und Handwerkerhäusern die mainparallele Durchgangsstraße. Im Ortsmittelpunkt als Zeugnis für die seit 1406 überlieferten regionalen Marktrechte ein Marktplatz mit barocker Mariensäule und dem allseits freistehenden, ortsbeherrschenden Baublock, bestehend aus der Kirche sowie dem aus dem ehemaligen würzburgischen Saalhof hervorgegangenen spät- und nachgotischen Rathaus. Die im Kern spätmittelalterlichen Wohngebäude sind in großer Zahl vor allem im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut und neu geformt worden: giebel- und traufseitige, zweigeschossige Putzbauten, oft mit Fachwerkobergeschossen, die verputzt sein können oder freiliegen, mit Sattel-, Walm- oder Mansarddächern; unter ihnen tragen einige Barockbauten des frühen 18. Jahrhunderts mit reich gegliederten Fassaden herrschaftliche Züge. Zahlreiche Hausfiguren und Bildstöcke geben dem Ortsbild die für die fränkischen Fürstbistümer besonders typische sakrale Komponente. Umgrenzung: Obertorstraße 1 – Flurnummern 273/2, 273, 271, 275 – Güßgraben – Fortsetzung des Güßgrabens in gerader Linie bis zum Main – Mainufer bis zur Höhe des Dreschplatzes – Weingartenstraße von der Ochsenfurt Straße bis zur Uppentalstraße. Aktennummer: E-6-79-131-1.
Ortsbefestigung
Der Mauerring umfasst den Ort in etwa rechteckigem Umriss. Er wurde im späten 15./frühen 16. Jahrhundert errichtet und ist in seinem ganzen Umfang nahezu vollständig erhalten. Er besitzt an der nördlichen Bergseite fünf volle Rundtürme (zwei davon als Ecktürme) und einen halbrunden Schalenturm; auf der südlichen Flussseite vier Rundtürme; nach Osten einen halbrunden Schalenturm. Alle vier Tore sind erhalten das Mühltor und das Untere Tor im Zuge der Durchgangsstraße, hohe Tortürme des 15./16. Jahrhunderts das Wassertor zum Main, ein Torturm des 15./16. Jahrhunderts mit seitlichen Treppengiebeln das Obertor zu den Weinbergen, ein Torbau von 1483 mit Fachwerkobergeschoss. Der ehemalige Grabenbereich ist an der Ost- und Südseite mit Gärten besetzt. Aktennummer: D-6-79-131-2. .
Beginnend beim Unteren Tor im Westen sind folgende Teile der Ortsbefestigung im Uhrzeigersinn erhalten.
Hauptstraße 1 (): Unteres Tor, Torturm, viergeschossiger Massivbau mit Tordurchfahrt, Satteldach, Glockentürmchen und Ziervolutengiebel, bezeichnet 1518 (D-6-79-131-73) Hauptstraße 3 (): ehemaliges Torwärterhaus, zweigeschossiger, verputzter Satteldachbau mit auf Konsolen vorkragendem Fachwerkobergeschoss, wohl 16./17. Jahrhundert Hauptstraße 3 (): Ortsmauer mit Grabenbereich, 15./16. Jahrhundert Nähe Hauptstraße 5 (): Reste eines Schalenturms, 15./16. Jahrhundert Nähe Hauptstraße 7 (): Rundturm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert Spitalgasse 26, 24, 22 (): Nordmauer der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert Spitalgasse 20 (): Rundturm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert Nähe Dorfgraben (): Joachimsturm, ausgebauter Turm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert Nähe Dorfgraben (): Rundturm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert Valentin-Zang-Straße 14 (): Obertor, Torturm, zweigeschossiger Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoss und rundbogiger Tordurchfahrt, bezeichnet 1483 (D-6-79-131-3) Mühlgasse 26 (): Ortsmauer, 15./16. Jahrhundert Mühlgasse 16 (): Mühltor, Torturm, viergeschossiger Massivbau mit spitzbogiger Tordurchfahrt und Satteldach, ehemals mit Renaissancevolutengiebel, dieser 1879 abgebrannt, 15. Jahrhundert (D-6-79-131-75) Nähe Winzergasse (): Rundturm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert Nähe Winzergasse 16 (): Rundturm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert, in Haus verbaut Fährergasse 12 (): Rest eines Rundturm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert Maingasse 9 (): Maintor, Torturm, dreigeschossiger Massivbau mit Tordurchfahrt, Satteldach und Treppengiebeln, mit zahlreichen Hochwassermarken, bezeichnet 1477 (D-6-79-131-74) Büttnergasse 14 (): Rundturm der Ortsbefestigung, 15./16. Jahrhundert
Baudenkmäler nach Ortsteilen
Frickenhausen
Ehemalige Baudenkmäler
Anmerkungen
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Frickenhausen am Main
Literatur Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. III. Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffenburg, Band 1: Bezirksamt Ochsenfurt. Bearbeitet von Hans Karlinger, 1911. Nachdruck ISBN 3-486-50455-X und vollständig bei Wikimedia Commons: DKdKB – Bezirksamt Ochsenfurt.
Weblinks
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Frickenhausen am Main !