Girardinus ist eine Gattung der Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae). Die Fische kommen endemisch auf Kuba und der größten Nebeninsel Isla de la Juventud vor.

Merkmale Girardinus-Arten erreichen Längen zwischen 2,5 cm und 5 cm (Männchen), bzw. zwischen 4 cm und 9 cm (Weibchen). Es sind kleine, unscheinbare Fische von gelblicher bis bräunlich-oliver Färbung. Weibchen werden größer und sind blasser gefärbt. Die Flossen sind in den meisten Fällen transparent. Das Gonopodium der Männchen ist sehr lang. Makroskopische Merkmale, mit der die Gattung diagnostiziert werden kann, sind nicht vorhanden.

Lebensweise Girardinus-Arten leben sowohl in stehenden als auch in verkrauteten ruhig fließenden Gewässern. Sie ernähren sich von wirbellosen Tieren und pflanzlicher Kost.

Systematik Girardinus ist die Typusgattung der Tribus Girardini, zu der auch noch vier weitere Gattungen ähnlich unscheinbarer Fische gehören: Phallichthys, Phalloptychus, Poeciliopsis und Xenophallus.Paulo Henrique Franco Lucinda, Roberto E. Reis: Systematics of the subfamily Poeciliinae Bonaparte (Cyprinodontiformes: Poeciliidae), with an emphasis on the tribe Cnesterodontini Hubbs. Neotrop. ichthyol. vol.3 no.1 Porto Alegre Jan./Mar. 2005

Arten Die Gattung Girardinus umfasst folgende sechs ArtenEschmeyer's Catalog of Fishes: https://researcharchive.calacademy.org/research/ichthyology/catalog/fishcatmain.asp Eschmeyer's Catalog of Fishes in drei Untergattungen: Dactylophallus , 1944 Girardinus denticulatus , 1895 Glaridichthys , 1896 Girardinus falcatus (, 1903) (Sichelkärpfling) Girardinus uninotatus , 1860 Girardinus s.s. , 1854 Girardinus creolus , 1895 Girardinus metallicus , 1854 (Metallkärpfling) Girardinus microdactylus , 1944 (Fingerkärpfling)

Literatur Günther Sterba (Hrsg.), Gert Brückner: Enzyklopädie der Aquaristik und speziellen Ichthyologie. Neumann-Neudamm, Melsungen u. a. 1978, ISBN 3-7888-0252-9.

Weblinks

Kategorie:Lebendgebärende Zahnkarpfen Kategorie:Poeciliidae Kategorie:Endemisches Tier Kubas