mini|Zeichen Das Institut für Recht des Litauischen Zentrums für Sozialwissenschaften () ist eine auf Initiative der Litauischen Regierung im Jahr 1991 gegründete staatliche wissenschaftliche Forschungseinrichtung, um die Reform des Rechtssystems und der Institutionen der Rechtspflege in Litauen zu koordinieren, sie mit der wirtschaftlichen und sozialen Umstrukturierung des Landes zu verbinden. Der Gründer des Instituts ist das Justizministerium der Republik Litauen.Dėl teisingumo ministro 2003 m. balandžio 14 d. įsakymo Nr. 102 "Dėl Teisės instituto įstatų patvirtinimo" pakeitimo (LR TM ministro įsakymas) Die Richtung des Instituts ist Öffentliches Recht und Kriminologie. 2008 gab es 35 Mitarbeiter.

Ziele Die wichtigsten Ziele des Instituts sind, einen Beitrag zu der Entstehung der wissenschaftlichen Grundlagen für die Reform des litauischen Rechts und des rechtlichen Systems sowie seiner einzelnen Elemente auf der Grundlage der nationalen Erfahrungen und der Errungenschaften der europäischen Rechtsentwicklung, einen Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten durch die Erarbeitung nationaler wissenschaftlicher Studien als auch für wissenschaftliche angewandte Forschungen auf dem Gebiet des Rechts und des rechtlichen Systems, durch gesetzliche Maßnahmen zur Bildung von günstigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu leisten. Die wichtigsten Forschungsbereiche im Institut sind folgende: Öffentliches Recht (Schwerpunkte: Probleme des Verfassungs- und Strafrechts) und Kriminologie (Probleme des Kinderrechtsschutzes und des Jugendrechts).

Funktionen Das Institut führt die folgenden Funktionen aus:

führt die angewandten wissenschaftlichen Forschungen über die Rechtsordnung durch; erstellt die rechtlichen und kriminologischen Gutachten von Gesetzen und anderen Rechtsakten sowie von ihren Entwürfen; sammelt, analysiert, systematisiert und stellt den staatlichen Institutionen die rechtlichen und kriminologischen Informationen vor; veröffentlicht Forschungsergebnisse und methodische Publikationen; nimmt an der Fortbildung der Juristen und an der rechtlichen Bildung der Gesellschaft teil; beteiligt sich an der Erarbeitung von Gesetzentwürfen und von Entwürfen der anderen Rechtsakten.

Geschichte Nach der Wiedererlangung der nationalen Unabhängigkeit Litauens wurde das in der Sowjetzeit gegründete Teismo ekspertizės mokslinio tyrimo institutas (TEI, ) reorganisiert.

Am 23. November 1991 gründete man Teisės institutas. Ab 30. November 1991 hörte man mit der Tätigkeit des Valstybinės teisinės informacijos departamentas prie Teisingumo ministerijosLRV nutarimas Dėl Teisės instituto steigimo. Im Institut gründete man drei spezialisierte Abteilungen (eine für kriminologische Forschung, eine für vergleichende Rechtswissenschaft sowie eine für Rechtsinformation).

1993 wurden die Aufgaben der Abteilung für Rechtsinformation an das neu gegründete Zentrum des Justizministeriums (Teisinės informacijos centras, TIC) übergeben. Danach wurde eine Bibliothek im Institut eingerichtet und gab es vier spezialisierte Abteilungen (eine für privatrechtliche Forschung, eine für Verfassungs- und Völkerrechtsforschung, eine für kriminologische Forschung sowie eine Informations-methodische Abteilung).

Ab 1993 gibt das Institut die juristische Fachzeitschrift „Teisės problemos“ heraus. 1995 fertigte man die Sammlung der historischen Rechtsquellen „Lietuvos valstybės teisės aktai“ (herausgegeben 1996)Vytautas Andriulis, Aldona Bentkuvienė. Teisės instituto mokslininkų darbų bibliografija. Teisingumo ministerija, Teisės institutas, 2002, Vilnius. 5-10 psl. und bis 2002 den Kommentar der Litauischen Verfassung (verantw. Redakteur Karolis Jovaišas) an.

Von 2005 bis 2008 führte man 52 Forschungen (davon 38 national und 14 international) durch.

Struktur Das Institut ist in folgende Abteilungen aufgeteilt:

Abteilung für kriminologische Forschung (mit der Sektion für Kinder- und Jugendrecht) Abteilung für Forschung des Rechtssystems Abteilung für Strafjustizforschung Abteilung für internationale Verbindungen Abteilung für Verlagswesen und allgemeine Angelegenheiten (Fachzeitschrift "Teisės problemos", dt. "Rechtsprobleme").

Vorstand Vorsitzende: Ingrida Mačernytė-Panomariovienė Schriftführerin: Laura Ūselė Andere Mitglieder: Svetlana Justickaja, Algimantas Čepas, Aušra Pocienė, Skirmantas Bikelis, Salomėja Zaksaitė sowie aufgrund des Beschlusses des litauischen Justizministers ernannte Gytis Andriulionis (Vizeminister der Justiz) und Paulius Griciūnas (Beamter vom Justizministerium).

Verwaltung Direktoren 1991–1992: Juozas Galginaitis (Prorektor der Universität Vilnius) 1992–2002: Antanas Dapšys 2002–2009: Algimantas Čepas 2009–2010: Petras Ragauskas lrytas.lt, 19. Januar 2009, 11:05 Uhr Juli 2010 – 2013: Algimantas ČepasČepas pradėjo eiti Teisės instituto direktoriaus pareigas (alfa.lt, 2. Juli 2010, 15:53 Uhr) 2013: Margarita Dobrynina 2013: Algimantas Čepas seit 2014: Jurgita Paužaitė-Kulvinskienė

Mitarbeiter Ehemalige Mitarbeiter Vytautas Andriulis (1937–2017), Rechtshistoriker, Professor Genovaitė Babachinaitė (* 1944), Kriminologin Darijus Beinoravičius (* 1974), Rechtsanwalt, Rechtsphilosoph, Professor Aurelijus Gutauskas (* 1972), Strafrechtler, Verfassungsrichter, Richter des Obersten Gerichts Raimundas Jurka (* 1978), Rechtsanwalt, Strafprozessrechtler, Professor Giedrė Lastauskienė (* 1967), Verfassungsrichterin Vaida Urmonaitė-Maculevičienė (* 1958), Richterin Jonas Algirdas Misiūnas (1933–2015), Strafrechtler, Vorsitzende des sowjetlitauischen Obersten Gerichts und sowjetlitauischer Vizeminister für Justiz Alfonsas Vaišvila (* 1942), Rechtsphilosoph, Professor Justinas Žilinskas (* 1974), Professor, Dichterjurist, Schriftsteller (Phantast), Kinderautor Gintaras Goda (* 1965), Strafprozessrechtler, Verfassungsgerichtspräsident, Richter im Obersten Gericht Litauens Danutė Jočienė (* 1970), Völkerrechtlerin, Verfassungsgerichtspräsidentin, EMRG-Richterin Jonas Misiūnas (1933–2015), Präsident des sowjetlitauischen Gerichtshofs Remigijus Šimašius (* 1974), Politiker, Bürgermeister von Vilnius, Justizminister und Seimas-Mitglied, Präsident des Instituts für freien Markt Rokas Uscila (* 1974), Kriminologe, Viktimologe, Vizeminister der Justiz Regina Valutytė (* 1982), Politikerin, Vizeministerin und Professorin Salomėja Zaksaitė (* 1985), Schachspielerin, Sport-Strafrechtlerin und Kriminologin

Siehe auch Litauisches Zentrum für Gerichtsexpertise

Weblinks Website des Instituts (englisch, litauisch)

Quellen

Kategorie:Justizministerium (Litauen) Kategorie:Lukiškės Kategorie:Forschungsinstitut in Vilnius Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1991 Kategorie:Litauische Organisation (Recht) Kategorie:Rechtswissenschaftliches Forschungsinstitut Kategorie:Recht (Vilnius)