Hans Erich Conrad von den Driesch, auch Erich van den Driesch (* 12. September 1878 in Herzogenrath; † um 1915Lebensdaten auf artprice) war ein deutscher, in Aachen tätiger Bildhauer des Historismus.
Leben und Wirken mini|Unterschrift auf einer Plastik Der in Herzogenrath bei Aachen geborene Erich von den Driesch wurde zunächst Kaufmann und ging dann bei einem der Brüder Bernhard und Joseph Küppers in Aachen in die Bildhauerlehre.
Im Jahr 1906 fand eine Ausstellung der Werke von den Drieschs im Aachener Suermondt Museum stattAachener Kunstblätter 2/3, 1908, S. 10.. Ende 1914 schuf er auf dem Burtscheider Heißbergfriedhof für die Familiengruft des Mediziners Ferdinand Joseph Laaf ein Grabmal, zu dessen Gestaltung eine Figurengruppe aus Galvanoplastiken gehörte, welche er nach Vorlage eines seiner früheren Werkes in der Kunstanstalt der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) in Geislingen an der Steige anfertigen ließOhne Nennung des Bildhauers abgebildet in: „Grabschmuck. WMF. Württembergische Metallwarenfabrik. Geislingen=St. 1919. Ausführliche Musterbücher über Grabschmuck, Beleuchtungs-Figuren, Brunnen- und Gartenfiguren, etc. kostenlos und portofrei. Grabschmuck, Christuskörper, Schrifttafeln, Buchstaben, Kränze, Palmzweige, Urnen, etc.“ Die Musterbücher bleiben Besitz der WMF. Gedruckt in der eigenen Druckerei mit Farben von Kart & Ebinger, GmbH, in Stuttgart, S. 90, Nr. 659.. Ein weiteres Werk auf diesem Friedhof ist eine „Sitzende Frauengestalt“ in Marmor als Teil einer dreiteiligen Grabanlage der Familie Neuss.
Darüber hinaus schuf er ein Bronze-Medaillon für den Grabstein seines Vaters Carl von den Driesch auf dem Poppelsdorfer Friedhof in Bonn, der Regierungsrat und Träger des Roten Adlerordens war. Die Lebensdaten auf dem Grabstein sind ohne Hilfsmittel nicht mehr zu entziffern.
Mit den Bronzeplastiken Gießereiarbeiter und Stahlarbeiter schuf er frühe Beispiele für ArbeiterskulpturenKlaus Türk Arbeiterskulpturen, Die Sammlung Werner Bibl. Essen 2011, Motive, die später im 20. Jahrhundert politisiert wurden.
Erich von den Driesch hatte sein Atelier 1915 in der Aachener Ottostraße 88/90 eingerichtet, in dem sich heutzutage verschiedene Künstlerateliers befinden. Seine Wohnung hatte der Bildhauer in der Louisenstraße 52 – Ecke Pastorplatz.
Werke (Auswahl) Bronzeplastik Arbeiter beim Gießen (Gießereiarbeiter) Bronzeplastik Stahlarbeiter mit Zange Bronzeplastik Der Sonne entgegen (Stehende Ballerina) Bronzeplastik Ballerina auf der Spitze (Ballerina im Ballonkleid) Gipsguss Pilot Grabmal Familie Dr. med. Laaf Heißberg Friedhof in Burtscheid Grabmal Familie Neuss, ebd. Grabmal Carl von den Driesch, Poppelsdorfer Friedhof in Bonn
Ausstellungen (unvollständig) 1906, im Aachener Suermondt Museum 1920, November. Ausstellung des „Godesberger Künstlerbundes“ im Leopold-Hoesch-Museum in Dürenhttp://louis-ziercke.de/baseportal/veroeffentlichungen
Literatur Hans Wolfgang Singer (Hrsg.): Allgemeines Künstler-Lexikon, 6. Band (2. Nachtrag mit Berichtigungen), Literarische Anstalt Rütten & Loening, Frankfurt 1922, S. ?.
Einzelnachweise
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