mini|Popfest 2011 Das Popfest ist ein seit 2010 jährlich in Wien stattfindendes Festival für innovative Popmusik österreichischer Musiker und Bands. Es findet am Karlsplatz und in einigen angrenzenden Gebäuden wie der Technischen Universität, dem Wien Museum, dem project space der Kunsthalle und seit 2011 dem brut Wien im Künstlerhaus statt. 2012 war auch der Ost Klub am Schwarzenbergplatz einer der Veranstaltungsorte, 2014 der Club Roxy. 2013 wurden erstmals auch zwei Konzerte im Inneren der Karlskirche veranstaltet. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei.
Geschichte mini|Kunstzone Karlsplatz 2008: Ernst Molden & Band auf der „Seebühne“ mini|Gabriela Hegedüs, Andreas Mailath-Pokorny, Christoph Möderndorfer und Robert Rotifer bei der Programmpräsentation 2011 mini|Son Of The Velvet Rat (2011) Hervorgegangen aus dem Konzept zu einem Kunstplatz KarlsplatzKonzept für den „Kunstplatz Karlsplatz“, Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 2. Dezember 2004 veranstaltete die Projektgruppe karlsplatz.orgkarlsplatz.org um Gabriela Hegedüs, Peter Melichar und Christoph Möderndorfer im Sommer 2008, parallel zur Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz, mit der Kunstzone KarlsplatzKunstzone Karlsplatz 2008. karlsplatz.org erstmals eine Konzertreihe auf dem Platz und in der Parkanlage vor der Wiener Karlskirche. Auf einer „Seebühne“ im Teich vor der Karlskirche fanden dabei täglich mehrere Konzerte vor allem österreichischer Musiker aus dem Bereich der Liedermacher-, der experimentelleren Pop- und der zeitgenössischen Wienerlied-Szene statt; auf einer „Baumbühne“ Darbietungen von Performancekünstlern. Auf Grund des Erfolgs sowohl bei den teilnehmenden Künstlern und beim Publikum wie auch dem positiven Medienecho begannen in der Folge die Planungen für das Popfest.Popfest '10. karlsplatz.org Die Festivalleitung liegt bei Christoph Möderndorfer, die Koordination bei Gabriele Hegedüs und Juliane Krüger. Als Kurator stieß der Musiker und Journalist Robert Rotifer zum Organisationsteam.Interview mit Robert Rotifer zum Popfest 2010. In: Falter, 17/2010. Träger ist der Verein Popfest Wien, Verein zur Förderung und Verbreitung von innovativer, zeitgenössischer Popmusik.
Popfest 2010 Gefördert von der Kulturabteilung der Wiener Landesregierung, von der € 150.000.- bereitgestellt wurden, fand das erste Popfest von 6. bis 9. Mai 2010 statt. Insgesamt mehr als 40.000 Menschen besuchten an den vier Tagen die Konzerte.40.000 Besucher als deutlicher Auftrag: Wiener Popfest soll jährlich stattfinden. NEWS, 10. Mai 2010 (APA). Als Hauptbühne diente wie schon bei der Kunstzone Karlsplatz die „Seebühne“ im Teich vor der Karlskirche. Neben den Auftritten verschiedener Bands und Künstler gab es auch eine Konzertreihe („Showcases“), in der die Künstler einzelner Plattenlabels vorgestellt wurden.
Parallel dazu fanden am 7. und 8. Mai während des Tages im project space die „Popfest-Sessions“, eine Reihe von weiteren Konzerten sowie Diskussionsrunden, Workshops und Vorträge statt. Themen waren unter anderem „Urheberrecht 2.0“, „Wiener Popmusik – Popmusik in Wien“ und „Pop-Marketing 2.0“.
Auftretende Künstler:Programm des Popfest 2010 (PDF; 2,1 MB) „Seebühne“ Clara Luzia, Bunny Lake, A Life, A Song, A Cigarette, Tanz Baby!, Dorian Concept, Der Nino aus Wien feat. Skero, Laokoongruppe, Florian Horwath, Rotifer und Freunde feat. Mel, Garish, Ernst Molden Band Wien Museum Paper Bird, Sir Tralala, pauT, Das trojanische Pferd, Songs of Claire Madison, Showcase Seayou & Fettkakao Records: Vortex Rex, A Thousand Fuegos TU Prechtlsaal Ginga, Showcase Affine Records: The Clonious + JSBL mit Special Guest I-Wolf, Ogris Debris; Velojet, Aber das Leben lebt feat. B.Fleischmann, Showcase Problembär Records: Astropanda, Mob, Neuschnee, Parkwächter Harlekin; T U Hof 1 Showcase Siluh Records: Mimu at Nite, Killed by 9V Batteries, Francis International Airport project space Mika Vember+Börn, Frenk Lebel, Pieter Gabriel, Bernhard Eder, Ernesty International und Protestant Work Ethic
Popfest 2011 mini|Violetta Parisini (2011) mini|Gustav (2011) mini|Popfest-Session zu Empowerment vs. Sexploitation – Gender und Popmusik Das Popfest 2011 fand von 5. bis 8. Mai statt. Die Fördersumme von Seiten der Stadt wurde im zweiten Jahr des Festivals auf € 180.000 erhöht und die Vienna Insurance Group kam als Sponsor hinzu. Medienpartner waren Der Standard, Falter und der Radiosender FM4. Als neuer Veranstaltungsort diente das brut Wien im Künstlerhaus. Die speziellen Label-Showcases wurden, da immer mehr Künstler ihre eigenen Mini-Labels betreiben, aus dem Programm genommen. Nach Kritik an der Gestaltung der „Seebühne“ im Vorjahr, die vom Zuschauerbereich teils schwer einsehbar war, wurde diese Bühne erhöht konstruiert. Die insgesamt 36 Konzerte wurden nach Angabe der Veranstalter von rund 50.000 Menschen besucht.50.000 waren beim Wiener Popfest. Der Standard, 9. Mai 2011
Die „Popfest-Sessions“ im project space widmeten sich den „Rahmenbedingungen des aktuellen Popschaffens und den ökonomischen Aspekten der neuen (heimischen) Popmusik“. Die Themen reichten dabei von „Empowerment vs. Sexploitation – Gender und Popmusik“, über „All souled out – Wozu noch Pop?“, „Tod der Popkritik!“ und „The Nation of Pop – Transkulturalität oder Roots?“, bis „Marketing – Ten Ways To Promote You Music On A Budget Under € 1.000.-“ und „Labeling & Stadtmarketing“. Unter den Vortragenden und Diskutierenden waren unter anderem DJ und Kuratorin Susanne Rogenhofer (Sweet Susie, Dub Club im Flex), Journalist und Radiomoderator Martin Blumenau, Kultur- und Musiksoziologe Alfred Smudits (siehe Mediamorphose), Autor und Radiomacher Thomas Edlinger, Kritiker Karl Fluch, Georg Markus Kainz (Verein quintessenz) und Musiker wie Klaus Waldeck, Maja Osojnik, Tania Saedi, Skero und Franz Wenzl (Austrofred).
Auftretende Künstler: „Seebühne“ Ginga, Son of the Velvet Rat, Ja, Panik, Francis International Airport, Black Shampoo, Café Olga Sánchez, Violetta Parisini & Coshiva, Trouble Over Tokyo, Skero & SK Invitational feat. Lylit, Gustav, „Legenden Brunch“ mit Maria Bill, Sigi Maron, Willi Resetarits, Robert Räudig (Chuzpe) und Peter Henisch unterstützt von Ernst Molden, Marlene Lacherstorfer (Velojet), Raphael Sas (Mob), pauT, Robert Rotifer, Der Nino aus Wien, Walther Soyka und Heinz Kittner Wien Museum Tanz Baby!, Wolfgang Kos im Gespräch mit Sigi Maron, Sweet Sweet Moon, Al Birds Trash Rock Archives, Mika Vember, Meaghan Burke, Dust Covered Carpet, Marilies Jagsch brut broken.heart.collector (Maja Osojnik), Crazy Bitch in a Cave, Cherry Sunkist TU Prechtlsaal MA 21, Kayo, Kamp, Mäuse, The Happy Kids, Sex Jams, Beat Beat, Hip-Hop-Night presented by Skero, Bo Candy & His Broken Hearts TU Hof 1 Wolfgang Schlögl, Ping Ping, Luise Pop project space Filou, M185, Cardiochaos, bensh
Popfest 2012 mini|Mel ft. Rotifer auf dem Balkon des Wien Museums (2012) mini|Konea Ra im brut im Künstlerhaus (2012) mini|Der Nino aus Wien im TU-Prechtlsaal (2012) 2012 fand das Popfest nicht wie in den Jahren zuvor Anfang Mai, sondern von 26. bis 29. Juli statt. Als Gründe für die Verschiebung wurden das beständigere Wetter im Sommer und die Nähe des Musikvereinssaals genannt, mit dem es so während dessen Sommerpause keine akustischen Probleme wie im Jahr zuvor geben sollte. Die Besucherzahl blieb trotz des Termins während der Ferien- bzw. Urlaubszeit mit rund 50.000 konstant.Rund 50.000 Besucher bei Wiener Popfest. Kurier, 30. Juli 2012.
Programmatisch verstehen die Veranstalter es weiterhin der „Qualität und lebendige[n] Vielfalt der teilnehmenden KünstlerInnen“ verpflichtet, darum bemüht, das „ganze künstlerische Potential einer aktuellen heimischen Pop-Generation“ auszuloten und als „wundersam Fleisch gewordene […] Antithese zu Castingshows & Co in visionsarmen Zeiten.“ Robert Rotifer kuratierte das Festival zum dritten und letzten Mal, weil das Programm des Popfestes ab 2013 von jährlich wechselnden Kuratoren zusammengestellt werden sollte. Als gelungenes Beispiel für ein so geführtes Festival verwies er auf das Meltdown Festival in London.Popfest 2012: Info, Juni 2012
Die Seebühne vor der Karlskirche wurde an den ersten drei Tagen ab dem späten Nachmittag bespielt, gefolgt von jeweils drei Nachtprogrammschienen an den weiteren Veranstaltungsorten, dem Prechtl-Saal der Technischen Universität, Hof und Balkon des Wien Museums, dem brut Wien im Künstlerhaus und erstmals dem Ost Klub am Schwarzenbergplatz. Insgesamt standen 43 Konzerte und zwei DJ-Specials am Programm. Die „Popfest-Sessions“ im project space fanden am Samstag und Sonntag ab Mittag bis vor Beginn des Konzertprogramms statt. In Kooperation mit dem Medienpartnern The Gap, FM4 und Der Standard wurde unter dem Titel „Who Cares?“ über den „österreichischen Pop-Nachlass“ diskutiert, Christian Werthschulte spricht über das „Überleben in der Popkultur“ und Attwenger über „Das Überwinden der Pop-Provinz“. Künstlergespräche stellten Anna Kohlweis (Squalloscope) und Patrick Pulsinger vor.
Auftretende Künstler: „Seebühne“ The Beth Edges, Attwenger, Fatima Spar & The Freedom Fries, Lonely Drifter Karen, M185, Texta, Mopedrock!!, Das trojanische Pferd, 5/8erl in Ehr’n, Kreisky Wien Museum Mel, Alp Bora, Ernst Molden, Eloui, Loose Lips Sink Ships, Woodpigeon, Squalloscope (Anna Kohlweis) brut Welle Wien, Sixtus Preiss, Konea Ra, Anbuley, DJ Phekt vs Brenk, DJ Urbs vs. The Clonious TU Prechtlsaal Bernhard Eder, A Thousand Fuegos, Der Nino aus Wien, G.Rizo, Patrick Pulsinger, Elektro Guzzi, Wolfram, Gary, Monsterheart feat. Die Eternias Ost Klub Willi Landl, Pop:sch, Binder & Krieglstein, Hella Comet, Tracker, Nifty's project space Tiefseetaucher (Rainer Schöngruber), Werner Kitzmüller, Just Friends and Lovers, Martin Klein, Contrails, Mile Me Deaf
Popfest 2013 mini|Velojet auf der Seebühne (2013) mini|Gudrun von Laxenburg im brut (2013) mini|Ritornell und Mimu in der Karlskirche (2013) Das Popfest 2013 fand von 25. bis 28. Juli statt. In der Nachfolge Robert Rotifers wurde im November 2012 Patrick Pulsinger als neuer Kurator vorgestellt.Patrick Pulsinger wird Kurator des Wiener Popfests 2013. Der Standard, 27. November 2012.
Wie im Jahr zuvor wurde die Seebühne an den ersten drei Tagen vom Nachmittag bis zum Abend bespielt. Daran anschließend konnten Besucher in den ersten drei Nächten zwischen den beiden Veranstaltungsorten brut und TU-Prechtlsaal wählen, wo die letzten Auftritte teils nach zwei Uhr nachts begannen. Am Donnerstag standen auch drei spätabendliche Konzerte im Wien Museum auf dem Programm. Erstmals im Rahmen des Popfestes wurden in diesem Jahr auch im Inneren der Karlskirche zwei Konzerte veranstaltet. Die Themen der „Popfest-Sessions“ im project space am Samstag und Sonntagnachmittag waren „Crossing Boarders – Pop zwischen Genrewelten“, „Ö-Pop in Film & Fernsehen“ und „Crowdfunding, Pop auf Bestellung?“ Vorgestellt wurde auch das neu erschienene Buch WIENPOP – Fünf Jahrzehnte Musikgeschichte erzählt von 130 Protagonisten von Walter Gröbchen, Thomas Mießgang, Florian Obkircher und Gerhard Stöger.
Auftretende Künstler: „Seebühne“ A.G. Trio, Atomique feat. P.Tah & Con, Bauchklang, Catastrophe & Cure, Giantree, Ginga, HVOB, Maja Osojnik Band, Soia, Steaming Satellites, Velojet Wien Museum Ash My Love, DAWA, In jedem Mädchen ein Hafen (Meaghan Burke, Mimu Merz), Schmieds Puls, Müßig Gang (Skero + Wienerglühn) brut Bernhard Schnur und Band, Ernesty International, Francis International Airport, Ghost Capsules, Gudrun von Laxenburg, Koenigleopold, Punda Omar, Scarabeus Dream, Sex Jams, T-Shit, Wild Evel & The Trashbones TU Prechtlsaal Brenk Sinatra, Chronic City, Fijuka, Gerard, Lehnen, Milk+, Monobrother, MTS, Sado Maso Guitar Club, Spring and the Land, Zanshin Kunsthalle Wien Karlsplatz Beach Girl and the Monsters, Bis eine heult, Plaided, Snoww Crystal Karlskirche Ritornell & Mimu, O
Popfest 2014