mini|J.M. Bellwald, Echternacherbrück mini|Echternacherbrück, heute Echternacherbrück ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an. Echternacherbrück ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie Echternacherbrück liegt in der Südeifel an der Sauer, die hier die Grenze zu Luxemburg bildet, und grenzt im Westen an die Ortsgemeinde Bollendorf, im Norden an die Ortsgemeinden Ernzen und Irrel, im Osten an die Ortsgemeinde Minden, sowie im Süden durch die am rechten (südlichen) Sauerufer liegenden luxemburgischen Gemeinden Echternach und Rosport. Von Trier ist Echternacherbrück etwa 24 km entfernt, bis zur Stadt Luxemburg sind es rund 35 km.

Zu Echternacherbrück gehört auch der Ortsteil Fölkenbach.

Geschichte Das Gebiet um Echternacherbrück war schon früh besiedelt, was durch den Fund von Gräbern nachgewiesen werden konnte. Zum einen wurde ein Brandgräberfeld aus der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. östlich des Ortes entdeckt. Das Rheinische Landesmuseum Trier konnte hier noch sieben Bestattungen dokumentieren. Zum anderen wurde 1966 nordöstlich von Echternacherbrück ein stark verschliffener Grabhügel mit einem Durchmesser von 15 m beobachtet. Die Zeitstellung des Hügelgrabes ist noch unbekannt.

Der Ort entstand erst nach 1800 durch in der Mehrzahl aus Echternach stammende Bürger. Die 1844 herausgegebene Eiflia illustrata, eine Beschreibung sämtlicher Eifeldörfer, erwähnt zu Echternacherbrück: „Der Weiler Echternacher Brücke hängt durch eine über die Sauer führende Brücke mit dem Städtchen Echternach im Großherzogtum Luxemburg zusammen, wohin sich die Einwohner auch zur Kirche und Schule halten. Der Weiler ist erst seit einigen Jahren entstanden und hat, durch die nahe Grenze begünstigt, an Volkszahl sehr zugenommen. Vor dem Anschlusse Luxemburgs an den Zollverein war ein Grenz-Zollamt zu Echternacher Brücke. Noch jetzt ist eine Post-Expedition hier. Es wurden auch hier Schiffe gebaut.“

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Echternacherbrück innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im 20. Jahrhundert, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, nahm die Bevölkerung stark zu. Der Fremdenverkehr und die Lage als Grenzübergang bestimmen die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Echternacherbrück, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Echternacherbrück besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem Vorsitzenden.

Bürgermeister Patrick Zimmermann wurde 2024 Ortsbürgermeister von Echternacherbrück. Gerhard Krämer wurde am 29. Januar 2020 Ortsbürgermeister von Echternacherbrück. Da für eine am 1. Dezember 2019 angesetzte Direktwahl kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Dieser entschied sich einstimmig für Krämer. Auch zur Direktwahl am 9. Juni 2024 gab es keine Wahlvorschläge. Daher hat erneut der Gemeinderat die Aufgabe der Wahl. Auf seiner konstituierenden Sitzung am 30. Juli wurden jedoch lediglich Patrick Zimmermann als Erster Beigeordneter, sowie zwei weitere Beigeordnete gewählt.

Krämers Vorgänger Ralf Schrauf hatte sein Amt im September 2019 niedergelegt, nachdem er bei der Direktwahl im Mai 2019 noch mit einem Stimmenanteil von 80,3 % bestätigt worden war.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Hotel Liborius Bauwerke Sehenswert in Echternacherbrück ist die Liboriuskapelle am Hang des Ferschweiler-Plateaus. Statue Johannes Bertels Ehemalige Poststelle von 1914

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Echternacherbrück

Grünflächen und Naherholung Wandern in und um Echternacherbrück

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Echternacherbrück

Regelmäßige Veranstaltungen Jedes Jahr am Pfingstdienstag findet in Echternach die Springprozession statt, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückzuverfolgen sind. Sie startete früher auf der Echternacherbrücker Seite. Diese Tradition wurde bis 1937 aufrechterhalten. Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest Traditionelles Ratschen oder Klappern am Karfreitag und Karsamstag Hüttenbrennen am ersten Wochenende nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag)

Verkehr Echternacherbrück ist über die Bundesstraßen B 257 und B 418 sowie die Landesstraße L 1 an das deutsche überregionale Straßennetz angeschlossen. Über die Grenzbrücken sind in Luxemburg die Nationalstraßen N10 und N11 erreichbar.

Persönlichkeiten Toni Baur (1892–1971), ehemaliger Amtsbürgermeister von Kyllburg und Landrat des Kreises Daun

Literatur

Weblinks

Website der Ortsgemeinde Echternacherbrück Ortsgemeinde Echternacherbrück bei der Verbandsgemeinde Südeifel

Einzelnachweise Havé et al. 2001, S. 111.

Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Rheinland-Pfalz