Camp Armadillo (Originaltitel Armadillo) ist ein dänischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2010. Das Team um den dänischen Regisseur Janus Metz Pedersen begleitete dänische Soldaten bei ihren Erfahrungen in der Provinz Helmand während des Afghanistankriegs. Dieser erfolgte unter dem Kommando von ISAF als Einsatz der Dänischen Streitkräfte in Afghanistan. Die Aufnahmen auf und in der Umgebung des Vorpostens Armadillo in der Nähe von Gereshk wurden mit der Helmkamera gedreht und zeigen so die Erlebnisse und Gefühle der Soldaten hautnah.
Handlung Der Film beginnt mit dem letzten Tag der Soldaten in Dänemark: Den emotionalen Momenten bei der Verabschiedung von Freunden und Verwandten und den Besuch in einem Stripclub.
Dann brechen sie nach Armadillo auf. Der Film zeigt Patrouillengänge der Soldaten. Sie verteilen Süßigkeiten und Geschenke an die afghanischen Kinder und befragen die Zivilbevölkerung nach den Taliban. Der Alltag der Soldaten ist von Langeweile beherrscht. Telefongespräche nachhause, gewalttätige Computerspiele und Pornovideos bestimmen die Freizeitgestaltung.
Später wird der Film Zeuge einer bewaffneten Auseinandersetzung mit Taliban. Ein dänischer Kommandeur wird Opfer einer Bombe, die am Straßenrand angebracht worden war. Er wird verletzt und muss behandelt werden. Weiterhin wird ein Feuergefecht gezeigt, bei dem fünf Taliban getötet und einige verwundet werden.
Zwei Dänen bekommen Medaillen und einige dürfen nach sechs Monaten nach Dänemark zurückkehren.
Kritiken
Auszeichnungen 2010: Grand Prix de la Semaine de la Critique bei den Filmfestspielen in Cannes 2010 2010: Preis für den besten internationalen Dokumentarfilm beim Zurich Film Festival 2010: Nominierung für den Prix ARTE beim Europäischen Filmpreis 2010 in Tallinn, Estland. Siehe auch Europäischer Filmpreis/Bester Dokumentarfilm.
Deutsche Produktion Die deutsche Fassung wurde von TV+Synchron Berlin produziert.
Fernsehen Der Film wurde am 5. Dezember 2012 vom deutsch-französischen Fernsehsender arte ausgestrahlt.
DVD Janus Metz: Camp Armadillo, Dänisch/Deutsch, 101 min., Ascot EliteBlut an den Händen, Bilder im Helm, in: FAZ, vom 11. Mai 2011, S. 32
Siehe auch Restrepo, ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Sebastian Junger und Tim Hetherington über eine amerikanische Einheit, die im Korangaltal im Südosten Afghanistans stationiert war.
Weblinks
Website des Films (en.) The Guardian
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Dänischer Film Kategorie:Filmtitel 2010